Restaurierung: Silikatanstrich für Holzbalken
Alte Fachwerkshäuser sind häufig nicht nur denkmalgeschützt, sondern sehen auch ziemlich gut aus. Damit das so bleibt, müssen sie regelmäßig mit hohem Aufwand restauriert werden.
Die Restaurierung der Fassade etwa beinhaltet nicht nur die Sanierung des Putzes, sondern eben auch der Holzbalken. Um hier ein optimales und möglichst langhaltendes Ergebnis zu erzielen, wurde schon lange Zeit nach dem besten Anstrich dafür gesucht. Doch auch die modernen Häuser, welche mit Holz verkleidet sind, bedürfen alle sechs bis acht Jahre einer Sanierung, damit sich keine Risse bilden und Feuchtigkeit eindringen kann. Mit einem neuartigen Farbanstrich soll das Holz nun doppelt solang vor Witterungseinflüssen geschützt werden können, ohne dass die Farbe ausbleicht.
Bisher bestehen herkömmliche Farben aus Farbpigmenten, einer Füllsubstanz (zum Beispiel feines Gesteinsmehl) und einem Bindemittel. Letzteres ist zumeist Kunststoff, welches eine ähnliche Wirkung wie Kleber hat und dafür zuständig ist, dass die Farbe an der Oberfläche haftet. Durch Verwitterungsprozesse allerdings härtet dieser Farbstoff von Zeit zu Zeit aus, womit auch das Bindemittel seine Wirkung verfehlt: die Farbe verliert ihren Halt auf dem Holz.
Um dem entgegenzuwirken, erforschte Franz Heiberger gemeinsam mit seinen Kollegen eine neue Holzschutzfarbe auf der Basis von Silikat, also kleinen wasserlöslichen Quarzen. Diese mineralischen Binde”teilchen” sorgen für eine chemische Wirkung und verschmelzen förmlich mit dem Untergrund. Das Ergebnis: eine viel festere Verbindung mit dem Untergrund.
Die Idee ist keine neue, doch bislang funktionierte das Prinzip nur mit Gründen wie Putz, Stein oder Beton. Mit einer speziellen Grundierung, welche speziell auf Silikatfarben abgestimmt ist, kann die Farbe jedoch auch mit jedem Holz reagieren.
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