Erfindungen im Alltag

Von skurill bis unverzichtbar
 


Riesige ungenutzte Energiemengen verlassen täglich Wohnhäuser, Hotels, Krankenhäuser und Schwimmbäder – und verschwinden in Form von warmem Abwasser durch die Abflussleitungen.

Wasserhahn ©flickr.com / AV76HH
Wasserhahn ©flickr.com / AV76HH

Laut dem statistischen Bundesamt würde diese Energiemenge der jährlichen Stromproduktion von acht Atomkraftwerken oder 80 Windrädern entsprechen. Alarmierende Mengen – das dachten sich wohl zumindest die beiden Architekten Ernst Bärenstecher und Erhardt Wächter aus Baden-Würrtemberg. Sie entwickelten ein System, welches dem gebrauchten Abwasser die Wärme entzieht und dem Frischwasser zuführt.

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Die Logarithmentafel – ein Hilfswerk über Jahrhunderte, welches mit dem Aufkommen von Taschenrechnern und Computern praktisch völlig nutzlos wurde.

Logarithmen ©flickr.com / Zombiebrainz
Logarithmen ©flickr.com / Zombiebrainz

Eine Logarithmentafel stellt eine tabellarische Darstellung dar, welche die Mantissen der Zahlen (in aller Regel von 1,00 bis 9,99) auflistet. Unter einer Mantisse versteht man die Ziffernstellen einer Gleitkommazahl. Besonders in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen waren Logarithmentafeln über Jahrhunderte hinweg ein notwendiges Hilfsmittel zur Berechnung. So konnten schwierige mathematische Rechnungen wie das Ziehen von komplexeren Wurzeln nur mit ihrer Hilfe durchgeführt werden.

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Das seit 2010 geltende neue Bundes-Immissionsschutzgesetz setzt die Nutzer von klassischen Scheitholzkesseln in Zugzwang, denn mit ihren Kesseln strömen sie weit an den festgelegten Abgaswerten vorbei.

Heizkessel ©flickr.com / ofenbernd
Heizkessel ©flickr.com / ofenbernd

Die Auflagen des neuen Bundes-Immissionsgesetzes sind streng: die darin festgelegten Abgaswerte regeln, wieviel vom schädlichen Kohlenmonoxid, wieviel Rußpartikel und andere Abgase in die Luft gepustet werden dürfen. Kaum ein klassischer Kessel kann diesen Werten gerecht werden. So liegt es nicht fern, dass sich die Hersteller von Kesseln dieser in Haushalten noch immer gefragten Heizmethode umweltfreundliche Entwicklungen einfallen lassen müssen.

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Die Autotypie ist ein Reproduktionsverfahren zur Herstellung von Klischees für die Anwendung beim Buchdruck und wurde um 1880 von Georg Meisenbach entwickelt.

Autotypie ©flickr.com / History of the Book / Typography, Amsterdam
Autotypie ©flickr.com / History of the Book / Typography, Amsterdam

Die im 19. Jahrhundert von der Autotype Company in München veranlasste Patentanmeldung zur Autotypie (ins Deutsche oft mit Selbstschrift übersetzt) wurde am 9. Mai 1882 als deutsches Reichspatent Nummer 22244 anerkannt. Zurück geht das fotografische und chemische Reproduktionsverfahren zur Herstellung von Klischees als Druckform für den Buchdruck auf den Erfinder Georg Meisenbach, der sein Verfahren in den Jahren 1881 und 1882 noch verbesserte.

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Die Alterspyramide kehrt sich um, wir werden immer älter und immer mehr alte Menschen leben allein. Bisher existiert jedoch nur der Notruf per Knopfdruck am Handgelenk.

Notruf ©flickr.com / psycoded
Notruf ©flickr.com / psycoded

Doch was tun, wenn gar nicht mehr die Möglichkeit besteht, einen Knopf selbstständig zu drücken? Wenn der Hilfsbedürftige etwa einen plötzlichen Ohnmachtsanfall erleidet? Wissenschaftler des Frauenhofer Instituts für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern haben aus diesem Hintergrund heraus eine sensorenbasierte Notfallerkennung entwickelt.

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Die besonders in der Schweiz auch unter dem Begriff der Garette bekannte Schubkarre ist eine Erfindung aus weit zurückreichender Zeit.

Schubkarre ©flickr.com / need.more.pics
Schubkarre ©flickr.com / need.more.pics

Die Erkenntnisse besagen heute, dass die Schubkarre wie wir sie kennen auf eine Erfindung im antiken Griechenland zurückzuführen ist. So würden zwei Bauinventurlisten aus Eleusis von 408-407 sowie 407-406 v. Chr. jeweils “1 Kasten für ein einrädiges Fahrzeug (hyperteria monokyklou)” aufführen. Da man weiß, dass die Begriffe “dikyklos” und “tetrakyklos” im antiken Griechenland zwei-, bzw. vierrädige Fahrzeuge bezeichneten, und die einrädige Kastenkonstruktion auf der Liste zwischen einem Kasten für ein vierrädiges Fahrzeug und seinen vier Rädern auftaucht, liegt die Vermutung nahe, es handele sich um die Technik einer Schubkarre.

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Der ehemalige Designstudent der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden, Matthias Pinkert, hat in einem gemeinsamen Projekt mit Kommilitonen aus dem Elektrotechnik-Fachbereich eine interessante Leuchte erfunden.

Licht ©flickr.com / bulldogv
Licht ©flickr.com / bulldogv

Die sogenannte Dreipuls-Leuchte macht es möglich, jeden beliebigen Bereich am Schreibtisch punktgenau auszuleuchten. Dies funktioniert, in dem der Bediener Ringe auf einer Leuchtleiste hin- und herschiebt und damit das Licht individuell einstellt. Die Lampe kommt dabei ganz ohne Schalter aus: schiebt man alle Ringe der Lampe zusammen, stellt sich das Licht ganz automatisch aus.

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Unter dem Namen Geiger-Müller-Zählrohr, Spitzenzähler, Geigerzähler oder auch Geiger-Müller-Indikator dürfte die nun vorgestellte Entwicklung den meisten bereits in der Schule bekannt geworden sein.

Das Geiger-Müller-Zählrohr versteht sich als technisches Gerät, welches möglich macht, gemäß eines Teilchendetektors radioaktive Strahlung zu messen. Erfunden wurde das Gerät im 20. Jahrhundert unter der Leitung des Physikers Hans Geiger und erfuhr im Jahr 1928 wesentliche Verbesserungen durch seinen Assistenten Walther Müller.

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Der amerikanische Atomphysiker und Nobelpreisträger Ernest Lawrence erfand im Jahr 1929 das sogenannte Zyklotron.

Zyklotron ©flickr.com / stkone
Zyklotron ©flickr.com / stkone

Für seine Erfindung und die Weiterentwicklung des Zyklotrons und den damit verbundenen Ergebnissen wurde Ernest Lawrence zehn Jahre später mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Für seine herausstechenden Entdeckungen wurde ihm auch das 103. Element im chemischen Periodensystem, das Lawrencium (Lr), gewidmet.
Doch was überhaupt ist das Zyklotron?

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Für alle notorischen Lichtschalter-Sucher dürfte diese Erfindung ein Stück vom Nonplusultra sein: ein im Türgriff integrierter Lichtschalter macht das Leben leichter.

Türgriff ©flickr.com / emeidi
Türgriff ©flickr.com / emeidi

Kommt man abends im Dunkeln nach Hause, kann die Suche nach dem Lichtschalter schon mal länger dauern. Hat man sich dann noch ein, zwei Gläschen vom guten Rotwein oder Champagner zu viel genehmigt, gleicht das Unterfangen einem abendlichen Abenteuer noch vor dem Kater am Morgen danach. Christian Dinse, schon seit Jahren Leiter einer Firma für Türbeschläge, half dem Erfinder Jörg Moser bei seiner Idee, den Lichtschalter doch schon in den Türgriff zu integrieren. Für Menschen wie mich, die auch nüchtern konsequent immer erstmal alle Lichtschalter durchprobieren um den richtigen zu finden, die perfekte Idee.

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