Schuh mit Fühlfaktor

Eigentlich besitzen wir an unseren Fußsohlen unzählige Nervenzellen – viel davon spüren wir aufgrund der üblichen Schuhbekleidung jedoch nicht. Abhilfe soll nun der sogenannte “Fühlschuh” schaffen.

Auf die Erfindung von Frank Demann aus Leipzig geht die hier vorgestellte Erfindung zurück. Er entwickelte einen Schuh mit einer extrem dünnen und absatzlosen Sohle, um die ursprüngliche Natürlichkeit der Fußsensorik wieder zu aktiveren: die Unterseite der Füße registriert nämlich ständig, wie der Boden beschaffen ist – wie man sich vorstellen kann, droht diese Fähigkeit bei der üblichen Schuhsohlendicke aber zu verkümmern.

Schuhe ©flickr.com / nerys hamutal
Schuhe ©flickr.com / nerys hamutal


Frank Demann aber ist weder Schuhdesigner noch -macher, er arbeitet als Körpertherapeut. Bei seiner Arbeit ist ihm aufgefallen, dass viele Menschen mit verformten Füßen herumlaufen. Oftmals sei die Ursache hierfür bei den Schuhen zu suchen. Deshalb ist Demann auf die Idee gekommen, einen fußgerechten Schuh zu entwickeln.

Die breite Kappe der sogenannten “Fühlschuhe” (Senmotic pure shoes) bietet genügend Platz für die Zehen und Ballen der Füße. Der überaus flexible und dabei dennoch Halt spendende Schuh zeichnet sich durch eine Sohlendicke von rund drei Millimetern aus – ähnlich den Ballerinas. Damit sie abriebfest, ölresistent und temperaturbeständig ist, waren große Mühen in der Entwicklung erforderlich. Letztlich bot eine Mischung aus Kautschuk und Kunststoff die bestmögliche Qualität, um den Ansprüchen an die Sohle zu genügen.

Wer kalte Füße im Winter furchtet, sollte vielleicht dennoch auf Abstand gehen: zwar gibt es die Schuhe bereits mit einem Futter aus Lammfell, doch über die dünne Sohle kann auch dieses nicht hinwegtäuschen. Auch Frank Demann hat dazu nur einen Rat: in Bewegung zu bleiben.

(Quelle)

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