Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm jede Menge nette Feste, die wesentlich entspannter zu ertragen sind, als Ostern oder Weihnachten. Herbst, das heißt die Tage werden kürzer, die Blätter verfärben sich, die Ernte wird eingeholt und auf den Feldern im Umland knistert Sommerlaubfeuer.
Feste, die damit in Verbindung gebracht werden sind vor allem Halloween, Erntedank und das St. Martins-Fest, wo ich als Kind schon Wochen vorher in der Grundschule an meiner Martinslaterne herumgebastelt habe. Doch woher stammen diese ganzen Feste oder anders gefragt: Hat sie jemand erfunden und wenn ja wer?
Das Erntedankfest ist ein traditionell westliches Fest bei dem ursprünglich Gott für die herbstlichen Gaben gedankt werden soll. Der Ursprung reicht bis in die vorchristliche Zeit zurück. Auch im Judentum und im Römischen Reich kennt und kannte man das Erntedankfest. Auch wenn es sich um kein klassisch christliches Fest handelt, akzeptiert die katholische Kirche den Erntedankbrauch. Oft findet man im Herbst Opfergaben und Schmuck in einigen kirchlichen Gemeinden, vor allem auf dem Dorf.
Halloween wird traditionell am Abend vor Allerheiligen im November gefeiert. Die Bezeichnung stammt urspürnglich von „All Hallows Even“ und der Brauch wurde von den irischen Einwandern mit in die USA genommen, wo er fester Bestandteil des Festkalenders ist. Nach Europa kam das Fest dann in einer sehr kommerzialisierter Weise. Kinder wandern von Tür zu Tür und bitten um Süßigkeiten.
Hier hat der Halloween-Brauch etwas mit dem St. Martinsbrauch gemein. Ach hier ziehen Kinder im November mit ihren Laternen durch die Straßen, klingen in ihrer Nachbarschaft und bekommen Süßigkeiten. Der 11. November ist der Namenstag des heiligen Martin, der im Mittelalter aufgrund seiner heroischen Taten heilig gesprochen wurde. So teilte er an einem Tag seinen Mantel mit einem Bettler, der seinen Weg kreuzte. Die Martinslieder, die die Kinder in vielen Regionen Deutschland, Österreichs und der Schweiz singen, zeugen von dieser Überlieferung. Oft werden die Kinder deswegen von einen Reiter auf ihren Umzügen begleitet.