Erfindungen im Alltag

Von skurill bis unverzichtbar
 


Archiv: Unverzichtbar

Sommerzeit ist Eis-Wegschleck-Zeit! Egal ob neueste Variationen, wie “Oma’s Apfelkuchen”(die Geschmacksrichtung, die ich bei Aldemir, der besten Eisdiele der Welt auf der Falckensteinstraße in Kreuzberg entdeckt habe) exotisches wie Ingwer, oder der Schoko-Vanille-Erdbeer-Klassiker: Eis essen ist super, immer und zu jeder Tageszeit, und ganz besonders wenn die Sonne knallt, man im See badet oder auf dem Balkon sitzt und liest.

ice by s-t-r-a-n-g-e flickr

Nach Deutschland kam das Eis vor allem durch die Migrationsbewegungen aus Italien in den 20er Jahren. Doch – und hier kommt wieder mal die mantraartig zu wiederholende Frage dieses Blogs – wer hat’s erfunden? Die Frage ist berechtigt, denn in Deutschland wird unglaublich viel Eis konsumiert. Im Jahr 2004 betrug der Speiseeis-pro-Kopf-Verbrauch ganze 7,4 Liter. Das ist eine ganze Menge.

Eis wird aus Zucker, Sahne und Früchten hergestellt. Die Zutaten werden vermischt und dann unter ständigem Rühren gefroren. Je schneller man rührt und je höher der Fettgehalt in der Masse ist, desto cremiger und besser schmeckt das Eis.

Das erste Eis der Weltgeschichte stammt vermutlich aus China. Doch Wassereis, oder Sorbet kannte man auch schon in der europäischen Antike. Im Römischen Reich jedoch gingen die Informationen zur Eisherstellung verloren und wanderten langsam von China in die arabischen Ländern ein. Aus China brachte auch Marco Polo das Eis mit nach Italien, das er dort herzustellen gelernt hatte. In Italien vollendete man dann schließlich auch die Eisproduktion, die sich von hier aus im Zeilalter der Renaissance ausbreitete.

Die italiensichen Migrationsbewegungen brachten das Eis dann zunächst einmal in die USA von wo es sich dann in Europa ausbreitete. Der erste Eissalon in Deutschland eröffnete 1799 in Hamburg, doch wirklich populär wurde das Eis dann ab den 20er Jahren. Seinen Boom erlebte es dann in den 50er Jahren, in denen die Eisdiele als sozialer Treffpunkt für Jugendliche auch immer beliebter wurden. Doch schon in den 30er Jahren wurde Eis industirell hergestellt. Vorreiter waren dabei die bis heute bekannten Eisfirmen Langnese und Schöller. Das Eis am Stiel wurde 1903 von Harry Bust erfunden und 1923 patentiert.

Egal ob Wassereis, Milcheis, Eis am Stiel, Eis mit Kaugummi-Kern oder Eiskonfekt: Der Kreativität sind im punkto Eis keine Grenzen gesetzt. Wir können uns also diesen Sommer entspannt zurücklehnen und das tun, was am meisten Spaß macht: Schlecken, schlecken und nochmal schlecken!


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Führerschein zu machen – zumindest wenn man in einer Stadt mit einem halbwegs gut funktionierenden Öffentlichem Nahverkehr lebt- ist nicht nur Geldverschwendung und Umweltverschmutzung, sondern schlichtweg sinnlos. Deswegen habe ich bis heute auch keinen Führerschein gemacht. Wofür denn auch? Vor meiner Haustür fährt die U-Bahn, wenn ich verreise, dann nehme ich den Zug, und für alles, was so täglich an mobilen Bewegungen anfällt, zum Beispiel das Studium, nehme ich natürlich das Fahrrad!
Das Fahrrad ist mit Sicherheit eine der großartigsten Erfindungen, die jemals getätigt wurde. Es gibt zahlreiche Behauptungen dafür, dass das Fahrrad seit dem Altertum existiert, doch Belege dafür haben sich meist als Fälschung herausgestellt. Die ersten von Menschen betriebene Fuhrwerke tauchen im 17. Jahrhundert auf. Sie wurden mit vier Rädern angetrieben und vor allem zu Repräsentationszwecken eingesetzt. Das erste einspurige Rad, also im Grunde das Fahrrad, wie wir es heute kennen, erfand Karl Drais 1817 in Mannheim. Dabei stieß sich der Fahrer mit den Beinen am Boden ab; Pedalen wurden bei diesem Prototyp noch nicht betätigt. Das Rad war jedoch schon mit dem Vorderrad lenkbar und ermöglichte so das für Fahradfahrer_innen typische balancierende Lenken, welches den Grundstein für die baldige Karriere des Zweirades legen sollte.

Wer jedoch zum ersten Mal die Füße vom Boden nahm und in die Pedale trat, ist wiederum umstritten. Um 1864 wurde ein US-Patent von einem Franzosen angemeldet. In Deutschland begann der Bau von Pedalfahrrädern um dieselbe Zeit. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts setzt sich das sogenannte Hochrad durch. Da jedoch die Unfallgefahr mit diesen Rädern recht hoch war, entwickelte die Firma Singer das erste Fahrrad mit einem kleinen Vorderrad. Zur selben Zeit wurde auch der typische Dreiecksrahmen für das Fahrrad entwickelt.

Bis heute entwickelt sich das Fahrrad immer weiter. Doch kann man sagen, dass es sich um eine klassische Erfindung des 19. Jahrhunderts handelt. Durch ökologische Krisen, wie Luftverschmutzung, Klimawandel und Ölkrisen, wird das Fahrrad, vor allem im Stadtverkehr immer beliebter. Das ist auch gut so, denn Fahrräder sind nicht nur elegant, sondern halten einen auch in Bewegung.


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Eins geht immer, wenn einen der Hunger packt. Egal, ob morgens, mittags oder abends in der Bar: Brezeln schmecken gut und zu jeder Tages- und Nachtzeit zu genießen. Brezeln – so scheint es- gab es schon immer und wird es auch immer geben.

Um die Brezel, Bretizella, Bretzel, Brezl, Breze, Brezn, Bretzet oder Bretzga ranken sich viele Legenden. Traditionell besteht sie zunächst einmal aus Weizenmehl, Wasser, Backhefe, Salz und Malz. Bevor die Brezel gebacken wird, taucht man sie kurz in Natronlauge. Dadurch entsteht die nach dem Backen typische glänzende Laugenschicht auf der Oberfläche der Brezel und der typische, leicht seifige Geschmack.

Es gibt keine völlig gesicherte Herkunftsquelle für die Brezel. Aufgrund des Namens geht man davon aus, dass das Wort Brezel von lateinisch bracellus oder braciccum stammt, was soviel wie Ärmchen bedeutet. Vermutlich entstand die Form aus antiken, klösterlichen Kranzbroten. Die Form soll in ihrem Ursprung ein Kind mit verschlungenen Armen darstellen. Was man jedoch sicher weiß, ist, dass die Brezel schon ziemlich alt ist. Das erste Mal wird sie 745 n. Chr. erwähnt.

Die Entstehung der Brezel hat auch viele Geschichten zu ihrer Entstehung “entstehen” lassen: So soll ein Bäcker, der gehenkt werden sollte, von seinem Herrn zu hören bekommen haben: “Back einen Kuchen durch den drei Mal die Sonne scheint, dann schenke ich Dir Dein Leben!” Der Bäcker erfand die Brezel und rettete sein Leben. Eine weitere Anekdote ist die eines bayerischen Bäckers, dem ein Blech ungelaugter Brezen („Brezen“ wird im bayerischen allgemein für “Gebäck” verwendet) in die eigentlich für die Reinigung von Geräten vorgesehene Natronlauge fiel. Er buk die Brezen trotzdem. Dadurch erhielt die Brezel die ihr typische Farbe und den Geschmack.

Brezeln erfreuen sich bis zum heutigen Tag großer Beliebtheit. Nicht nur die Laugenbrezel, sondern auch andere Formen von Brezeln sind weit verbreitet. Vor allem zu festlichen Anlässen, wie das Oktoberfest werden Unmengen an Brezeln konsumiert. Kein Wunder, das Ding schmeckt ja auch toll, vor allem zu einem kühlen Weißbier!


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Pullover, Pullunder, Overall: Alles englische Wörter für Kleidungsstücke. Klar, jeder hat sie im Schrank liegen, die Pullover, manch einer sogar einen Pullunder und ich sogar einen Overall, besser gesagt, einen Blaumann, der vom vielen Streichen nicht mehr ganz so blau ist. Nur wie ist das denn mit Pullover und Pullunder? Seit wann ziehen wir die Dinger eigentlich an?

by LollyKnit flickr

In den deutschen Sprachsatz ging das Wort “Pullover” schon 1817 ein. Selbst die härtesten deutschen Sprachfanatiker haben es nicht geschafft diesen Anglizismus aus der deutschen Sprache fernzuhalten. Dementsprechend gibt es auch kein deutsches Wort für Pullover, schließlich sagt man nicht “Ärmeloberkleid” oder “Schließjoppe”.

Lange Zeit galt der Pullover als unvereinbar mit der konventionellen Mode des 19. Jahrhunderts – die Zeit, in der er populär wurde. Erst mit dem Aufkommen der Sportmode wurde auch der Pullover salonfähig. Reiten, Golf und Auto fahren, waren Sportarten der Oberschicht, die sich in ihren Sportdresses auch in den Rauchsalons der Metropolen zeigten. Auch die Reformbewegungen, gekoppelt an Industrialisierung und Urbanisierung, machten den Pullover populär. Die Reformbewegung propagierte einfache und demokratische Lebensweise für alle: Der Pullover passte als Symbol gut zu dieser Ideologie.

In den 50er Jahren wurde der Pullover Symbol für Existenzialisten und Intellektuelle, die vor allem Rollkragenpullover trugen. Der Rollkragenpullover wurde ab dann auch ohne Krawatte zum Jackett getragen und prägte damit eine ganze Generation von Studenten. Der selbstgestrickte Pullover wurde vor allem in der ökologischen Bewegung der 70er Jahre zum Symbol. Gerade grobgestrickte Pullover wurden häufig getragen und werden noch heute oft mit ökologischen Lebensweisen assoziiert.


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Mit meinem Walkman liege ich auf dem Bett und höre immer wieder das Intro zu “Final Countdown”. Aus dem Tagebuch meiner Kusine, 1983

Die U-Bahn in Berlin fährt endlich wieder. In gewohnter Manier lasse ich mich in die U 7 am Rathaus Neukölln in einen der Sitze plumpsen. Neben mir hockt ein pickeliger 16-jähriger, der so laut Musik hört, dass die ganze Bahn mithören kann. Macht nichts, denn ich hab’ ja auch so ein Ding in meiner Tasche. Fürsorglich verstöpsele ich meine eigenen Gehörgänge und lasse mich zum Klang der Musik durch den Tunnel zum Mehringdamm fahren.

Als es noch keine MP3-Player gab, hatte man portable CD-Player, eine recht -sagen wir- bescheidene Erfindung, an die man nur noch mit rotem Kopf zurückdenken kann. Doch davor gab’s den Walkman, und das – darin sind sich Wissenschaft., Gesellschaft und Prekariat einig- war ein Hammerteil!

Der Walkman, ein von Sony geschützter Begriff, kam erstmals 1979 als sogenanntes “kassettenbasiertes tragbares Abspielgerät von Musik” auf den Markt. TPS-L2 hieß dieses Hammermodell, ein echter Knochen, ein Riesenquader aus Plastik, gern in blau oder rot. Den Look der dazugehörenden Kopfhörer prägten vor allem die Schaumschützer in Knallorange. Eine absolute Besonderheit war der doppelte Kopfhörereingang, der ermöglichte das zwei Personen gleichzeitig Musik hören konnten.

by uuuyeah flickr

Der Sony-Walkman wurde in den 80er Jahren zu einem Konsumgut, das vor allem die urbanen Jugendkulturen prägte und bis heute eng mit deren Erinnerungen verknüft ist. Ähnlich, wie das Skateboard oder die Jeanshose ist der Walkman in seiner Zeit um 1980 ein Zeichen für Rebellion, Subkultur und Rock’n Roll gewesen. Der britische Kulturanthropologe Stuart Hall hielt den Walkman für kulturell so bedeutsam, das er gleich ein ganzes Buch darüber schrieb.by idogcow flickr

Keiner der Nachfolger vom Kassetten-Walkman, sei es der CD-Walkman, der Mini-Disc-Player oder der Mp3-Player, haben jemals den Kultstatus erreicht, den der klassische Walkman auslöste. Wen wundert’s? Das blaue Ding ist und bleibt einfach rattenscharf. Echte 80er-Fans und Nostalgiker_innen mit großer Kassettensammlung können sicherlich das eine oder andere Originalgerät noch bei Ebay ersteigern und in alten Erinnerungen schwelgen. Ich wünsche wohlwollend: Viel Spaß!


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Noch nie war der Mensch so vielen Bildern ausgesetzt, wie in der heutigen Zeit. Egal ob in Zeitungen, Zeitschriften, im Fernsehen, Kino oder im Internet: Das Bild beherrscht unsere Kultur und wirkt auf unser Bewusstsein ein, wie nie zuvor. Vor allem die Fotografie hat die Welt der Bilder revolutioniert, denn nie zuvor war es so einfach in so kurzer Zeit Bilder aufzunehmen und zu reproduzieren.

Fotos werden in der Regel mit einer Kamera aufgenommen. Der Begriff “Kamera” stammt von “Camera obscura”, die “dunkle Kammer”, ab. Sie existiert bereits seit dem 11. Jahrhundert und wurde zum Beispiel von Astronomen eingesetzt. Die Camera Obscura hat im Gegensatz zu modernen Kameras keine Linse, sondern nur ein kleines Loch, das als Projektionsfläche dient. Durch dieses Loch fallen Lichtstrahlen auf eine Projektionsfläche, und damit konnten somit schon im Mittelalter abgezeichnet werden.

Die erste Fotografie im heutigen Sinne wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert von Joseph Nièpce angefertigt. Er war der erste, der mit der Camera Obscura Bilder auf Chlorsilberpapier festhalten konnte. Louis Jacques Mondé war jedoch derjenige, der dieses aufgenommene Bild mit einer Kochsalzlösung auch fixieren konnte – dies war Nièpce nicht gelungen.

by Bird Eye ( flickr

In Deutschland erschien das erste gerasterte Foto 1883 in der Leipziger Wochenzeitschrift “Illustrirte Zeitung“. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Fotografie rasant weiter. Bald war es möglich in Fotostudios Portraits oder Familienfotos aufnehmen zu lassen, eine Gewohnheit, die das bis dahin übliche Malen von Portraits ablöste.

Zunächst waren Fotografien nur Unikate und konnten nicht vervielfältigt werden. Dies änderte sich mit dem Positiv-Negativ-Verfahren, das eine beliebige Vervielfältigung von Fotos ermöglichte. Die Positiv-Negativ-Fotografie beherrschte das 20. Jahrhundert und wurde Ende des 20. Jahrhunderts durch die Digitalfotografie abgelöst.


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Das große Cover meiner Lieblingsplatte liegt in meinen Händen: “Ten” von Pearl Jam. Langsam hole ich die mit Zellophan perforierte Plattenhülle heraus. Als ich das schwarze Vinyl aus der Hülle schiebe, knistert leise das Papier. Ich halte die Platte nun zwischen meinen Fingerspitzen und blicke über die berillte Oberfläche. Sachte puste ich über die schwarze Fläche, lege das Wahnsinnsding auf den Plattenspieler, hebe die Nadel an und lasse sie sanft auf den Rand der rotierenden Scheibe fallen. Jetzt kommt das schönste Geräusch der Welt: Knack! Die Musik beginnt…

Record by Timothy Lloyd

Als “Schallplatte” bezeichnete schon Emil Berliner, ihr Erfinder sie: Die Schallplatte. Ihren “Schall” erzeugt sie durch eine spiralförmige Rille, die zur Mitte der Platte verläuft, und die während es Abspielens mit der Schallplattennadel -einem speziellen Tonabnehmer- abgetastet wird. Deren Schwingungen werden anschließend über die Lautsprecher abgespielt . So lässt sich (zugegebenermaßen sehr vereinfacht) der Prozess schildern, der die Musik schließlich in unseren Ohren klingen lässt.

Emil Berliner, der sich viele Jahre mit dem Phonografen von Edison befasst hatte, entdeckte eines Tages in seinem Labor das unglaubliche Potenzial des Phonographen für die Unterhaltungsindustrie. Dabei entwickelte er, anstelle der Walze von Edison, eine Glasplatte, in die er mechanische Schwingungen in Form von Rillen einritzte. Diese Platte überzog er mit Ruß und fertigte daraus einen Negativabdruck, der ihm die Vervielfältigung dieser Platte erlaubte. Im Mai 1888 präsentierte Berliner zusammen mit dem von ihm erfundenen Grammophon das geeignete Abspielgerät für seine “Platten”.

Ein Jahr später begann Berliner mit der Serienproduktion von Schallplatten. Ab 1900 verbreitete sich die Schallplatte in ganz Europa und wurde zusammen mit dem Grammophon zu einem großen kommerziellen Erfolg. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das relativ teuere Schelllack, das bei der Herstellung der Platten verwendet wurde, durch Vinyl ersetzt.

In den 60er bis 80er Jahren waren Schallplatten DER Tonträger für Musik und prägte eine ganze Generation von Musikliebhabern. Alben, wie Pink Floyd’s “The Wall” oder die Schallplatten der Beatles und Rolling Stones verbreiteten sich auf der ganzen Welt. Heute sind sie wertvoller denn je, vor allem bei Sammlern. Denn durch die CD ist die Schallplatte erfolgreich vom Markt verdrängt.

Jammerschade. Denn so schön, wie eine Schallplatte kann doch keine CD der Welt knistern!


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Was müssen das für skurrile Zeiten gewesen sein, in denen es noch keine abspielbare Musik gab? Kann man sich als Ghettoblaster-Kind der 80er gar nicht vorstellen! Da lernten junge Mädchen aus gutbürgerlichem Hause nicht nur französisch, sondern auch Klavier spielen und singen. Denn, was für heute gilt, galt auch für damals: Was gibt es schon Unterhaltenderes als Musik? Und da es weder Stereoanlagen noch I-Pods gab, musste man halt selbst Musik machen. Doch dann kam das Grammophon…

gramophone by Taras Kalapun flickr

Der Mensch, der das Grammophon erfand, war Emil Berliner, der um 1800 in Hannover geboren später in die USA auswanderte. Er erfand nicht nur das Grammophon, sondern auch die dazugehörige Schallplatte. Das Grammophon ist als Nachfolger des von Edison erfundenen Phonographen zu verstehen, und ist außerdem der Vorreiter des Plattenspielers. Handelte es sich beim Phonographen um ein Gerät das lediglich zur Sprachaufnahmen diente, spielte das Grammophon Musik ab. Dabei verwendete Emil Berliner eine runde Platte als Tonträger. Diese ersten Musiktonträger, auch bekannt als Schelllackplatten, wurden mechanisch betrieben und hatten den großen Vorteil, das sie austauscht werden konnten. Bei der Entwicklung der Schellackplatten entwickelte Berliner ein recht kompliziertes Verfahren. Das Material aus denen er die Schallplatten produzierte, bestand nicht nur aus Schelllack, sondern auch aus einer Mischung aus Steinmehl, Kohlestaub und Tierhaaren.

Berliner gründete nach der Erfindung des Grammophons die „Deutsche Grammophon“, wo er seine Schallplatten vermarktete. Damit kann man Emil Berliner ohne Umschweife als ersten Schallplattenlabel-Begründer bezeichnen, was soviel bedeutet, wie: Emil Berliner rockt!


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Man steht vor dem Kleiderschrank und weiß nicht, was man anziehen soll…zur Party, zum Date, zur Arbeit. Doch!Denn eins geht inzwischen wirklich immer: Ich spreche von der Jeans. Jeans, dieses wundersame Stück Stoff, das die komplette Modewelt auf den Kopf stellte.

1850 ging der Franke und Stoffhändler Levi Strauss nach San Francisco. Zu dieser Zeit herrschte dort absolutes Goldgräberfieber. Strauss erkannte etwas: Die Goldgräber brauchten anständige, robuste Hosen, um Gold zu graben. Also begann Levi Strauss eine Goldgräberhose zu schneidern. Dazu verwandte er einen Hosenschnit, der ursprünglich aus dem italienischen Genua in die USA gekommen war. Der französische Name “Genes” für Genua, hieß in den USA “Jeans”. Diesen Schnitt verarbeitete er mit dem Stoff “Serge de Nimes”, dem heute als Jeans bekanntem Stoff, der aus der französischen Stadt Nimes kam, und in seiner Kurzform Denim hieß. 1873 ließ Levis Strauss seine Jeanshose patentieren.

by arquera flickr

Europa erreichte die amerikanische Jeanshose erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch die amerikanischen Alliierten. Ab 1948 wurde die Jeanshose dann auch in Europa hergestellt. Die erste Jeanshose für Frauen erschien 1953.

In der Nachkriegszeit wurde die Jeanshose sowohl in den USA als auch in Europa zu einem Jugendsymbol, und mit dem Aufkommen jugendlicher Subkulturen wie den Rockabillies und Punks erfuhr die Jeanshose je nach Zugehörigkeit verschiedene Wandlungen. So trugen die Rockabillies ihre Blue Jeans mit Ledergürtel und hochgekrempelten Hosenbeinen während die Punks in England sie mit Chlormitteln bleichten und sich Nietengürtel umbanden.

Bis heute reißt der Trend der Jeanshose nicht ab, und ist kaum aus unseren Kleiderschränken wegzudenken. Oder würdet Ihr Euch etwa freiwillig von Eurer Lieblingsjeans trennen? Ich nicht!


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Neulich beim Blumen umtopfen: Klong! Blume, samt Blumentopf und Erde fallen mir auf den Boden. Nicht weiter tragisch, denn mit dem Staubsauger ist das ganze Malheur in Sekunden weggesaugt. Eine tolle Erfindug, dieser Staubsauger! Also: Wer hat’s erfunden?

Vacuum cleaner by yospyn flickr

Die Erfindung des Staubsaugers geht Hand in Hand mit der Einführung des Teppichbodens. Denn bis der sich nicht durchsetzte, wurde weiter mit dem Besen gekehrt.

Wer genau den Staubsauger erfunden hat, ist unklar. Mehre Personen spielen bei der Geburt des Staubsaugers eine Rolle. Mitte des 19. Jahrhundert gibt es ein erstes Patent auf Melville und Anna Bissell, die ein Gerät erfanden, das man auf einen Pferdewagen montierte und dann mit Hand betrieb.

Die zweite Person war Hubert Booth, der sich in England darüber wunderte, das die Sitze in den Zügen “abgeblasen” wurden, statt den Schmutz in ein Gerät einzusaugen. Booth patentierte seine Idee, Erfolg hatte er jedoch damit nicht.

Erst der amerikanische Hausmeister James Spengler hatte Erfolg mit seiner Erfindung. Er baute 1906 aus einem Ventilator ein Gerät, das einen Sog verwendete. Die Erfindung wurde 1908 patentiert. Draufhin verkaufte Spangler die Idee seinem Cousin, der Leiter Firma “Hoover Harness and Leather Goods Factory”, war. Hoover wurde zu einer der führenden Firmen für Staubsauger, und ist dies in weiten Teilen Großbritanniens noch heute. Darauf weist der Ausdruck “doing the hoovering”, der in England für “staubsaugen” verwendet wird, hin.

Doch bis Ende des Zweiten Weltkrieges waren Staubsauger absolutes Luxusgut. Erst danach begannen sie langsam an, sich durchzusetzen.


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