Auf der iENA Erfindermesse in Nürnberg stand in diesem Jahr die junge Generation im Mittelpunkt. Zahlreiche Schüler stellten Ihre innovativen Erfindungen vor und Fachleute beratschlagten über die Möglichkeiten den Erfindungsdrang von Kindern zu fördern.
Die iENA Erfindermesse ist auch in diesem Jahr mit einer erstaunlichen Bilanz zu Ende gegangen. 800 Erfindungen von Ausstellern aus 37 verschiedenen Ländern wurden vorgestellt. Von Innovationen in den Bereichen Spiel und Sport, über Energietechnik und Umweltschutz, bis hin zu Medizin und Chemie – für jeden Besucher war etwas dabei!
Lebensmittel mit Heilversprechen – können im Labor entwickelte Lebensmittel uns künftig die ein oder andere Pille aus der Apotheke ersparen? Oder schaden sie stattdessen unserem Körper mehr als dass sie ihm nutzen? Wir haben für Sie recherchiert.
Lebensmittel mit Heilversprechen gibt es bereits auf dem deutschen Markt zu kaufen. Man denke da z.B. nur einmal an den Activia Joghurt von Danone, der die Verdauung unterstützen und das lästige Ziehen in der Magengegend unterbinden soll. Bald schon sollen Lebensmittel aber noch ganz andere Wunder im Haushalt vollbringen. Was ist dran am Heilversprechen der neuartigen Lebensmittel? Können Sie und tatsächlich vor Schnupfen, Schlaganfall und zu hohem Cholesterin-Spiegel schützen?
Der britische Unternehmer Henry Cort führte 1783 das mechanische Walzverfahren in die Eisenproduktion ein und legte damit den Grundstein für das Puddle-Verfahren, mit dem aus Roheisen Schmiedestahl gewonnen werden konnte. Das Verfahren wurde letztendlich 1784 entwickelt und sorgte für eine entscheidende Qualitätsverbesserung von Eisen. Cort hatte bemerkt, dass Kohlenstoff, der in Roheisen enthalten ist, verpufft, wenn er mit Luft in Berührung kommt.
In speziellen Öfen, den Puddelöfen, lässt man Verbrennungsgase, die mit Sauerstoff versetzt sind, über das Flüssigeisen streichen, wodurch der darin enthaltene Kohlenstoff sowie Schwefel und andere Verunreinigungen verbrennen. Während dieses Prozesses muss ein Arbeiter (Puddler) das Eisen ständig umrühren (engl.: to puddle). Anschließend wird das Eisen aus dem Ofen genommen.
Die Puddle-Technik gilt als eines der ältesten Verfahren zur Gewinnung von Stahl und hatte während der Industrialisierung eine sehr große Bedeutung. So wurde es unter anderem zur Herstellung von Dampfmaschinen genutzt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war die Anwendung des Puddle-Verfahrens gebräuchlich.
Das Verfahren ist dafür bekannt, dass weiterlesen »
Der Gregorianische Kalender wurde nach Papst Gregor XIII benannt. Diese Kalender ist fast weltweit gültig und wurde zum Ende des 16. Jahrhunderts entwickelt. Er wurde jedoch erst 1582 dekretiert, durch die päpstliche Bulle Inter gravissimas. Zudem löste der Gregorianische Kalender viele Kalenderformen ab.
Die Türkei war das letzte Land, welches sich erst 1926 auf den Gregorianischen Kalender umstellte. Diese „neue“ Form der Datumsanzeige lag in den sich häufenden Problemen der christlichen Osterrechnung, welche bis dato nach dem Julianischen Kalender errechnet wurde.
Jedes Jahr am 9. November findet der Tag der Erfinder statt. Zu Ehren der schlauen Köpfe wurde vom Berliner Unternehmer und Erfinder Gerhard Muthenthaler ‘Der Tag der Erfinder’ ins Leben gerufen. Er will damit an die Erfinder der Vergangenheit erinnern und den Denkern und Kreativen unserer Zeit den gebührenden Respekt zu zollen.
‘Am Tag der Erfinder soll uns bewusst werden, dass alles was uns umgibt, jeder Gegenstand und jedes Produkt ihren Anfang in der Idee hatte. Erfinder haben unserer Welt zu mehr Positivem verholfen als Politiker oder Feldherren.’ so Gerhard Muthenthaler auf der Onlineplattform des Erfindertages.
Jeden Jahr wird ein bestimmter Erfinder, ein Unternehmen oder eine Branche für ihre Ideen oder Leistungen geehrt. Wo viele berühmte Erfinder in der Vergangenheit oft alleine dastanden und belächelt wurden, finden sie heute eine Chance auf Anerkennung. Gute Ideen sind nicht immer auf Anhieb zu erkennen und doch gute Ideen setzen sich trotz aller Gegenwehr durch, weil sie nämlich funktionieren.
Der Tag der Erfinder wird aber nicht nur in Deutschland gefeiert. Auch in anderen Ländern gibt es bereits einen solchen Ehrentag an anderen Tagen im Jahr. In Europa wird am 9. November, dem Geburtstag der Erfinderin und Hollywoodschauspielerin Hedy Lamarr, der Tag der Erfinder begangen. weiterlesen »
Was haben Lotusblätter mit Fensterscheiben zu tun oder Spinnenfäden mit Militärkleidung? Mehr als man denkt. Denn vieles, was so tagtäglich erfunden wird, basiert auf Mechanismen, Fertigkeiten und Merkmalen der Natur. Viele Dinge, die erfunden werden, machen sich spezielle Eigenschaften von Pflanzen oder Tieren zum Vorbild – ja- ein Großteil aller Erfindungen wäre ohne das Abgucken aus der Natur gar nicht denkbar. Diese Wissenschaft nennt man Bionik.
Die Bionik ist ein interdisziplinärer Bereich, der sich nicht nur auf die Naturwissenschaften beschränkt, sondern mit dem sich auch Philosophen, Architekten oder Designer beschäftigen. Dabei handelt es sich jedoch keineswegs um ein neues Forschungsfeld. Schon Leonardo da Vinci schaute sich für seine Erfindungen vieles aus den Vorbildern der Natur ab und gilt deswegen auch als historischer Begründer der Bionik.
Auch wenn man heute erst von einer konkreten Wissenschaft der Bionik spricht, basieren viele Erfindungen auf dessen Prinzipien. Sowohl die Gebrüder Wright, als auch Otto Lilienthal betrachteten lange Zeit den Flug von großen Vögeln, bevor sie ihre Flugzeugprototypen entwarfen. Allerdings war zu dieser Zeit noch nicht definiert, was Bionik genau ist. Die Erfinder arbeiteten also unbewusst mit den Hilfsmitteln der Bionik.
Die Bionik bedient sich inzwischen einer reglementierten Methode, mit der man versucht so effizient wie möglich zu arbeiten. Zunächst wird das Problem definiert, dann sucht man anschließend nach Analogien in der Natur. Diese Vorbilder in der Natur werden analysiert. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse versucht man schließlich das Problem zu lösen.
Berühmte Beispiele für die Anwendung der Bionik sind das Flugzeug, der Fallschirm, der Klettverschluss oder auch der Autoreifen. Beim Autoreifen waren die biologischen Beispiele etwa Katzenpfoten, die sich beim Richtungswechsel verbreitern und deswegen mehr Kontaktfläche zum Boden haben.
Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm jede Menge nette Feste, die wesentlich entspannter zu ertragen sind, als Ostern oder Weihnachten. Herbst, das heißt die Tage werden kürzer, die Blätter verfärben sich, die Ernte wird eingeholt und auf den Feldern im Umland knistert Sommerlaubfeuer.
Feste, die damit in Verbindung gebracht werden sind vor allem Halloween, Erntedank und das St. Martins-Fest, wo ich als Kind schon Wochen vorher in der Grundschule an meiner Martinslaterne herumgebastelt habe. Doch woher stammen diese ganzen Feste oder anders gefragt: Hat sie jemand erfunden und wenn ja wer?
Das Erntedankfest ist ein traditionell westliches Fest bei dem ursprünglich Gott für die herbstlichen Gaben gedankt werden soll. Der Ursprung reicht bis in die vorchristliche Zeit zurück. Auch im Judentum und im Römischen Reich kennt und kannte man das Erntedankfest. Auch wenn es sich um kein klassisch christliches Fest handelt, akzeptiert die katholische Kirche den Erntedankbrauch. Oft findet man im Herbst Opfergaben und Schmuck in einigen kirchlichen Gemeinden, vor allem auf dem Dorf.
Halloween wird traditionell am Abend vor Allerheiligen im November gefeiert. Die Bezeichnung stammt urspürnglich von „All Hallows Even“ und der Brauch wurde von den irischen Einwandern mit in die USA genommen, wo er fester Bestandteil des Festkalenders ist. Nach Europa kam das Fest dann in einer sehr kommerzialisierter Weise. Kinder wandern von Tür zu Tür und bitten um Süßigkeiten.
Hier hat der Halloween-Brauch etwas mit dem St. Martinsbrauch gemein. Ach hier ziehen Kinder im November mit ihren Laternen durch die Straßen, klingen in ihrer Nachbarschaft und bekommen Süßigkeiten. Der 11. November ist der Namenstag des heiligen Martin, der im Mittelalter aufgrund seiner heroischen Taten heilig gesprochen wurde. So teilte er an einem Tag seinen Mantel mit einem Bettler, der seinen Weg kreuzte. Die Martinslieder, die die Kinder in vielen Regionen Deutschland, Österreichs und der Schweiz singen, zeugen von dieser Überlieferung. Oft werden die Kinder deswegen von einen Reiter auf ihren Umzügen begleitet.
Die Sonne scheint, alles blüht, auf dem Wochenmarkt gibt es den ersten Spargel und Erdbeeren: Der Frühling ist endlich da! Plötzlich ist die Stadt wieder voller schöner Menschen, die sich aus ihren Winterklamotten und -stiefeln geschält haben und nun leicht bekleidet das Stadtbild verschönern.
An den Füßen setzt sich der Trend der letzten zwei Jahre fort. Die Ballerina tanzt wieder auf dem Frühlingsparkett und ist trotz 80er Jahre-Mode so zeitlos schön, wie eh und je. Wen wundert’s, schließlich blickt die Ballerina auf eine fast 50-jährige traditionsreiche Geschichte zurück.
Die Geschichte der Ballerina beginnt in den 50er Jahren bei niemand wenigerem als bei der Schauspielerin Audrey Hepburn. Audrey Hepburn wollte eigentlich Ballettänzerin werden. Sie absolvierte eine Tanzausbildung, hatte aber wegen ihrer Größe von 1,80 m keine wirklichen Chancen als Tänzerin erfolgreich zu werden. Sie wechselte ins Schauspielfach und ließ sich für ihre Rolle in “My Fair Lady” in Anlehnung an ihren Traum als Ballerina von dem Modedesigner Salvatore Ferragamo den Ballerina-Schuh entwerfen.
Vor einigen Jahren wurde die Ballerina dann von Mode-Ikone Kate Moss wiederentdeckt, die sie mit der Röhrenjeans der 80er Jahre kombinierte und damit einen völlig neuen Look kreierte, der die Retro-Mode der 80er mit dem femininen Audrey Hepburn-Stil verband.
Der Trend wird sich diesen Sommer fortsetzen und hat zumindest einen Vorteil: Ballerinas sind extrem bequem und schonen die ansonsten gequälten High-Heel-Füßchen manch modebewusster Frauen!
Wer schon eine patentfähige Erfindung vorzuweisen hat, möchte sie natürlich auch schützen. Damit nicht jeder bei jedem abkupfern kann und das Besitzrecht des Gedankenguts durch das Recht des Stärkeren ausgetragen werden muss, gibts es das Patent.
Das erste Mal im 13. Jahrhundert in England angewendet, kann man sich heutezutage jede eigene Erfindung patentieren lassen. Wie es geht, wo man es macht und was man beachten muss, wissen leider nur die wenigsten und scheuen daher den Gang zum Patentamt. Dabei ist alles nur halbso schlimm, wie man denken könnte.
Alles beginnt mit dem Ganz zum Deutschen oder auch zum Europäischen Patentamt. Für die Schweizer und Österreicher gibt es selbstverständlich das landestypische Equivalent. Der Sitz des Deutschen Patentamtes ist in München mit Zweigstellen in Jena und Berlin. Dort kann man eine Patentanmeldung stellen. Wem ein nationales Patent nicht reicht, kann dort auch die internationale Version nach dem Patent Cooperation Treaty beantragen. Damit schützt man sein geistiges Eigentum immerhin im 130 Ländern weltweit.
Die Verfahren haben eines gemein. Die Patentbehörde recherchiert den aktuellen Stand der Technik und gleicht es mit der vermeindlichen Neuerung ab. Dabei geht es hauptsächlich um die Punkte
1. Neuerung - Ist das Produkt noch nie in dieser oder einer stark ähnlichen Form patentiert worden?
2. Erfinderische Tätigkeit – Kommt ein Fachmann im Wissen des Stands der Technik ohne weiteres auf den Anmeldegegenstand?
3. Klarheit – Ist der Schutzumfang des Gegenstandes genau festgelegt?
Dabei hat der Anmeldende jederzeit das Recht, genauer zu spezifizieren. Es wird also nicht eine unabänderliche Entscheidung getroffen, sondern stehts Rücksprache gehalten.
Hat alles funktioniert, hat man nun zwanzig Jahre lang das Recht an dem geschützten Gegenstand. Die Schattenseite ist schnell erklärt. Ein nationales Patent ist nicht viel wert und schon die europaweite Fassung schlägt insgesamt mit rund 30.000€ zu Buche. Darin enthalten sind allerdings auch anfallenden Beratungs- und Übersetzungskosten. Daher sollte man sich gut überlegen, was man für patentwürdig hält.
Anders steht es mit dem Recht in Australien. Während hier nur neue Erfindungen patentiert werden können, kann dort alles geschützt werden, was kein Patent hat. Kein Unterschied? Dann sagen Sie das mal dem findigen Australier, der sich in den neunzigern das Rad patentieren lies…