Kontaktloser Dynamo
Dynomos an Fahrrädern haben seit Anbeginn ihres Bestehens trotz aller erhellenden Momente eine unangenehme Nebenlast: sie erschweren das Pedaletreten merklich.
Seit dem Patent des Fahrraddynamos aus dem Jahr 1886 sind die meist verbreitetsten Lichtmaschinen am Fahrrad die sogenannten Seitenläuferdynamos. Um damit Licht zu erzeugen, muss ein Magnet innerhalb des Dynamos mit dem Treten der Pedale in Bewegung versetzt werden. Wie jeder aktive Radsportler und jene mit den guten, alten Erinnerungen von damals weiß, ist das nicht nur lästig, sondern auch anstrengend. Dies empfand auch der Westfale Dirk Strothmann so und erfand eine Alternative, welche dem Radfahrer keine Anstrengung kostet.
In seiner Vorstellung im NDR zeigt er, dass sein Dynamo den Strom und das Licht völlig ohne Reibung erzeugt. Dazu muss die Leuchte an der Bremse angebracht werden, weil sie nur im Abstand von fünf Millimetern zur Felge ihre Funktion zeigen kann. Trotzdem weder zum Reifen noch zur Felge Kontakt besteht, leuchten die beiden LEDs, wenn man die Felge dreht. Das klingt zunächst nach Zauberei, ist aber eigentlich nur reine Physik. Wie der Erfinder Strothmann erklärt, wird dabei nur eine Spannung induziert, welche die LEDs zum Leuchten bringt.
Im Innenleben des Dynamos wird wie auch beim konventionellen Fahrradlicht eine Kupferspule und Magnete verwendet. Der Unterschied liegt in der Leistung: als Magnete werden sogenannte Neodym-Magnete verwendet. Sie stecken samt der Spule in einem festen Carbonrohr.
Bewegt sich die Felge, sorgen diese Neodym-Magnete für Wirbelströme auf dieser. In diesen herrscht ein ständig wechselndes Magnetfeld, welches in der Fahrradleuchte eine Spannung induziert. Diese reicht aus, um die beiden befestigten LEDs am Fahrrad zum Leuchten zu bringen.


