Viele praktische Erfindungen haben dafür gesorgt, dass das Leben einfacher wird. Autos haben Pferdekutschen abgelöst und Flugzeuge das Zeppelin. Die Glühbirne, das Fahrrad, der Kugelschreiber und der Klebezettel sind Erfindungen, die von vielen genutzt und geschätzt werden und die den Alltag erleichtern. Der technische Fortschritt ist ungebremst und man kann gespannt sein, was sich die Ingenieure noch alles zukünftig ausdenken werden.
Eine Erfindung, die sehr großen Anklang bei den Menschen gefunden hat, ist das Fahrrad. Den heiß geliebten Drahtesel gibt es in vielen Formen, ob für zwei Personen geeignet oder mit überdimensionalen Rädern ausgestattet.
Anscheinend kamen im 17. Jahrhundert die ersten vom Menschen betriebenen Fuhrwerke vor, die jedoch zunächst nur für Zwecke der Repräsentation (Triumphwagen) genutzt worden sind. Der an Querschnittslähmung leidende Uhrmacher Stephan Farfler hat in diesem Zeitraum ein Gefährt mit drei Rädern entwickelt, das mit Zahnradübersetzung und Handkurbelantrieb ausgestattet war.
Ein Jahrhundert später wurden vierrädrige durch Körperkraft betriebene Wagen entwickelt, die zur Personenbeförderung in den herrschaftlichen Parkanlagen genutzt wurden. Das Wagenpersonal musste dabei ordentlich in die Pedalen treten was zu schneller Ermüdung führte.
Die heutigen Fahrräder sind mit einer raffinierten Technik ausgestattet, die im Vergleich zu der von Autos und Motorrädern eher simpel erscheint. Jedoch versteckt sich dahinter eine komplexe physikalische Theorie.
Seinen eigentlichen Ursprung hat das Fahrrad in der Entdeckung des Zweiradprinzips. Der Freiherr Karl Drais erschuf 1817 ein Zweirad, bei dem der Fahrer zwischen den Rädern saß und sich mit den Füßen am Boden abstieß. Drais bezeichnete das Gefährt als „Laufrad“, welches später als „Draisine” bekannt wurde.
Kurze Zeit später wurden in England die ersten so genannten Velozipede gebaut, die auch als hobby horse bezeichnet wurden.
Als aufgrund eines Vulkanausbruchs im Jahr 1816 die Haferernte sehr schlecht ausfiel und daraufhin viele Pferde starben, wurde das Fahrrad populär.
Um mit dem durch Tretkurbeln angetriebenen Rad höhere Geschwindigkeiten erreichen zu können, wurde das Voderrad vergrößert. 1870 wurde das Hochrad letztendlich entwickelt, aber in einigen Städten sofort verboten. Das Fahren mit dem Hochrad erfordert einiges an Geschick und durch den hohen Schwerpunkt des Rades kam es bei Bremsaktionen oder auf unebenen Straßen zu Unfällen, die mitunter tödlich ausgingen. Trotz seiner Mängel war das Hochrad sehr beliebt und hatte lange Zeit das Monopol.
Auch wenn das Hochrad eine technische Fehlentwicklung war, hat es auch heute noch viele Anhänger.