Die Autotypie ist ein Reproduktionsverfahren zur Herstellung von Klischees für die Anwendung beim Buchdruck und wurde um 1880 von Georg Meisenbach entwickelt.

Autotypie ©flickr.com / History of the Book / Typography, Amsterdam
Die im 19. Jahrhundert von der Autotype Company in München veranlasste Patentanmeldung zur Autotypie (ins Deutsche oft mit Selbstschrift übersetzt) wurde am 9. Mai 1882 als deutsches Reichspatent Nummer 22244 anerkannt. Zurück geht das fotografische und chemische Reproduktionsverfahren zur Herstellung von Klischees als Druckform für den Buchdruck auf den Erfinder Georg Meisenbach, der sein Verfahren in den Jahren 1881 und 1882 noch verbesserte.
So traurig es ist, gehört er doch seit jeher zu den treibendsten Motoren der Entwicklung und Forschung überhaupt: der Krieg.

Maschinengewehr ©flickr.com / gurkie2000
Ob zur Verteidigung oder zum Angriff – der Bedarf an immer neueren und besseren Technologien ist ob der Konkurrenzfähigkeit der eigenen Nation eine nie stillbare Forderung – immerhin ist es zumeist der Fortschritt und die Stärke der Waffen, die einen Krieg zwischen Menschen entscheiden.
So kam es im 19. Jahrhundert neben der Erfindung des Sprengstoffs unter anderem auch zu der Entwicklung des Maschinengewehrs von dem in den USA geborenen, britischen Erfinder Hiram Maxim.
In bunten Farben schweben sie heute nicht selten als Werbebanner über unseren Großstädten, manchmal dienen sie auch einfach nur einer netten Luftfahrt für die luftige Touristenaussicht.

Heißluftballon ©flickr.com / bistvan19
Der Ballon funktioniert letztlich nach dem archimedischen Prinzip “leichter als Luft”. Die Verringerung des Gewichts und damit ein Aufsteigen der Ballonmasse wird dadurch erreicht, dass ein großes Luftvolumen innerhalb des Ballons erwärmt wird. Dadurch reduziert sich das spezifische Gewicht. Dieser Gewichtsverlust des erwärmten Luftvolumens lässt sich als Gesamtgewicht des Ballons verstehen (also alles, was Hülle, Korb, Seile und Nutzlast auf die Waage bringen).
Radioaktivität – für viele Inbegriff von Bedrohung, Krieg und Krankheit. Doch Radioaktivität ist mitnichten nur eine von Menschenhand erschaffene Eigenschaft.
Radioaktivität versteht man als eine Eigenschaft bestimmter, instabiler Atomkerne, die sich ohne Stattfinden einer äußeren Einwirkung in andere Atomkerne umwandeln und dabei Energie in Form von ionisierender Strahlung (Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlung) frei lassen. Dabei besteht die Alpha-Strahlung aus den bei der Spaltung entstehenden Atomkernen des Elementes Helium und kann bereits durch ein Blatt Papier absorbiert werden. Diese Strahlung ist für Menschen schädlich, wenn sie auf die Haut trifft oder in den Körper aufgenommen wird.
Als bandförmige Aufhellung des Nachts wurden die Auswüchse unseres Milchstraßensystems zum ersten Mal erst 1609 durch Galileo Galilei entdeckt.

Milchstraße ©flickr.com / Pinksheep07
Als hervortretende Symmetrieebene des Milchstraßensystems umspannt ein weißer Schleier längs eines Großkreises die Himmelskugel. Die Milchstraße ist ein Sternensystem im Typ einer Balkenspiralgalaxie und Heimat des Sonnensystems, in dem auch unsere Erde ihre Bahnen zieht.
Betrachtet man sich den Himmel mit dem bloßen Auge, sind hin und wieder Erscheinungen wie im obigen Bild zu sehen. Mit einem quer über den Nachthimmel gezogenen, milchigen Pinselstrich macht sich ein Teil der Milchstraße uns sichtbar.
Weniger als eine Erfindung denn als eine Entdeckung ist das Thema der Kontinentalverschiebung zu sehen. Auf die Grundlagen des deutschen Meterologen, Polar- und Geowissenschaftler, Alfred Wegener, stützt sich heute die Theorie der Plattentektonik.
Seine Theorie der Kontinentalverschiebung, welche sich vor ziemlich genau 100 Jahren im Herbst 1911 langsam als Idee festsetzte, wurde erst postum anerkannt und zur Grundlage des heutigen Modells der Plattentektonik gemacht. Er war seiner Zeit nicht der einige, der über den ähnlichen Kurvenverlauf der südamerikanischen Ostküste und der afrikanischen Westküste stolperte. 1911 aber stieß der Geowissenschaftler Alfred Wegener zufällig auch auf die paläontologischen Zusammenhänge zwischen dem südamerikanischen und den afrikanischen Kontinent.
Als Urvorfahr von Gutenbergs beweglichen Lettern ging die Litografie als ältestes Flachdruckverfahren im 19. Jahrhundert in die Geschichte ein.
Im 19. Jahrhundert gehörte die Lithografie zu den meistverwendesten Drucktechniken für farbige Druckergebnisse. Dabei kommt Litho von der altgriechischen Abstammung “lithos” und bedeutet Stein, grafie/graphie kommt vom altgriechischen Wort “graphein” und trägt die Übersetzung schreiben. Es erklärt sich folglich, was dahinter steckt: zumeist ist die Lithografie eine Steinzeichnung, welche als Druckvorlage zur Vervielfältigung durch das sogenannte Steindruckverfahren dient.
Wissenschaftler und Ärzte hatten schon recht früh erahnt, dass der Körper über gewisse Botenstoffe verfügt, welche als Informationsvermittler für die Organe fungierten. Bis die Entdeckung aber nachweislich und spruchreif war, verging viel Zeit..

Hormones ©flickr.com / blonde bird Jo
1902 gelang den beiden englischen Physiologen Ernest Henry Starling und William Maddock Bayliss ein großer Schritt im Bereich der Hormonforschung. Damals konnten sie zeigen, dass die Bauchspeicheldrüse, selbst wenn man alle zu ihr führenden Nerven durchtrennte, noch immer funktionierte. Grund dafür ist die Absonderung von Verdauungssubstanzen, sobald der Mageninhalt in den Darm gelangt. Auf diese Weise entdeckten die beiden Wissenschaftler den humoralen Botenstoff Sekretin.
“Ein Gläschen geht noch, dann ist aber wirklich Schluussss!” – am Abend ab 20 Uhr dürfte dies wohl einer meiner meist gesprochensten Sätze sein. Hachja, der liebe Champagner…
Und wieder geht es um Alkohol (aber wir werden ja keine voreiligen, unwiderlegbaren Rückschlüsse auf die Autorin ziehen, nicht wahr?). Wo wir uns gerade noch mit dem Alltagseinerlei-Gesöff des Bieres auseinandersetzten, geht es heute schon um ein etwas stilvolleres Getränk. Eines aber eint beide: sowohl beim Bier als auch beim Champagner mischten die Frauen mächtig mit – woran das wohl liegt, meine Herrschaften?
Weibliche Erfinder kommen häufiger vor als man es zwischen den großen Innovationskünstlern Smith, Zeppelin und Planck allgemein wahrnimmt. In unserer Reihe “Erfinderinnen” setzen wir einen Fokus auf die Frauen im dominiert männlichen Wirkungsgebiet.
In Zeiten, in denen etwa 60% der deutschen Bevölkerung laut Angaben des Kuratoriums Gutes Sehen Berlin (KGS) eine Brille tragen und ein verhältnismäßig hoher Anteil von diesen sie auch tatsächlich braucht, gehört für viele Ganztags-Träger der morgendliche Griff zur Brille zur ersten Aktion des Tages – gezwungener Maßen, sonst winkt der Tritt gegen die nächste Kante unter Garantie. In der Tat, hier sprechen schmerzliche Erfahrungswerte.
Dass Menschen ab einer Dioptrien von 3+ sich dabei keinen Armbruch holen, haben wir heute der Glaschemikerin Marga Faulstich (1916 – 1998) zu verdanken.