Albert Einstein pflegte – wenn man ihn nach seinen Erfindungen und seinem Ideenreichtum fragte- zu sagen, dass er vieles seiner Nase und seiner Stirn zu verdanken habe. Seiner Nase, damit meinte er die ihm innewohnende Neugierde. Mit seiner Stirn meinte er die Dickköpfigkeit, mit der er oft auch gegen die Meinung anderer seine Ideen weiterverfolgte und -entwickelte. Dasselbe Credo dürfte auf den amerikanischen Erfinder Charles Goodyear passen. Er erfand die Vulkanisierung des Kautschuks und bildete damit die Grundlage für Hartgummi, einem Material, das aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken ist.
Goodyear wurde 1800 geboren. Er arbeitet als Geschäftmann für Eisenwaren, experimentierte jedoch, wie viele seiner Zeitgenossen, mit Kautschuk und war der festen Überzeugung, dass seine Experimente eines Tages von Erfolg gekrönt sein würden. Seine berühmteste Erfindung verdankt er einem Zufall: Eine Mischung aus Schwefel und Kautschuk fiel aus Versehen auf den Herd in seinem Labor und verwandelte sich in einen neuen Stoff: Gummi! So will es zumindest die Legende erzählen…
Schnell entwickelte Goodyear zahlreiche Produkte aus seinem neu gewonnenen Stoff. Gerade in der Goldgräberzeit wurden Produkte wie Gummihandschuhe und Zelte aus Gummi hoch nachgefragt. Goodyear gründete daraufhin eine Firma für Gummihandschuhe und meldete sein Patent 1844 an. 1855 stellte Goodyear auch das erste Gummi-Kondom her, ein für heutige Verhältnisse recht unbequemes Ding: 2mm dick und völlig vernahtet. Aber immerhin, das erste Kondom! Trotz seiner genialen Erfindungen galt Goodyear jedoch lebenslang als nicht kreditwürdig; er wurde außerdem zu mehreren Haftstrafen verurteilt und starb mittellos 1860, kurz vor seinem sechzigsten Geburtstag.
April 15th, 2010 um 10:10
[...] und so weiter wird erst hinterher bzw. mit einigem Abstand offensichtlich! Beispiel? Hartgummi, zum Beispiel. Oder Eis am Stiel! und so eben auch mit der Kochzeit des Weicheis in Graz. Abgesehen [...]