Erfindungen im Alltag

Von skurill bis unverzichtbar
 


CCS – eine alternative Kohlendioxidentsorgung bei Kohlekraftwerken

Autor: Holger
abgelegt in: Neue Erfindungen

CCS ist die Abscheidung von CO2 im Kraftwerksprozess und die anschließende Speicherung in geologischen Strukturen. Im folgenden wird das CO2 Sequestrierung genannt.

Das Kohlendioxid wird meist in Kraftwerken erzeugt, die meist mit fossilen Rohstoffen wie Kohle, Öl oder Gas betrieben werden. Teil der Kohlendioxidabscheidung und Lagerung ist die Sequestrierung. Fossile Rohstoffe sollen zur Stromerzeugung kohlendioxidarm eingesetzt werden.  CO2 soll abgetrennt und dann in tiefere Erdschichten eingelagert werden, damit es nicht sofort in die Atmosphäre gelangt. Der Wunsch Kohlekraftwerke weiter betreiben zu können ohne viel Treibhausgas Kohlendioxid herzustellen ist Ursache für die Entwicklung dieser Technik.

Kraftwerk Frimmersdorf ©Flickr by martinriell

Die Einlagerung von CO2 bezeichnet man eigentlich als Sequestrierung. Als Endlager gelten z. B. Erdöllagerstätten, Erdgaslagerstätten, salzhaltige Grundwasserleiter oder Kohleflöze. Aber auch die Tiefsee könnte geeignet sein. Bisher ist die CO2 Sequestrierung noch im Anfangsstadium, es existieren nur Pilotanlagen geringer Leistung. Eine sichere Endlagerung ist noch nicht vollständig abgeklärt. Frühestens in 10 – 20 Jahren erscheint ein großtechnischer Einsatz möglich.

Da in Ländern wie Indien oder China noch auf lange Zeit Energie mit Hilfe von fossilen Brennstoffen gewonnen werden muss kann hier mit Hilfe der dauerhaften Einlagerung des Kohlendioxids die Atmosphäre von Treibhausgasen stark entlastet werden. Durch eingepresstes Kohlendioxid kann in fast leeren Erdöllagerstätten der Druck erhöht werden und damit die Förderleistung. Das macht man z. B. in Großbritannien und den USA. Ein weiterer Vorteil dieser Technologie ist, wenn man bei Biomasse als Brennstoff durch CCS CO2 der Atmosphäre entzieht.  In diesem Fall ließen sich durch menschliche Aktivität erzeugte CO2 Emissionen wieder entfernen.

Der größte Nachteil von CCS ist wohl, dass sich in einem Kraftwerk ein Wirkungsradverlust von 40% einstellt. Für die gleiche Strommenge benötigt man 40% mehr Brennstoff. Daraus folgen höhere Kosten und ein schneller Verbrauch der knappen Rohstoffe. Weitere Umweltfolgen wären Verwüstungen wie durch Tagbau, den Transport, und durch Zunahme der Abwärme sowie mehr Abwasser und Abfall als Folge der CO2 Abscheidung. Auch andere viele Probleme müssen noch gelöst werden.

Alternativen mit weniger Problemen, die dazu noch auf lange Zeit billig sind, wären regenerative Energien und auch wenn es viele nicht hören wollen die Kernenergie. In Sachen CO2 Emission ist ein Kernkraftwerk sehr gut – großes Problem ist hier allerdings die Endlagerung.


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