Schutz vor Einbruch: Das Alarmglas

Lange Zeit setzten sich zum Schutz vor Diebstahl die Alarmspinnen an Glasfassaden durch. Flache, sich an den Ecken befindende Drahtschleifen, welche bei Glasbruch den Alarm auslösten.


Glasfassade ©flickr.com / hchristian20

Doch die Möglichkeiten der Glasbruchüberwachung sind gewachsen: Ein Industriemeister für Glastechnik, Claus Baumann aus Tauberbischofsheim baut in seiner Firma SGT unter anderem auch Spezialgläser. Die neuste Entwicklung unter diesen ist das sogenannte Alarmglas, welches auch ganz ohne Alarmschleifen an den Ecken den gewünschten Alarm auslöst, sobald Diebe die Scheibe zerschlagen.

Das ganze wird möglich durch eine metallische Schicht, welche über die gesamte Fläche aufgedampft ist. Durch deren Metallionen zeichnet sich die Oberfläche als gut leitend aus und kann damit die Alarmspinne ersetzen.
Die Schicht ist sehr dünn und beeinträchtigt die Dursicht nicht. Durch angelötete Kontakte wird diese unter Schwachstrom gesetzt. Wenn die Scheibe zu Bruch geht, also der angelegte Stromkreislauf unterbrochen wird, sorgt ein elektronisches Element (die sogenannte Auswerteeinheit) dafür, dass ein Alarm ausgelöst wird.

Wie man sich in Anbetracht der Konstruktion möglicherweise schon denken kann, muss für ein Auslösen des Alarms nicht mal die ganze Scheibe kaputt gehen: selbst ein kleines Loch sorgt für die nötige Unterbrechung des Kreislaufs. Damit sich die Wahrscheinlichkeit des Fassens der Einbrecher erhöht, wird im Normalfall nur ein “stiller Alarm” an die Meldezentrale geleitet – dass die Polizei bereits alarmiert und auf dem Weg ist, sollten die Diebe also im Bestfall erst mitbekommen, wenn es schon zu spät ist.

Anwendbar ist das patentierte Überwachungssystem sowohl für private Haushalte als auch gewerblich genutzte Großflächen.Similar Posts:

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