Die Dreifelderwirtschaft ist eine besondere Bodennutzungsform der Landwirtschaft, bei welcher der Boden in einem dreijährig wechselnden Turnus genutzt wird. Die Reihenfolge umfasst ein Jahr Wintergetreide, ein Jahr Sommergetreide und ein Jahr Brache.

Heutzutage gibt es die Dreifelderwirtschaft nicht mehr. Sie wurde von der Fruchtwechselwirtschaft abgelöst. Dabei handelt es sich um eine Anbauform, bei der auf einem Stück Land in regelmäßigen Abständen verschiedene Pflanzen kultiviert werden.
Die Römer kannten bereits die Technik der Zweifelderwirtschaft, auch ‘Landwechsel‘ genannt. Dabei wurde auf einem Feld Getreide angebaut, das andere lag brach. Mit der Einführung der neuen Gerätschaften wurde flächendeckend auch die Dreifelderwirtschaft angewendet.
In Europa ist die Dreifelderwirtschaft seit dem Mittelalter, genauer gesagt, seit ungefähr 1100 n.Chr. weit verbreitet, in Deutschland wurde sie bereits zwischen 800-1800 angewendet. Danach fand eine Verbesserung ‘verbesserte Dreifelderwirtschaft‘ statt. Dabei wurde eine Bestellung der Brache mit Futterpflanzen und später Hackfrüchten durchgeführt.
Bei der im dreijährigen Turnus wechselnden Dreifelderwirtschaft baute man Wintergetreide wie Roggen und Emmer sowie Sommergetreide wie Hafer, Hirse und Gerste an. Im dritten Jahr sollte sich der Boden erholen, diente jedoch als Viehweide.
Als die Brache im 18. Jahrhundert erst mit Rotklee, später auch mit Kartoffeln, Rüben und Hülsenfrüchten bepflanzt wurde, verbesserte sich die Bodenstruktur durch zusätzliche Stickstoffe, so dass die Erträge stiegen. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Dreifelderwirtschaft von der Fruchtwechselwirtschaft abgelöst.
Die Fruchtwechselwirtschaft baut auf einem Stück Land in regelmäßigen Abständen verschiedene Pflanzen an. Dabei wird zwischen Halmfrucht (Getreide), Blatt- und Hackfrüchten unterschieden. Mais und Hafer haben eine Sonderstellung.