Erfindungen im Alltag

Von skurill bis unverzichtbar
 


Archiv: Unverzichtbar

Ganzmetallflugzeuge sind Flugzeuge, deren Struktur vollständig aus Metall hergestellt ist. Außderm sind auch Rumpf und Tragflächen mit Metall beplankt.


Junkers J1 ©flickr.com / tormentor4555

Der deutsche Unternehmer und Ingenieur Hugo Junkers war der erste Flugzeugbauer, welcher die Bauweise des Ganzmetallflugzeug-Typs anwendete. Sein so gebautes Flugzeug mit Namen Junkers J1 (siehe Bild) startete am 15. Dezember 1915 seinen Jungernflug.
Sowohl Junkers J1 als auch J2 trugen als Außenhaut noch Stahl, aus Gewichtsgründen wurde bei den nachfolgenden Modellen jedoch auf die Beplankung mit Leichtmetallen übergangen. Beispielsweise erwies sich die Beplankung mit Duralumin als sehr brauchbar, sodass dessen Anwendung zur Regel im Ganzmetallbau wurde.

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Die Logarithmentafel – ein Hilfswerk über Jahrhunderte, welches mit dem Aufkommen von Taschenrechnern und Computern praktisch völlig nutzlos wurde.

Logarithmen ©flickr.com / Zombiebrainz
Logarithmen ©flickr.com / Zombiebrainz

Eine Logarithmentafel stellt eine tabellarische Darstellung dar, welche die Mantissen der Zahlen (in aller Regel von 1,00 bis 9,99) auflistet. Unter einer Mantisse versteht man die Ziffernstellen einer Gleitkommazahl. Besonders in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen waren Logarithmentafeln über Jahrhunderte hinweg ein notwendiges Hilfsmittel zur Berechnung. So konnten schwierige mathematische Rechnungen wie das Ziehen von komplexeren Wurzeln nur mit ihrer Hilfe durchgeführt werden.

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Die besonders in der Schweiz auch unter dem Begriff der Garette bekannte Schubkarre ist eine Erfindung aus weit zurückreichender Zeit.

Schubkarre ©flickr.com / need.more.pics
Schubkarre ©flickr.com / need.more.pics

Die Erkenntnisse besagen heute, dass die Schubkarre wie wir sie kennen auf eine Erfindung im antiken Griechenland zurückzuführen ist. So würden zwei Bauinventurlisten aus Eleusis von 408-407 sowie 407-406 v. Chr. jeweils “1 Kasten für ein einrädiges Fahrzeug (hyperteria monokyklou)” aufführen. Da man weiß, dass die Begriffe “dikyklos” und “tetrakyklos” im antiken Griechenland zwei-, bzw. vierrädige Fahrzeuge bezeichneten, und die einrädige Kastenkonstruktion auf der Liste zwischen einem Kasten für ein vierrädiges Fahrzeug und seinen vier Rädern auftaucht, liegt die Vermutung nahe, es handele sich um die Technik einer Schubkarre.

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Das Geiger-Müller-Zählrohr

Autor: franfi
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Unter dem Namen Geiger-Müller-Zählrohr, Spitzenzähler, Geigerzähler oder auch Geiger-Müller-Indikator dürfte die nun vorgestellte Entwicklung den meisten bereits in der Schule bekannt geworden sein.

Das Geiger-Müller-Zählrohr versteht sich als technisches Gerät, welches möglich macht, gemäß eines Teilchendetektors radioaktive Strahlung zu messen. Erfunden wurde das Gerät im 20. Jahrhundert unter der Leitung des Physikers Hans Geiger und erfuhr im Jahr 1928 wesentliche Verbesserungen durch seinen Assistenten Walther Müller.

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Ernest Lawrence: Das Zyklotron

Autor: franfi
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Der amerikanische Atomphysiker und Nobelpreisträger Ernest Lawrence erfand im Jahr 1929 das sogenannte Zyklotron.

Zyklotron ©flickr.com / stkone
Zyklotron ©flickr.com / stkone

Für seine Erfindung und die Weiterentwicklung des Zyklotrons und den damit verbundenen Ergebnissen wurde Ernest Lawrence zehn Jahre später mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Für seine herausstechenden Entdeckungen wurde ihm auch das 103. Element im chemischen Periodensystem, das Lawrencium (Lr), gewidmet.
Doch was überhaupt ist das Zyklotron?

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Nicolas Leblanc: Sodaherstellung

Autor: franfi
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Er war der Mann, der die künstliche Sodaherstellung erfand und dem damit eigentlich höchster Reichtum gesichert sein sollte. Und doch endete er  in einem Armenhaus: Nicolas Leblanc.

Soda ©flickr.com / cherouvim
Soda ©flickr.com / cherouvim

Nicolas Leblanc wurde am 6. Dezember 1742 im französischen Ivoy-le-Pré als Sohn eines Hüttendirektors in einer nicht besonders wohlhabenden Familie geboren. Ab 1759 konnte er als junger Mann an der Chirurgenschule in Paris Medizin und Chemie studieren und wurde 21 Jahre später der Hausarzt der Herzogenfamilie von Orléans. In den Jahren 1786 und 1787 legte Leblanc seine Ausarbeitung zur Kristallisation von Alaun und Kobaltsulfat der Akademie der Wissenschaften in Frankreich vor, welche die Entdeckung beinhaltete, dass Salze ähnlicher Zusammensetzung sich mit einer gleichen Kristallform auszeichnen.

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Die Geschichte der Zahnradbahn

Autor: franfi
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Als schienengebundenes Verkehrsmittel eignet sich die Zahnradbahn besonders für die Überwindung stärkerer Steigungen mittels eines oder mehrerer Zahnräder.

Zahnradbahn ©flickr.com / Roland Henz
Zahnradbahn ©flickr.com / Roland Henz

Wo die üblich von Schienenfahrzeugen genutzte reine Adhäsionskraft die Stahlräder auf den Schienen auf starken Steigungen durchdrehen oder gleiten lassen könnten, schaffen die im 19. Jahrhundert entwickelten Zahnradbahnen Abhilfe. Sie setzen die Antriebskraft mit einem oder mehreren Zahnrädern um. Diese greifen fix in die zwischen Schienen und Schwellen befestigte Zahnstange ein und ermöglichen so ein rutschfestes Rollen auf den Schienen.

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Robert Boyle: Das Gasgesetz

Autor: franfi
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Einer der Väter der wissenschaftlichen Chemie im 17. Jahrhundert war der auf dem Schloss Lismore im Süden Irlands geborene Robert Boyle. Er definierte das nach ihm benannte (Gas-)Gesetz von Boyle.

Robert Boyle ©flickr.com / am2ki222
Robert Boyle ©flickr.com / am2ki222

Der zu Kinderzeiten auf das Eton College geschickte Boyle ging als Zwölfjähriger zunächst nach Genf und später nach Florenz. Obwohl er auch Fächer wie Recht, Philosophie, alte Sprachen und Theologie lernte, lag sein Hauptinteresse auf naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Weil er zeitlebens vermögend war, konnte sich Boyle voll und ganz auf seine Studien konzentrieren und brauchte sich um einen Broterwerb nicht kümmern.

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Es war der Vorläufer des seit Jahren viel genutzten Energiespeicher-Mediums “Batterie” und ist nebenbei wohl eine der bedeutsamsten Erfindungen überhaupt: die Volta’sche Säule von Alessandro Volta.

Volta'sche Säule ©flickr.com / Staffan Ekstrand
Volta’sche Säule ©flickr.com / Staffan Ekstrand

Zur Jahrhundertwende 1799/1800 entwickelte der italienische Physiker Alessandro Volta eine Anordnung, welcher fortlaufend im 19. Jahrhundert eine große Bedeutung als Stromquelle zugerechnet wurde. Ein Element der Voltasche Säule zeichnet sich durch seinen geschichteten Aufbau aus: es besteht aus einer Kupferfolie, einer Elektrolytschicht (salzlösung- oder säuregetränkte Papp- oder Lederschicht) und einer Zinkfolie. Weil eine Stapelung dieser drei-Komponenten-Schicht nur eine geringe Spannung liefert, werden viele der so genannten Voltaelemente zu einer Säule übereinandergestapelt.

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John Harrison: Seechronometer

Autor: franfi
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Mit bedeutenden Fortschritten in der Uhrmacherei machte sich John Harrrison im 18. Jahrhundert einen Namen und ist der Urheber für wichtige Entwicklungen im Bereich der Längen- und Positionsbestimmung auf See.

John Harrison Gedenktafel ©flickr.com / wakefieldpinball
John Harrison Gedenktafel ©flickr.com / wakefieldpinball

Als Sohn eines Zimmermanns kam der englische Uhrmacher und Erfinder John Harrison am 24. März 1693 in Foulby auf die Welt. Gemeinsam mit seinem Bruder James beschäftigte er sich schon im Jugendalter mit Uhren und erlernte das Uhrmacherhandwerk autodidaktisch. Er entwickelte etwa das temperaturkompensierende Rostpendel und einen Gegengesperr, welches dafür sorgt, dass auch während des Aufziehens einer Uhr der Kraftfluss zum Ankerrad nicht unterbricht.

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