Rot, gelb, grün, mit und ohne Geschmack, genoppt, geriffelt oder einfach Kingsize: Kondome gibt es in allen Größen und Varianten. Und das ist auch gut so. Schließlich geht es um nichts minderes als die schönste Sache der Welt (damit ist doch Sex gemeint, oder?!).
Dabei gibt es Kondome schon fast so lange, wie die Menschheit selber (soll mal noch einer sagen, Verhütung wäre ein Symbol der Postmoderne!). Die ersten Kondome wurden aus Tierdärmen und anderen tierischen Membranen hergestellt und finden sich bereits in der frühen Neuzeit. Der berühmt-berüchtigte Casanova benutzte solche Kondome. Im Zeitalter der Romantik wurden Kondome dann zur Verhütung von Geschlechtskrankheiten benutzt. Die Syphilis grassierte – das Kondom sollte vor der tödlichen Krankheit schützen.
Den Durchbruch des Kondoms verdanken wir dem Erfinder Charles Goodyear und seiner bahnbrechenden Erfindung: Der Vulkanisierung des Kautschuks. Nicht nur dem Kondom wurde dadurch der Weg geebnet, sondern auch alle anderen Materialien die aus Hartgummi hergestellt werden. Goodyear war es auch, der das erste Kondom herstellte und zwar im Jahre 1870.
1912 wurde das Kondom dann durch den Fabrikanten Julius Fromm (ja, daher das Wort „Fromm’s“!) nochmals weiterentwickelt. Er schuf das nahtlose Kondom. Ab 1930 wurde dann vornehmlich Latex zur Kondomherstellung benutzt. Dies gilt als der Durchbruch des Kondoms, wobei man sagen muss, dass die Benutzung noch lange tabuisiert und sogar verboten war, wenn sie nicht zu medizinischen Zwecken diente. So galt eine solche Regelung im religiösen Irland sogar noch bis zu Beginn der 90er Jahre!
Es gäbe noch viele, viele schöne und schaurige Anekdoten zur Geschichte des Kondoms zu berichten. Wer mehr wissen will: In Österreich gibt es ein Museum zur Verhütung. Einfach mal auf der Webseite vorbeischauen oder gleich im Museum selber;-)
Als Kind durfte ich keine Kaugummis kauen, was meine Faszination für die schmalen, grauen Streifen, die meine große Schwester genüsslich aus dem Stanniolpapier zog, um dann anschließend auf ihnen herumzukauen, nur noch multiplizierte. Irgendwann bekam ich dann auch mein erstes Kaugummi. Es hatte die Form einer runden Kugel, die man zunächst lutschen musste. Nachdem ich mich durch verschiedene Geschmacksrichtungen gelutscht hatte, kam ich an den weichen Kaugummikern, der sanft im Mund zerfiel und auf dem man dann kauen konnte.
Kaugummi sind schon aus prähistorischer Zeit bekannt. Es wurden wohl schon in der Steinzeit bestimmt Baumharze gekaut. Auch in Ägypten und im alten Rom waren Kaugummis – vorzugsweise aus Harz- bekannt. Als die Spanier nach Mittelamerika kamen, waren auch unter den Ureinwohnern das Kaugummi als Chicle bekannt, das aus dem Latexsaft des Breiapfelbaumes gewonnen wurde.
Das Kaugummi, wie wir es heute kennen, nahm jedoch erst im 19. Jahrhundert mit dem US-Amerikaner Curtis Jackson seinen Anfang. Auch er verwendete ein altes indianisches Rezept und hatte gleich durchschlagende Erfolge auf dem Markt zu verzeichnen. Der wirkliche „Kaugummi-Durchbruch“ gelang jedoch erst dem Erfinder Thomas Adams. Auch er experimentierte mit dem Grundstoff des indianischen Chicle und entwickelte daraus geschmacklose Kugeln, die er für einen Penny verkaufte.
Erst danach wurden Kaugummis mit Geschmack entwickelt. Auch hier war Adams Vorreiter. Doch 1890 stieg William Wrigley Jr. ins Kaugummigeschäft ein. Seine ersten Kreationen blieben unbekannt, doch eroberte er schließlich den amerikanischen Markt mit Wrigleys’s Spearmint und Juicy Fruit. Bis heute sind dies die bekanntesten Kaugummisorten der Welt und in praktisch jedem Supermarkt erhältlich.
Die Auswahl an Kaugummisorten ist heutzutage schier unüberschaubar. In den Supermärkten – vorzugsweise an den Kassen- tummeln sich alle möglichen verschiedenen Sorten von Zahnpflegekaugummis, über die klassischen Wrigley’s bis hin zu Hubba Bubba mit denen man besonders schöne, große Blasen machen kann. Kaugummi wird eine entspannende und erfrischende Wirkung nachgesagt. Durch die regelmäßige Bewegung des Kaumuskels entspannt man diesen, was zu einer besseren Durchblutung des Gehirns führt.
Als ich sieben Jahre alt war und jeden Morgen mit meinen Schulranzen eine Viertelstunde zur Schule lief, war das absolute Highlight auf dem Schulweg der Kaugummiautomat. Auf dem Hinweg blieb er unbeachtet, schließlich wären uns die Kaugummis von unserer Lehrerin sicherlich gleich wieder abgenommen worden. Doch auf dem Rückweg bildeten sich ganze Schulranzentrauben vor dem weltbesten Kaugummiautomaten unserer Gegend. Er war – wie alle Automaten- karmesinrot, zwei kleine Gitter vor den Plastikfenstern versteckten die kleinen bunten Kaugummikugeln. 10 Pfennig in den Schlitz gesteckt und mit etwas Glück kam der Ring mit heraus, der verheißungsvoll durch das trübe Plastikfenster glitzerte: Ein echtes Kleinod.
Und, wer hat dieses tolle Ding erfunden? Amerikaner und Holländer brachten Kaugummis und damit auch den Kaugummiautomaten nach dem Zweiten Weltkrieg mit nach Deutschland. Vielmehr ist jedoch nicht herauszubekommen. In Deutschland werden die kleinen runden Kaugummikugeln (die leicht zementartig und zuckersüß schmecken) seit 1946 betrieben, in den USA seit genau 75 Jahren.
In seinen Anfängen war der Kaugummiautomat vor allem in Kinos oder an Bartresen zu finden. Erst anschließen begann man Automaten in modifizierter Form zu entwickeln und sie an Häuserwände – gern an Schulwegen- zu hängen, wo sie bis zum heutigen Tag das Stadtbild maßgebend mitprägen.
Allerdings haben zwei Faktoren dem Kaugummiautomaten schwer zugesetzt: Die Fitness- bzw. Ernährungswelle und die Euroumstellung.
Ich sehe es noch genau vor mir: Das Brett vom vielen Spielen schon ganz abgewetzt, die kleinen Plastikkegelchen in rot, gelb, grün und blau. Meine große Schwester schnappt sich die roten Figuren, ich die blauen. Wir stellen unsere Männchen in ihre Häuschen. Ich schicke Stoßgebete zum Himmel. Bitte, lieber Gott, lass mich nicht wieder verlieren. Wer als erstes eine sechs würfelt; das Spiel beginnt. Aber bloß nicht ärgern, weil: Mensch, ärger’ Dich nicht.
So heißt es, das wohl berühmteste deutsche Brettspiel des 20. Jahrhunderts. Dabei hätte sich der Erfinder Joseph Friedrich Schmidt sich diesen Siegeszug wohl zu Anfang nicht zu erträumen gewagt. Denn da wollte seine Idee niemand kaufen. Deswegen schickte Schmidt 3 000 Exemplare seines Spieles an verschiedene Lazarette im 1. Weltkrieg. Die Verwundeten spielten und spielten und brachten nach glücklicher Heimkehr das Brettspiel mit nach Hause.
Schmidt gründete in seiner Heimatstadt Berlin einen kleinen Spielverlag, den Schmidt-Spiele-Verlag, der heute unter anderem berühmte Spiele wie Kniffel vertreibt. Seit 1914 wurden schätzungsweise 70 Millionen “Mensch ärgere Dich nicht”-Spiele verkauft. Auch wenn das Spiel ein deutsches Original ist, spielt man “Mensch ärger Dich nicht” auf der ganzen Welt. In Frankreich heißt es “T’en fais pas”, in England “Ludo”, in den USA ärgert man sich unter dem Titel “Frustration und in Spanien heißt das Spiel “Parchis”.
Selbst unter Wasser wird “Mensch ärger’ Dich nicht” gespielt. So liegt der Unterwasser-Spielrekord bei 36 Stunden. Der “reguläre” Spielrekord liegt bisher bei 121 Stunden. Das lässt sich doch bei der nächsten Spielrunde sicher toppen, oder?
Tintentod. So nicht nur einer der schlechten Fortsetzungsromane von Cornelia Funke, nein. So hieß auch der erste Tintenkiller, den die Firma Pelikan 1930 auf den Markt brachte. Und wer kennt das schlanke Stiftchen nicht? Zumindest aus der Grundschule, wo man noch mit dem Füller schreiben musste, hat man Erinnerungen an den Tintenkiller, mit dessen einer Seite man die Tinte “killen” konnte um dann mit der anderen Seite überschreiben konnte.
Der unter dem Namen “Tintentod” oder Radierwasser bekannte Stift wurde zunächst als Exemplar verkauft, in dem die Substanz als gepresster Saft im Stift enthalten war, der dann angefeuchtet werden musste. Heute haben sich die üblichen oben beschriebenen Stifte etabliert. Doch wie funktioniert das “Tinte killen” eigentlich?
Tinte ist ein organischer Farbstoff. Er enthält freie Elektronen, die von Licht angeregt werden. Die Farbmoleküle der Tinte sind von Wellen abhängig, mittels derer sie sich bewegen und dann die blaue Farbe reflektieren. Der Tintenkiller stört diese Geometrie und die Farbmoleküle können dann nicht mehr reflektieren; die Farbe verschwindet. Diese Störung funktioniert durch verschiedene Chemikalien, wie Sulfite, die im Tintenkiller enthalten sind. Das bedeutet, dass die Tinte durch den Killer nicht zerstört wird, sondern lediglich unsichtbar gemacht wird.
Dass der Tintenkiller selbst in Zeiten von Kugelschreiber & Co. nicht tot zukriegen ist, zeigt folgendes: Im letzten Jahr gewannen Schülerinnen und Schüler des Kerpener Gymnasiums einen “Jugend forscht“-Preis: Sie ersetzten die giftigen Sulfitstoffe des Tintenkillers durch Substanzen, die hauptsächlich Vitamin C erhalten, und trugen somit zu einer Verbesserung des Tintenkillers bei.
Es wird also fleißig weiter gekillert an deutschen Schulen. Da bin ich aber beruhigt. Denn der Tintenkiller ist und bleibt doch eine recht skurille Erfindung, oder?
Schon mal von der borstenfreien WC-Bürste gehört? Nee? Gibt es aber. Für alle, die sich vor Klobürstenborsten ekeln, keimfreie Klobürsten bevorzugen, Klobürsten einfach nicht schön finden oder sich gar für das Aussehen ihrer Klobürste schämen: Man kann zumindest schon die Lizenzen für die borstenfreie Klobürste erwerben, auch wenn sie noch nicht im Handel ist.
Bei der borstenfreien Klobürste handelt es sich um eine Klobürste, die statt mit handelsüblichen Borsten mit einer Art Schabersystem arbeitet. In Vierteln sind um den Klobürstenstab kleine Schabe (ähnlich denen von Teigschabern) angebracht, mit denen der Klodreck weggeschabt werden kann. Die Klo-”bürste” lässt sich durch Abziehen dann unter Wasser sehr leicht reinigen.
Auf der Webseite von www.erfindermarkt.de heißt es: “Da durch die glatte Oberflächenbeschaffenheit hier eine Art Lotusblüteneffekt besteht, haften weder Wasser, Fäkalien noch Toilettenpapier an der borstenlosen WC-Bürste. Aus diesem Grund übertragen Sie auch mit der borstenlosen WC-Bürste keine größere Keim-/ Flüssigkeitsmengen an den WC-Bürstenhalter bzw. den WC-Bürstenbehälter. Die Reinigungsflächen sind axial angeordnet, so dass die Außenform der einer handelsüblichen WC-Bürste gleicht.”
Weiter wirbt die Webseite damit, dass die borstenlose Klobürste nicht so oft nachgespült werden muss, wie die normale Klobürste, und man damit bis zu 9 Liter Wasser sparen könnte. Auch das Marktpotenzial sei gigantisch, schließlich gäbe es allein in der Bundesrepublik 9 Millionen Haushalte mit Toiletten, Gäste-WC’s nicht hinzugerechnet.
Klingt gar nicht so schlecht. Diese völlig verdreckten und verbogene Plastikborsten sind ja nicht gerade besonders anschaulich. Nur frage ich mich: Gibt es denn für die borstenlose Klobürste auch einen so unapettitlichen Untersetzer?
Jeder hat schon mal eins gemacht, behaupte ich jetzt einfach mal ganz kess. Seine Renaissance erlebt es gerade in Form des Sudokus: Die Rede ist natürlich vom Kreuzworträtsel, von dessen “auf-die-Welt-kommen” heute die Rede sein soll.
Kreuzworträtsel sind eine tolle Erfindung, denn sie erfüllen gleich zwei Wünsche auf einmal: Erstens trainieren sie das Gedächtnis, und zweitens sind sie ein fantastischer Zeitvertreib. Gerade bei älteren Menschen halten Kreuzworträtsel das Gehirn auf Trab. Zumindest war das der Grund, den meine Großmutter angab, als ich sie fragte, woher ihre Leidenschaft für die Rätsel denn käme.
Das muss sich auch der britische Journalist Arthur Wynne gedacht haben, als er um 1900 die ersten Kreuzworträtsel entwarf, die zunächst nicht kästchen- sondern rautenförmig waren. Das erste Kreuzworträtsel wurde 1913 in der Weihnachtsbeilage der New York World abgedruckt. Die Zeitung ist auch heute noch das Milieu, in dem sich das Kreuzworträtsel verorten lässt.
Das sogenannte “magische Quadrat”, die Vorform des Sudokus erfand der Amerikaner Howard Garns 1979. In den 80er Jahren wurde es in Japan beliebt und erhielt dort den Namen Sudoku (das hat mit dem japanischen Anleitungssatz für das magische Quadrat zu tun, aus dessen Anfangsbuchstaben sich das Wort “Sudoku” zusammensetzt). Über den Neuseeländer Wayne Gould, der eine Software für automatisch zu generierende Sudokus erstellte, gelangte das Sudoku dann zur London Times. Der Sudokuwahn nahm seinen Anfang.
Bis heute hat das Sudoku das gute, alte Kreuzworträtsel jedoch nicht eingeholt. Also, sollte man mal wieder Lust haben: Einfach eine Zeitschrift aufschlagen, meist findet sich irgendwo eins!
Wörtlich übersetzt heißt Cocktail “Hahnenschwanz”. Was aber bitte hat ein Hahnenschwanz mit einem Cocktail, im herkömmlichen, also uns bedeutendem Sinne, zu tun? Dieser spannenden Frage der Wissenschaft will ich heute auf den Grund gehen.
Allerdings scheint dies – nach gewissenhaftem Studium vorliegender Quellen – nicht ganz so einfach zu sein. Woher der Cocktail seinen Namen hat, ist nicht wirklich geklärt. Vielmehr ranken sich mehrere miteinander konkurrierende Geschichten um den Cocktail und buhlen sozusagen um die Gunst der Wahrheit.
Die wichtigsten “Cocktail-Mythen” habe ich hier im folgenden zusammengefasst.
Cocktail heißt “Hahnenschwanz” auf englisch. Der Name taucht zum ersten Mal um 1800 auf und stammt aus den USA, soviel steht fest. Folgende Geschichte ranken sich um das bunte Getränk:
1. Der Cocktail ist ursprünglich ein Gemisch aus verschiedenen übrig geblieben Resten alkoholischer Getränke. Der Wirt pflegte diese Getränke in einen Keramikbehälter in Form eines Hahnes zu kippen, an dessen Schwanz das daraus entstehende Gemisch gezapft werden konnte. Der Cocktail wurde geboren.
2. Um 1800 servierte der französische Apotheker Peychaud in New Orleans ein alkoholisches Getränk, das aus Whisky und Absinth bestand. Er pflegte es in Eierbechern zu servieren, die auf französisch “coquetier” heißen. Aus diesem Wort wurde dann später das amerikanisierte Wort “Cocktail”.
3. Der Cocktail ist ein alkoholisches Getränk, das zu Beginn mit einem Hahnenschwanz garniert war, daher der Name Cockatil.
4. Das Getränk hat seinen Namen den Hahnenkämofen zu verdanken. Der Gewinner eines Hahnenkampfes hatte das Recht dem Hahn des Verlieres die Schwanzfedern auszureißen. Mir diesen wurde dann der Siegestrunk garniert: Der Cocktail wurde geboren.
Jede/r soll sich dazu aufgefordert fühlen, seine Lieblingslegende zu wählen und für wahr zu erklären, oder nach weiteren Erklärungsmodellen zu suchen und den hier vorgestellten hinzuzufügen.
Frauen und Technik, Frauen und Autos … es gibt ja so manche(n) Unverbesserliche(n), der scheinbar nicht dazu lernen will und immer noch glaubt, dass das eine nicht mit dem anderen geht. Denjenigen soll hiermit ein für alle Mal das Gegenteil bewiesen werden. Denn es war keine weniger als Mary Anderson, eine Frau, die 1903 in den USA das Patent für den ersten Scheibenwischer der Welt anmeldete und damit das um die Jahrhundertwende aufkommende Automobil revolutionierte.
Leider weiß man nicht besonders viel über Mary Anderson. Bekannt ist allerdings die Anekdote, die sie zu ihrer Erfindung inspirierte: Während einer Reise nach New York bemerkte Mary Anderson, dass die Autofahrer, wenn es regnete, das Verdeck auflassen mussten, da die Scheiben durch den Regen verschmierten und man nicht mehr richtig sehen konnte. Daraufhin entwickelte Mary Anderson eine Art schwingenden, gefederten Arm mit Gummibelag, den man durch einen Hebel im Innern des Autos bei Bedarf bedienen konnte. Der Scheibenwischer war geboren.
Um die Jahrhundertwende waren Autos noch nicht so populär, wie einige Jahre später. Mary Anderson wurde zu Anfang von der Öffentlichkeit belächelt, da man davon ausging, dass der Scheibenwischer zu sehr beim Auto fahren störte, und dass er deswegen auch niemals zum Einsatz kommen würde. Das Lachen hielt nicht lange an. Schon 1913 fuhren tausende Amerikaner mit dem Auto. Die Scheibenwischeranlage von Mary Anderson gehörte zum Standard-Equipment.
19-September-82 11:44 Scott E Fahlmann “:-)”
From: Scott E Fahlmann
I propose the following character sequence for joke markers:
“:-)”
Read it sideways. Actually, it is propably more economical to mark things that are NOT jokes, given current trends. For this use:
“:-(“
Ungefähr so sah die Nachricht aus, die der Informatikstudent Scott Fahlmann am 19. September 1982 auf einem Bulletin-Board der Carnegie Mellon University hinterließ. Damit kam das berühmteste Emoticon “:-)” auf die Welt und ebnete den Weg für die darauf folgende Flut von Buchstaben- und Zeichenkombinationen, die es uns heute möglich machen über die Tastatur unserer Computer menschliche Gefühle auszudrücken.
Das Wort “Emoticon” setzt sich aus “Emotion”= Gefühl und “Icon”= Bild zusammen und bringt die Bedeutung des Wortes Emoticon damit im wahrsten Sinne des Wortes auf den Punkt. Hatte man vor der Einführung von Emoticons mit den Missverständnissen, die über geschriebene Mitteilungen leicht entstehen können, zu kämpfen, so fügt man heute einer Email oder SMS einfach einen Doppelpunkt, einen Bindestrich und eine Klammer hinzu, um seinem virtuellen Gegenüber zu zeigen, wie die Nachricht gemeint ist.
Die auch als “Online-Emotion” bezeichnete Praxis findet sich in allen Internet-Communities der Welt wieder. Im europäischen und anglo-amerikanischen Kulturraum haben sich vor allem die Seitwärts-Emoticon von Scott Fahlmann etabliert.
In Japan werden Emoticons allerdings nicht seitwärts, sondern gerade geschrieben. Dabei haben japanische Emoticons eine größere Variabilität, da nicht nur die lateinischen Buchstaben, sondern auch japanische Schriftzeichen eingesetzt werden. Man hat festgestellt, dass japanische Emoticons sich eher auf die Augen konzentrieren, während sich amerikanische eher auf den Mund konzentrieren.
Japanische Emoticons
(^^) lächelndes Gesicht
(;_;) traurig sein