Viele kennen sie aus Filmen, von Agentenjagden oder aus dem Kampfeinsatz. Der eine oder der andere wird beim Bund, beim Zoll, der Polizei z.B. in Hubschraubern oder am Boden oder auch auf der Jagt mit solchen Geräten zu tun bekommen haben. Was kann so ein Gerät nun?
Nachtsichtgeräte machen, wie es schon der Name sagt in der Nacht Dinge die Wärme abstrahlen sichtbar. Die wahrgenommene Strahlung liegt also im infraroten Bereich, den wir Menschen ohne Hilfsmittel nicht wahrnehmen können. Die ständige Weiterentwicklung wird vor allem durch das Militär vorangetrieben. So sind modernste Systeme natürlich nicht für den Privatverbraucher verfügbar. Es gibt wohl mittlerweile vier Generationen von Nachtsichtgeräten. Diese unterscheiden sich durch immer bessere Bildwiedergabe. Angestrebt wird eigne Bildwiedergabe bei Nacht, wie bei einer normalen Videokamera bei Tag. Wie weit die Entwicklung ist, darüber können wir nur spekulieren. Bezahlbar ist dieser Wahnsinn allerdings nur fürs Militär. Die Entwicklung geht wohl soweit, dass moderne Geräte durch Wände hindurchsehen können.
In der zivilen Nutzung werden Nachtsichtgeräte vor allem bei der Jagd verwendet. In Zielvorrichtungen sind diese allerdings in Deutschland verboten.
Bald ist der erste Dezember, und was habe ich gemacht? Ich bin eben eine äußerst nette, aufmerksame und großzügige Person, die abgesehen vom Bloggen momentan auch nicht mehr zu tun hat als meinem Freund einen Adventskalender zu basteln. Dabei handelte es sich nicht um eine doofes Milka-Schoko-Ding, sondern ein echtes Teil mit 24 einzeln eingepackten Überraschungen. Tja, so bin ich halt. Und weil ich -abgesehen von den oben angeführten Eigenschaften- auch noch maßlos intelligent und besonders begabt im Kombinieren bin, schreibe ich heute über den Adventskalender und seinen Ursprung. Also, wie war das mit dem Adventskalender?

Was klar ist: Der Adventskalender dient natürlich dazu die Tage bis Weihnachten zu zählen. Er ist ein Brauchtum, das zu den verschiedenen vorweihnachtlichen Adventsritualen zu zählen ist. Ähnliche Rituale sind der Adventskranz, an dem für jeden Adventssonntag eine Kerze angezündet wird. Das Wort Advent stammt aus dem Griechischen und bedeutet Ankunft oder Anwesenheit und sielt damit schon auf die Geburt Jesu an.
Der Adventskalender ist jedoch kein, wie so oft vermutet uralter Brauch, ebenso wie der Weihnachtsbaum dies nicht ist. Beides taucht erstmal im 19. Jahrhundert auf und hier vor allem im protestantischen Zusammenhang. Hier hängten die Familien 24 Bilder an die Wand; eine einfachere Variante waren 24 an die Wand gemalte Kreidestriche. Der erste selbst gebastelte Adventskalender stammt vermutlich aus dem Jahre 1851. Auch in Thomas Manns „Buddenbrooks“ ist davon die Rede, wie der kleine Hanno beobachtet, wie täglich ein Bild aus dem Adventskalender abgerissen wird. 1920 verbreiteten sich dann erstmal Adventskalender, in denen man kleine Türchen öffnen konnte . Diese Variante ist bis heute weit verbreitet.
Der Verleger Gerhard Land war der erste, der diese Art von Kalendern vertrieb. Seine Frau kam auf die Idee für ihre Kinder Gebäckstücke oder Schokolade hinter den Türchen zu verstecken.
Adventskalender sind inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet. Die schönsten Adventskalender sind aber noch immer die selbstgebastelten – natürlich mit viel Süßem, aber auch Nützlichem. Mein Freund bekommt zum 17. 12. ein Set kleine Küchenmesser, damit ich auch mal bei ihm kochen kann;-)
Also, eins ist klar: Der niederländischen Fußballnationalmannschaft kann bei dieser EM niemand das Wasser reichen. Sobald Oranje den Platz betritt, geht es auch schon los. Einfach mal die Italiener über den Haufen rennen und dann auch noch 4:1 gegen Frankreich zu spielen. Da ist es klar, dass mein polnischer Freund Wojtek nicht mehr für die heimatliche Mannschaft fiebert, sondern stattdessen für die Wunderknaben aus den Niederlanden.
Denn: In dieser Fußball-EM kann eben den Niederländern niemand das Wasser reichen. Aber wieso eigentlich? Also, ich meine, was heißt das genau und weshalb sagt man das so?
Wenn jemand einem anderen nicht das Wasser reichen kann, dann heißt das gemeinhin, dass der andere viel besser ist, etwas kann, was der andere nicht kann oder einfach nicht so gut in etwas ist, wie der oder die andere. Die Redewendung stammt ursprünglich aus dem Mittelalter, einer Zeit, in der noch statt mit Messer und Gabel, meist mit den Händen gegessen wurde. Um sich nach so einem mittelalterlichen Festmahl die Finger zu säubern, reichte die Dienerschaft kleine Schüsseln mit Wasser herum.
Allerdings durfte diese Tätigkeit nicht jeder Knecht ausführen. Stattdessen gab es eine klare Rangfolge, nach denen die obersten Diener die Schüssel mit Wasser reichen durften, während dieses “Vorrecht” den untersten Dienern nicht erlaubt war. Hier findet die Redewendung ihren Ursprung. Die Diener, die einem nicht einmal das Wasser reichen durften, standen am tiefsten in der Hierarchie.
Heutzutage gibt es zum Glück keine mittelalterlichen Unterschiede mehr, und niemand muss einem mehr nach dem Essen das Wasser reichen. Doch trotzdem ist die Redewendung geblieben, eben nur in anderer Form:-)
Es gibt wahrscheinlich für nichts anderes so viele rewenderische Synonyme, wie dafür jemanden als nicht ganz richtig im Kopf zu bezeichnen. Der spinnt, hat ‘ne Meise, überhaupt: Der hat ‘nen Vogel, der tickt nicht ganz sauber und hat außerdem ‘ne Schraube locker, oder wie ein Freund von mir es mal ganz knackig formulierte: Der hat ‘nen rostigen Nagel im Kopf.
Ein weiterer Klassiker ist: Der hat nicht alle Tassen im Schrank. Allerdings fällt die Verbindung zum Döskopp hier nicht so leicht, wie bei dem wesentlich imaginärerem “rostigen Nagel im Kopf”. Tassen im Schrank, was soll das?
Weit hergeholt klingt die Bezeichnung nur, wenn man die Tasse, die man nicht im Schrank hat auch als echte Tasse versteht und nicht bedenkt, dass das Wort “Tasse” in diesem Zusammenhang von etwas ganz anderem abstammt. Das Wort “Tasse” beschreibt in diesem Falle nicht das Trinkgefäß, sondern ist ein Verballhornung des jiddischen Wortes toshia, was soviel, wie Verstand, Klugheit oder Sinne bedeutet. Dann macht die Redwendung erst Sinn, also, äh, toshia! Die “richtige” Übersetzung wäre somit “Er hat doch nicht alles Sinne beisammen”.
Das Wort Tasse taucht auch in anderen Redewendungen auf, und immer hat diese auch wieder etwas mit dem Verstand zu tun. Eine trübe Tasse ist beispielsweise jemand, der nicht besonders helle im Kopf, langweilig oder nicht besonders schnell ist. Auch hier kommt die “Tasse” wieder vom jiddischen toshia, dem Verstand.
Das Wort toshia ist nicht das einzige Wort, das in seiner Umwandlung zur “Tasse” vom jiddischen ins hochdeutsche geschwappt ist. Es gibt viele wunderbare jiddische Ausdrücke und Bezeichnungen, die aus dem heutigen Wortschatz nicht mehr wegzudenken sind. Worte, wie meschugge, Tacheles, Tohuwabohu, Stuss, malochen, Chuzpe, schmusen, koscher und Mischpoke sind allesamt aus dem jiddischen übernommen.
Soviel zur Redewendung mit den Tassen. Jetzt, wo wir Tacheles geredet haben und wissen, dass Leute mit keinen Tassen im Schrank manchmal meschugge sind und deswegen vielleicht Stuss reden, verabschiede ich mich mit Chuzpe von der virtuellen Leser-Mischpoke, höre auf zu malochen und werde den Rest des Abends schmusen.
P.S.: Fall es Euch nicht ganz koscher vorkommen sollte, dass immer davon die Rede war, dass “DER nicht alle Tassen im Schrank” hat: Liebe Jungs, es gibt auch viele Ladies mit ‘nem Sprung in der Schüssel, ist doch klar:-)
Der Erfinder von heute ist schon lange kein irrer Lockenkopf mit stierendem Blick auf Schlafentzug mehr, der sich nur in Altgriechisch unterhalten kann und seine Matheformeln im Keller in den Unterarm ritzt.
Im Zeitalter des Web 2.0 ist das Erfinden, wie so vieles im Internet, zur Gemeinschaftsarbeit geworden. Die Entsprechung der amerikanischen “Think-Tanks” gibt es mittlerweile als Informationsportale im Netz: Hier treffen Experten für ein bestimmtes Problem (eine bestimmte Sparte) auf die Leute, die ein Problem haben.
So lassen sich Lösungen finden, neue Ansätze austauschen, außerdem eröffnet sich manchen der vorhandenen Experten bei guten Ideen neue Arbeitsmöglichkeiten. Hier sind nämlich nicht nur diejenigen vorhanden, die die Ideen haben, sondern auch die, die welche suchen. Die Namen der Portale sind klangvoll und “modern”: Xing, BrainR, brainGuide und Co wollen neue User und neues Gehirnpotential abschöpfen.
Der Erfinder von heute hat also eine geniale Idee, stellt diese ins Netz und lässt eine Menge anderer Leute darüber lesen. Bei Interesse können die Unternehmen ihn direkt kontaktieren und über eine Weiterverwertung des Gedankens reden.
Ich persönliche finde es gut, die Möglichkeiten des Internets für eine Vernetzung kreativer Geister zu nutzen. Zu lange ist schon aus Patentrechtsgründen und Eitelkeit jede Idee, die nur im Ansatz etwas bringen könnte, eifersüchtig verschlossen gehalten worden. Die Frage ist nur, wie fair diese Portale sind, schließlich droht auch hier eine Urheberrechtsverletzung oder simples Abschreiben einiger “Experten” von den anderen. Sollten dagegen jedoch sinnvolle Vorrichtungen getroffen sein, ist hier der nächste Schritt zum vernetzten Wissensschatz getan.
Mann, der hat ja ganz schön was aufm Kerbholz! Jemand, der was auf dem Kerbholz hat, ist im Umgangsprachlichen meistens jemand der etwas Unrechtes oder Unerlaubtes - vielleicht etwas Kriminelles- begangen hat. Manchmal beschreibt man damit auch eine Person, die - eine weitere Redewendung- “es faustdick hinter den Ohren” hat, also raffiniert ist, und sich mit dieser Methode möglicherweise auf illegalem Wege bestimmte Dinge oder Möglichkeiten verschaffen hat.
Dabei existierte das Kerbholz im Mittelalter tatsächlich. Das war nämlich so:
Nehmen wir einmal an, ich wäre eine…, nein, da geht es ja schon los. Nehmen wir einmal an, ich wäre als Mann im Mittelalter auf die Welt gekommen. Es ist Herbst und ich suche Arbeit. Ganz in der Nähe meines Wohnortes gibt es einen Gutshof, wo ein Lehnsherr Helfer für die Apfelernte sucht. Ich bekomme dort Arbeit und helfe bei der Ernte.
Bevor ich jedoch den ersten Apfel geerntet habe, nimmt der Lehnsherr ein Stück Holz. Er spaltet das Holz in zwei Teile. Die eine Holzhälfte bekomme ich, die andere behält der Lehnsherr. Für jeden vollen Apfelkorb, den ich abliefere, macht der Lehnsherr eine Kerbe ins Holz. Dabei hält er die beiden gespalteten Holzstücke zusammen und kerbt die beiden Spalten mit dem Messer ein. Je mehr Kerben ich auf dem Holz habe, desto mehr Lohn bekomme ich später.
Das Kerbholz diente damals auch dazu, Schulden zu markieren. Hätte ich bei meinem Lehnsherren Schulden abarbeiten müssen, so hätte das Kerbholz beispielsweise als Beweisdienen können - schließlich konnte weder ich noch meine Lehnsherr dem Kerbholz ohne die andere Hälfte eine weitere Kerbe hinzufügen! Somit diente das Kerbholz in Zeiten, wo die Menschen noch nicht lesen und schreiben konnten, als wichtiges Informationsmittel.
Der Zusammenhang mit Schulden dient heute noch zur Erklärung der Redewendung, doch kann man davon ausgehen, dass sie vor allem im ironischen Sinne benutzt wird. Denn etwas auf dem Kerbholz zu haben, war nicht immer etwas Negatives.
Ach ja, es lebt sich doch nicht schlecht über die Ostertage; für mich immer noch das Angenehmste alles christlichen Feste. Es ist nicht mehr ganz so kalt, die Sonne kommt (zumindest manchmal an Ostern) ein wenig raus, der Geschenkzwang ist nicht ganz so rigoros, wie an Weihnachten und diese ganzen Ostereier, also ich mag das.
Doch woher kommt eigentlich der Osterbrauch, der Osterhase mit seinen Ostereiern? Denn mit der Kreuzigung und anschließenden Auferstehung Christi hat dies sicherlich weniger zu tun, oder?
Das stimmt nicht so ganz, denn zumindest die Ostereier stehen in indirekter Verbindung mit den Osterfeierlichkeiten. Bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil 1966 durften während der Fastenzeit vor Ostern keine Eier gegessen werden. Dadurch sammelten sich natürlich viele Eier an, die dann zu Ostern verzehrt wurden. Als lang entbehrte Speise wurden sie bunt bemalt, in die Kirche getragen und dort gesegnet: Das Osterei erblickte die Welt.
Gleichzeitig wurden Eier schon seit dem 9. Jahrhunderten als Währung und als sogenannte Eierzinsen verwendet, die zu Ostern ausgezahlt oder bezahlt werden mussten. Somit ist das Ei schon immer mit Ostern verknüpft gewesen. Aber wie ist das jetzt mit dem Osterhasen?
Der Osterhase stammt als Vorstellung aus der städtisch-bürgerlichen Lebenswelt. Allerdings herrscht und Volkskundler_innen und Ethnolog_innen Unklarheit darüber, woher dieser Brauch stammt. Einige vermuten, dass er auch schon älter sein könnte als 200 Jahre. So findet der Osterhase schon in einer Doktorarbeit im 17. Jahrhundert Erwähnung. Dieser Arbeit zufolge sollen die Ursprünge dieses Brauches im Elsass und in der Pfalz zu finden sein. Ostereier wurden schon im 18. Jahrhundert von Erwachsenen versteckt.
Irgendwann, so mit 21 Jahren fing es bei mir an. Sicherlich war es ein Samstag oder Sonntag morgen. Ich öffnete meine Augen, und da war er, dieser stechende Schmerz, der mir durch den Kopf schoss. Mir wurde schlecht, ich schleppte mich aus dem Bett, alles tat irgendwie weh. Auf allen vieren kroch ich ein wenig theatralisch aus meinem Zimmer. Felix, mein Mitbewohner, der frisch und ausgeschlafen an mir vorbeiging, begrüßte mich mit den Worten: “Na, haste ‘nen Kater?” Ja, hatte ich. Damals konnte und wollte ich nur noch zurück ins Bett kriechen, doch heute will ich darüber schreiben, woher dieser Ausdruck eigentlich stammt.
Also, erst mal: Mit dem Kater, also der männlichen Katze, hat diese berühmte Redensart wenig gemein. Vielmehr stammt der Ausdruck von “einen Katarrh haben”, eine Entschuldigung, die sich Leipziger Studierende im 19. Jahrhundert für die Konsequenzen der durchzechten Nacht, ausgedacht hatten. Der Katarrh sollte hier eine Erkältung oder Schleimhautentzündung beschreiben, ein Befinden, das - so erhofften sich die Leipziger Studenten sicherlich- nicht ganz so gesellschaftlich sanktioniert wurde, wie zu vielen Biere.
Dass ausgerechnet Katzen für diese Bezeichnung herhalten müssen, ist nicht besonders nett. Gerade Katzen verschmähen, im Gegensatz zu Hamstern, Hunden und Hühner, sogar den winzigsten Tropfen in Milch oder Wasser und gehören damit zu den rigorosen Abstinenzlern im Tierreich. Ähnlich verhält es sich mit dem Specht, der - zum “Schluckspecht” geworden- ungerechterweise mit Alkoholgenuss in Verbindung gebracht wird.
Zum Abschluss vielleicht noch einige Tipps, die den moralischen und körperlichen “Katarrh” lindern können:
Viel schlafen und essen (salzige Sachen, um den Elektrolythaushalt wieder ausgleichen), Aspirin oder Ibuprofen gegen die Kopfschmerzen, viel Mineralwasser trinken und einen Spaziergang an der frischen Luft machen.
Am besten jedoch bleibt man unter 1,0 Promille, dann gibt’s erst gar keinen Kater!
Ich kann mich noch gut an meine erste Begegnung mit einer UHU-Flasche erinnern. Ich dürfte so um die 4 Jahre gewesen sein. Frau Esser, meine Kindergärtnerin, hielt mir die große Uhu-Flasche entgegen, mit deren Inhalt ich den ausgeschnittenen Schneemann alleine aufkleben durfte. Dabei sollte ich vorsichtig kleine Tupfen an den Rand machen. Ich tupfte und tupfte. Dabei kroch mir der stechende, aber keineswegs unangenehme Geruch in die Nase. Ich drückte das Papier fest auf den Untergrund, es klebte und ich wusste: Kleber ist eine tolle Erfindung.
1932 erfand der Apotheker August Fischer den Alleskleber. Fischer entwickelte eine glasklare, zähe Flüssigkeit aus Kunststoff, die an der Luft trocknete und alles von Papier über Holz bis hin zu Glas zusammenklebte. Schon 1905 hatte Fischer eine Fabrik übernommen, die auf Tinte, Stempelkissen und Farben spezialisiert war. Seit diesem Zeitpunkt hatte er mit verschiedenen Materialien an einem Klebstoff experimentiert, doch erst in den 30er Jahren gelang ihm der Durchbruch.
Bis dahin wurde zum Kleben vor allem Knochenleim eingesetzt. An archäologischen Funden kann man nachweisen, dass schon im alten Ägypten mit Knochenleim geklebt wurde. Die Herstellung von Knochenleim, war jedoch nicht nur sehr zeitaufwendig, sondern brachte auch immer wenig Ausbeute, und genau deswegen wollte Fischer einen anderen Klebstoff entwickeln.
In der Büro- und Schreibwarenbranche war es zu dieser Zeit üblich den Namen eines Vogels (wie z. B. Pelikan und Adler) als Marken- zeichen zu verwenden. So nannte Fischer seinen Alleskleber UHU. Mit dieser Namensgebung betonte Fischer auch die Herkunft seines Klebers, da seine Fabrik in Bühl stand, und der Uhu ein im Schwarzwald damals noch heimischer Vogel war.
UHU gehört zu den meist verwendeten Klebstoffen der Welt und das Wort UHU, wird fast immer als Synonym für Klebstoff verwendet. Kein Wunder, dass auch schon ich im Kindergarten schnell lernte, brav UHU zu sagen: Kindergärten bekommen den Ausschuss von UHU gratis!
Wasser kochen, Teebeutel rein - fertig! Teetrinkend stelle ich mir existenzielle Fragen über den Tee: Wie oft wird dieses Ritual am Tag weltweit wohl durchgeführt? Wie viele Teebeutel habe ich in meinem Leben schon benutzt? Gibt es wirklich Menschen, die ihren Teebeutel aufheben, um ihn ein zweites Mal zu benutzen? Vor allem frage ich mich aber wie immer eins: Wer hat’s erfunden?
Die Geschichte des Teebeutels beginnt mit einem großen Missverständnis. Thomas Sullivan, amerikanischer Teehändler, verschickte um die Jahrhundertwende seinen Tee aus Platzgründen in kleinen Seidenbeuteln. Seine Kunden, die den Tee probierten, tauchten den Tee samt Beutel ins Wasser, in der Annahme, Sullivan hätte diesen Beutel eben zu diesem Zwecke erfunden. Die Idee war keineswegs abwegig, denn Sullivans Teekunden sparten sich so das Abseihen und Umfüllen in eine zweite Teekanne.
Schnell wurde Sullivans Verfahren von anderen Teehändlern nachgeahmt. Dabei geriet der Teebeutel jedoch in Verruf, da Sullivans Nachahmer Abfall und Unkraut in die Beutel mischten, um Kosten zu sparen! Lange Zeit galt Tee in Teebeutel deswegen als minderwertig.
Der heutige Teebeutel wurde von Adolf Rambald erfunden, der bei der Dresdner Firma Teekanne arbeitete. Er entwickelte in einem kompliziertren Zweikammer-Verfahren eine Falttechnik, die ohne Klebemittel oder anderen Bindestoff auskam, sondern den Teebeutel mit einer Heftklammer zusammenhielt. In der Bundesrepublik sind vor allem Teebeutel mit Schnur verbreitet, in Großbritannien sind Teebeutel schnurlos und rund. Sie werden auf den Boden der Teetasse gelegt und anschließend mit dem Teelöffel herausgefischt.
Der wirkliche “Teek(ä)nner” benutzt jedoch weder Teebeutel, noch Teesocke und auch kein “Tee-Ei”. Er lässt seinen Tee frei im heißen Wasser schwimmen. So - sagen Teekenner- entfaltet sich das Aroma am besten. Ich bleibe beim Teebeutel. Teekrümel, die im Wasser herumschwimmen und im Hals stecken bleiben, sind nichts für mich.