Der ehemalige Designstudent der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden, Matthias Pinkert, hat in einem gemeinsamen Projekt mit Kommilitonen aus dem Elektrotechnik-Fachbereich eine interessante Leuchte erfunden.
Die sogenannte Dreipuls-Leuchte macht es möglich, jeden beliebigen Bereich am Schreibtisch punktgenau auszuleuchten. Dies funktioniert, in dem der Bediener Ringe auf einer Leuchtleiste hin- und herschiebt und damit das Licht individuell einstellt. Die Lampe kommt dabei ganz ohne Schalter aus: schiebt man alle Ringe der Lampe zusammen, stellt sich das Licht ganz automatisch aus.
Diese schalterlose Bedienung wird durch die an der gesamten Leiste angebrachten LEDs bewerkstelligt. Jeder LED ist ein optischer Sensor zugeordnet, welche einen für das menschliche Auge unsichtbaren Infrarotstrahl nach unten sendet. Wird ein Ring nun über einen der Sensoren geschoben, wird dieser Strahl unterbrochen. Damit wird ein Signal für die LED ausgelöst und beinhaltet die Information “an”. Baut sich diese Barriere ein zweites Mal auf, bedeutet dies “Licht aus”. Das System ist also darauf konzipiert, dass es nur bei Bewegung der Ringe reagiert.
Schiebt man zwei Ringe zusammen über die Leiste, bleibt allerdings auch dann das Licht aus, weil zwei benachbarte Sensoren abgedeckt werden und der Leuchte somit das gewünschte Ausbleiben des Lichts mitgeilt würde, wie der Designer Matthias Plinkert erläutert. Ein ähnlich im Haushalt verwendbares System ist auch für eine beleuchtete Küchenleiste geplant.
Dieses Prinzip der gleitenden Bedienung wurde bereits auf den Designer des Dreipuls-Systems patentiert und wurde 2010 mit dem reddot Design-Award ausgezeichnet. Daneben ist dreipuls auch für den Designpreis Deutschland im Jahr 2012 nominiert.