Für alle notorischen Lichtschalter-Sucher dürfte diese Erfindung ein Stück vom Nonplusultra sein: ein im Türgriff integrierter Lichtschalter macht das Leben leichter.
Kommt man abends im Dunkeln nach Hause, kann die Suche nach dem Lichtschalter schon mal länger dauern. Hat man sich dann noch ein, zwei Gläschen vom guten Rotwein oder Champagner zu viel genehmigt, gleicht das Unterfangen einem abendlichen Abenteuer noch vor dem Kater am Morgen danach. Christian Dinse, schon seit Jahren Leiter einer Firma für Türbeschläge, half dem Erfinder Jörg Moser bei seiner Idee, den Lichtschalter doch schon in den Türgriff zu integrieren. Für Menschen wie mich, die auch nüchtern konsequent immer erstmal alle Lichtschalter durchprobieren um den richtigen zu finden, die perfekte Idee.
Dabei funktioniert das Anknipsen via Türgriff mittels eines Funklichtschalters, welcher schon vor Jahren von der Unternehmung EnOcean herausgebracht wurde. Diese brauchen weder Batterien noch einen Stromanschluss, denn der elektrische Strom für das Funksignal wird durch das Drücken des Schalters über das Verbiegen eines piezoelektrischen Kristalls erzeugt.
Doch diese Funktion an eine Türklinge zu adaptieren, stellte sich zunächst als Herausforderung dar. Bei einer fingerdicken Türklinke könne man sich wohl vorstellen, so der Konstrukteur Christian Dinser, dass es sehr aufwendig sei, hier eine hochfeste Mechanik samt einer sensiblen Elektronik unterzubringen. Nach vielen Probeversuchen aber konnte sich eine Lösung herausstellen: mit der Drehung des Griffs wird bei dem Türgriff mit Funklichtschalter die Energie erzeugt, mit der die Elektronik in Gang gesetzt und das Funksingnal übertragen wird. Über ein programmiertes Funkmodul lassen sich mit dem System verschiedene Leuchten anschalten.