Erfindungen im Alltag

Von skurill bis unverzichtbar
 


Archiv: Unverzichtbar

Die Eisenbahn ist das Symbol der Industriellen Revolution. Die Dampfkraft brachte es fertig, das Antlitz Europas in nur wenigen Jahrzehnten radikal zu ändern. Diese Revolution ist der Grundstein unserer heutigen Industriegesellschaft.

Die Dampflok war das erste, selbstfahrende, maschinenbetriebene Schienenfahrzeug der Welt.
Bis weit in das 20. Jahrhundert war sie dominierend auf den Schienen dieser Welt, bevor sie durch Diesel- und Elektro-Triebwagen verdrängt wurde. doch vereinzelnd fahren diese schnaufenden Riesen noch heute.

Dampflok © flickr / Sam Ruaat

Die Erfindung selbst stammte aus England. Vorausgegangenen war ihr die ebenfalls englische Entwicklung der Dampfmaschine durch Thomas Newcomen, James Watt und Richard Trevithick.
Zuerst wurde die Dampftechnik für Straßenfahrzeugen verwendet, doch der Schritt auf die Schiene war nicht mehr weit und er sollte schon im frühen 19. Jahrhundert getan werden.

1804 brachte Trevithick die Dampfmaschine auf die Schiene. 1825 wurde auf “der Insel” die erste Stecke der Welt zwischen Stockton und Darlington eröffnet.

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Wie so oft entwickelt der Mensch einen erstaunlichen Erfindungsgeist, wenn es darum geht, sich seiner Haut zu wehren.

Das Schießpulver wurde in seiner heutigen Form gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Sein Vorläufer, das Schwarzpulver, konnte jenen Anforderungen, die damalige Projektilwaffen an ihre Treibladungen stellten, nicht mehr gerecht werden.

Kanone © flickr / flemj17

Das Schwarzpulver verbrannte einfach zu schnell und konnte damit im Lauf der Waffe nicht mehr ausreichend Druck aufbauen, um eine effektive Flugbahn zu garantieren. Wenn man so will,  war die Erfindung des Schwarzpulver der Beginn der modernen Waffenforschung, an derem Ende solche Monstrositäten des menschlichen Erfindergeistes wie die Atombombe oder ihr Wasserstoff-Pedant steht.

Doch auch wenn Schwarz-und Schießpulver  nicht dasselbe sind, so soll hier jenes Vorgängerprodukt nicht ausgeklammert werden.

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Wer hätte gedacht, dass ein einfacher Beutel Luft Leben retten kann. Doch jeder, der schon einmal bei einem Unfall sein Lenkrad mit der Stirn streicheln wollte und statt dessen von einem dieser Luftsäcke aufgefangen wurde, wird im Stillen den Erfindern dieses Lebensretters danken.

Um so erstaunlicher ist es, dass der Airbag ursprünglich gar nicht für den Einsatz in Pkws entwickelt wurde, sondern für  Flugzeuge gedacht war. Doch  beschreiten die Ideen berühmte Erfinder häufig merkwürdige Wege, bevor sie ihren uns so vertrauten Platz finden.

Airbag © Flickr / booleansplit

In Deutschland begann Mercedes Benz nach dem ersten Patent 1920  im Jahre 1967 mit der Entwicklung eines Airbags für Pkws. Das erschreckende Ausmaß der Unfallrate mit Todesfolge jener Jahre gab den Anstoß zu dieser Überlegung. Aber dennoch dauerte es beinahe weitere zwei Jahrzehnte, bis der Airbag seine Serienreife erreichte. Heute gibt es ihn nicht nur für Fahrer und Beifahrer, Sitze und Türen, inzwischen lassen sich sogar Motorräder mit dieser Technik ausrüsten.

Das Prinzip ist denkbar einfach. Ein Crash-Sensor meldet den Aufprall dem Steuergerät und dieses zündet die Gas-Kartusche, welche den Luftsack aus Nylon oder Polyamid aufbläst. Dies alles geschieht  innerhalb weniger Millisekunden.

Auch wenn der Airbag nur im Zusammenspiel mit Personen-Rückhaltesystemen seine Wirkung entfalten kann, so ist er doch heute aus keinem Neuwagen mehr wegzudenken.


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Die Erfindung der Heizung

Autor: Steffi
abgelegt in: Unverzichtbar

So, der Winter ist da. Nett, wenn man es sich bei Lebkuchen, Tee und einem guten Buch in der Winterzeit gemütlich machen kann. Aber, wieso ist es eigentlich so gemütlich, während es draußen knackekalt ist? Richtig, die Heizung läuft schön, vergisst man doch allzuschnell.

Für die westlichen Industrienationen ist die Zentralheizung mittlerweile gang und gäbe. Doch das ausgekügelte Röhrensystem, das es ermöglicht unsere Wohnungen zu Gemütlichkeitsoasen zu machen, gibt es noch gar nicht solange. Bis vor gar nicht lange, heizten die meisten Menschen in Deutschland mit Ofenheizungen. Das ist zwar auch schön warm, aber ganz schön stressig. Wer in Berlin lebt und einen Ofen besitzt, weiß wovon ich rede.

Heizungen sind jedoch fast so alt, wie die Menschheit selber. Wie so vieles stammen Heizungen, genauso, wie das Rad, aus dem alten Rom. Die Römer hatten sogar schon relativ schicke und gut funktionierende Fußbodenheizungen. Auf römisch hießen sie “Hypokaustum”. Sie wurden durch Brennöfen angetrieben, die meist außerhalb der Gebäude lagen. Durch ein Abzugssystem, dass die warme Luft unterhalb der Fußböden, die aus Ziegel bestanden lenkten, wurden die nackten antiken Füße der Römer schön warm gehalten (so lässt es sich auch leichter über die Eroberung der Welt nachdenken).

Römischer Torbogen by teclasorg flickr

Allerdings verschwendete das Hypokaustum unglaublich viel Brennholz, im Gegensatz zur römischen Kanalheizung, auf die man schließlich umstieg. Dabei versteht man unter dem römischen Prinzip der Hypokaustumheizung heute etwas ganz ähnliches, wenn man die modernen Anlagen betrachtet. Die Luft wird dabei nicht durch Öfen, sondern durch Öl oder durch Solaranlagen erwärmt. Daran sieht man mal wieder: Altes und Neues ist weniger weit voneinander entfernt, als man denkt.


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Auf den Spuren der Musikkassette

Autor: Steffi
abgelegt in: Unverzichtbar

Meine schöne “Die Drei ???”- Sammlung! Auch wenn ich sie inzwischen als mp3 besitze… es ist doch herrlich ab und an einen Blick ins Regal zu werfen und all Folgen fein nebeneinander stehen zu sehen. Ist aber auch nostalgisch und erinnert mich an die guten alten Zeiten in den man vor “Wetten dass…” noch mit seinem Playmobilpiratenschiff in der Badewanne geplanscht hat. MC, so hieß eine Kassette, genauer gesagt Musikkassette. Heute gibt es nur noch die CD und sogar die wird inzwischen zur Rarität. Aber zurück zur MC: Wer hat das nostalgische Ding, das man auch gern mit dem schönen Wort “Bandsalat” assoziiert eigentlich erfunden?

Alles begann mit einem kleinen braunen Bändchen, eben jenem Bändchen, das sich immer bei den liebsten Kassetten im Rekorder verhedderte. Die ersten Musikkassetten wurden Anfang der 60er Jahre verkauft. Sie waren die Nachläufer des Tonbandgerätes, der Magnetophone. Tonbänder muss man als Weiterentwicklung der aus den 30er Jahren bekannten Drahtton- und Spulengeräte verstehen, die hauptsächlich mit losen Stahldraht arbeiteten. Dieser wurde dann durch ein Acetat-Band ersetzt – unser braunes Bändchen, das als elektromagnetisches Speichermedium dient(e).

Musikkassette von Earth, Wind and Fore by by √oхέƒx™ flickr

Der Durchbruch mit der Kassette gelang jedoch erst mit dem regulären Vertrieb von Kassettenrekordern. Der erste Kassettenrekorder wurde 1963 auf der 23. Grossen Deutschen Funkausstellung vorgestellt. Er war zunächst nur batteriebetrieben und kostete satte 299 DM – ein kleines Vermögen für die damalige Zeit. Für Jugendliche entwickelte sich die Kassette zu dem Speichermedium schlechthin, als Kassettenrekorder mit eingebautem Radio erschienen. Dadurch konnte man seine Lieblingsmusik aus dem Radio aufnehmen und immer wieder abspielen. Der große Vorteil zu Grammophon und Schallplatte war, dass man die Kassetten viel leichter transportieren konnte. Als Konsequenz erschien einige Zeit später der Walkman. Und wer hat den erfunden? Könnt Ihr hier nachlesen!


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Bionik, so nennt man die Wissenschaft (oder besser gesagt die Kunst?), die aus dem Vorbild der Natur Technik fertigt. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist der Helikopter, der aus dem Vorbild der Libelle gefertigt wurde. Es gibt unzählige Beispiele dafür, doch gibt es auch Dinge, für die es in der Natur kein Vorbild gibt. Die wohl berühmteste Erfindung, nämlich die des Rades, ist eine jener Erfindungen, die nicht nach dem Vorbild der Natur gefertigt wurde.

Das Rad ist wohl eine der wichtigsten Erfindungen der Welt. Im Grunde ist jede kreisrunde Scheibe ein Rad, doch wird es erst durch das Aufsetzen eines Stabes einsetzbar: die sogenannte Achse. Das Wort Rad stammt übrigens von lateinisch rota, das sich aus dem indischen Sanskrit-Wort ratha ableitet. Das Rad wurde in vorchristlichen Kulturen, wie zum Beispiel bei den alten Ägyptern oder den Römern vor allem zum Lastentransport eingesetzt. Wann es genau erfunden wurde weiß man nicht so genau. Lange Zeit ging man davon aus, dass es 4000 v.Chr. in der sumerischen Kultur der Antike seinen Ausgangspunkt hat. Heute glaubt man jedoch, dass es gleichzeitig auch in verschiedenen Teilen Asiens erfunden wurde. Für die nativ-amerikanischen und australischen Kulturen war das Rad vor der Entdeckung Kolumbus’ unbekannt. Nur die Maya benutzten Röder, vor allem Zahnräder in mechanischen Geräten; Wagen sind aus dieser Zeit jedoch nicht nachgewiesen.

Das Rad ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Nahezu alle Maschinen benutzten Röder oder Radelemente, um zu funktionieren. Alle Fortbewegungsmittel, egal ob Züge, Autos oder Fahrräder basieren auf den Prinzipien des Rades. Viele Jahrtausenden lang wurde als Material ausschließlich Holz verwendet. Dies hat sich in der heutigen Zeit natürlich geändert. Mit der Erfindung der Dampfmaschine wurden Räder aus Eisen und später aus Stahlblech mit Felgen gefertigt.

Riesenrad by kevindooley flickr


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Sommerzeit ist Eisteezeit. Oder Wassereiszeit. Winterzeit ist Kräuterteezeit. Und wo bewahrt man den am besten auf, damit man sich auch den ganzen Tag über davon bedienen kann? Genau, in der Thermoskanne, dieser übergenialen Erfindung, dem die folgenden Zeilen dieses Textes gewidmet sein sollen. Und das Märchen von der Thermoskanne geht so:

Die Thermoskanne, die ja eigentlich eine Isolierkanne ist, weil sie das Gefäß von der Außentemperatur isoliert, hat ihren Namen von der Firma Thermos. Die gute alte Thermoskanne besteht aus einem Außengefäß und einem Isoliergefäß aus Glas, das im Inneren der Thermoskanne wohnt. Diese Glasgefäß ist das Herzstück der Thermoskanne und wurde 1892 von dem Physiker James Dewar erfunden. Deswegen heißt dieses Gefäß auch Dewargefäß. Der Motor dieses Dewargefäß ist eine spezielle Beschichtung, meist eine Verspiegelung wird der der Wärmeverlust verhindert wird. Das ist also die eigentlich wichtige Entdeckung (und das ist auch der Grund warum alte Thermoskannen fies klirren, wenn man sie aus Versehen fallen lässt).

Tee in der Sahara by danuqui flickr

Ein erstes Patent wurde 1903 vom Deutschen Reinhold Burger angemeldet. Er produzierte zunächst für die Eismaschinenindustrie, vor allem für den Fabrikanten Carl von Linde, der die Thermoskanne mit einem schicken Silbergefäß versah – so wie wir die meisten Thermoskannen von heute noch kennen.

Heute ersetzt man auch das fragile Dewargefäß meist durch ein Gefäß aus Edelstahl. Das Gute daran: Die Thermoskanne kann immer und immer wieder auf den Boden fallen, ohne dass es fies klirrt.

Und jetzt? Ein Tässchen Tee


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Das Telefon ist integraler Bestandteil unserer Gesellschaft – ohne das wären manche Menschen direkt aufgeschmissen. Es ermöglichte erst eine weltweite Kommunikation zur Echtzeit.

Philipp Reis © Wikipedia.deNeben Philipp Reis, gelten andere Personen der damaligen Zeit, als Erfinder des Telefons- alle im 19. Jahrhundert. Ein Jahr vor Reis hatte der US-Italiener Antonio Meucci ein Patent angemeldet, doch er konnte die Patent-Kosten nicht übernehmen und sein Patent verfiel. Nach Reis kamen noch Patente von Elisha Gray, Alexander Graham Bell zusammen mit Thomas A. Watson.

Philipp Reis (1834-1874) wurde in Hessen geboren und studierte Physik und Mathematik. 1861 installiert er eine Vorrichtung zur elektrischen Tonübertragung. Das erste Modell entspricht einer Hörmuschel aus Holz, die dem Ohr nachgebaut wurde. Als Trommelfell diente ein Wursthaut.

Im Laufe seiner Experimente wurde die Wursthaut von einer Membran ersetzt und eine Stricknadel diente als Kupferdrahtspule, welche die Schallwellen als Töne wiedergibt. Diese Töne wurden von einem Resonanzkasten verstärkt. Zwar haben sich in anderen Ländern andere Patente entwickelt, so ist dennoch das Gerät von Reis, eines derjenigen, die die Sprache bestens übertrugen.

Es war das erste Telefon erfunden worden und diese Entwicklung setzte und setzt sich fort. Doch zu der damaligen Zeit, war der Telegraph das dominierende Gerät.

An der Technologie wird knapp über 100 Jahren seit der Erfindung weiter gefeilt und inzwischen brauchen die neuen Geräte auch schon keine Wursthaut mehr. Für viele Menschen, ist das Telefon unverzichtbarer Teil der Freizeit.


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Karl Rapp – Ursprung von BMW

Autor: Leonardo
abgelegt in: Unverzichtbar

Das Traditionshaus aus Bayern erfüllte den Traum vieler Autofahrer vom schnellen und bequemen Auto. Doch die Bayrischen Motorenwerke hießen nicht immer so.

Erst ab 1918 war es BMW und zuvor war es das von Karl Rapp gegründete Unternehmen mit dem Namen Rapp Motorenwerke GmbH. Aber der Sitz in München war schon immer gegeben.

BMW © Flickr /dobrych
Der Traum vom Auto der gehobenen Klasse wurde für Karl Rapp wahr

Karl Rapp war 1882 in Ehingen (Baden Würtemberg) geboren worden und hatte einen Traum von einem Auto der gehobenen Klasse. Erst im Jahre 1913 erfüllte er sich diesen Traum und gründete sein Auto-Unternehmen. Zuvor arbeitete er in einer Luftfahrtindustrie, das Unternehmen ging aber Pleite.

Doch schon vier Jahre später hatte ein Investor die Rapp Motorenwerke zu einem imposanten Unternehmen ausgebaut – nämlich den Bayerischen Motorenwerken GmbH. BMW war geboren – aber es sollte noch etliche Jahre dauern bis der 7er BMW vom Fließband rollen sollte. weiterlesen »


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Schon in seiner Jugend beschäftigte er sich mit Bontanik. Damals konnte aber noch niemand wissen, dass Gregor Johann Mendel (1833-1884), der Vater der Genetik werden würde. Die Wissenschaft, die das 21. Jahrhundert veränderte.

In seiner Jugend wollte er Priester werden und so opferte seine Familie den Großteils des Vermögens für seine Ausbildung. Seine Vorliebe für Pflanzen sollte die Menschheit ein ganzes Stück auf der Erkenntnis des Lebens voranbringen.

In einem Kloster in Brünn züchtete Mendel Bohnen und Erbsen, was schon die alten Ägypter anbauten. Schon bald erkannte er ein Muster in den verschiedenen Formen und Farben – vor allem bei den Erbsen. Es dauerte nicht lange, bis er diese Verschiedenheiten auf die Vererbung zurück führen konnte. Der nächste Schritt war, durch Rekombination der Erbanlagen, die jeweiligen Formen und Farben zu verstärken.

Erbsenpflanze © Flickr /allspice1
Die Erforschung der Genetik begann mit dieser Pflanze.

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