Spielidee: SchachZwo
Für alle Hobbyschlachtherren wartet eine neue Art der spielerischen Kriegsunterhaltung auf: das altehrwürdige Strategiespiel “Schach” bekam vom Dresdener Rico Kratzenberg einen neuen Anstrich.
Schon vor 1500 Jahren spielten die Menschen Schach zur Unterhaltung oder um ihren Kopf aktiv zu halten. Doch seit etwa 500 Jahren gab es in dem Spiel nicht viel an Neuerung: jedes Schachbrett sieht gleich aus und die Figuren hatten damals wie heute dieselben Funktionen. Das kann zwar gut sein, alt ist es aber allemal. Wenn es nach dem frischgebackenen “Spieldesigener” Nico Kratzenberg geht, ist es einfach nicht mehr zeitgemäß.
Deshalb nahm er kurzerhand die Idee des Schachspieles auf und erfand das naheliegende “SchachZwo”. Das Feld ist nunmehr nicht 8×8 Felder groß, sondern 7×7 oder in der erweiterten Ausführung 9×9. Im Gegensatz zur Originalversion gibt es nun ein auffallend markiertes Feld in der Mitte des Bretts. Außerdem wurden auch die Figuren einer Generalüberholung unterzogen. Statt Königen, Damen, Läufern, Pferden, Türmen und Bauern sollen in Schachzwo Wächter, Männer, “neumodische” Pferde, Frauen und der Zenit den Spielspaß bringen. Letztere, spielentscheidende Figur besteht aus zwei Hälften, von denen jeweils ein Spieler eine bekommt.
Spielgewinner ist derjenige Spieler, welcher als erster mit seiner Hälfte des Zenits das markierte, mittlere Feld erreicht. Zum Zeichen der Einigkeit stellt dann auch der Verlierer seine Hälfte in die Mitte – und das klingt in der Tat fast ein wenig romantisch.
An den Spielzügen indes hat sich aber nur wenig geändert. Einige Ausnahmen gibt es trotzdem: so ist das Mittelfeld nur für den Zenit begehbar, und das auch nur, wenn er nicht von einer gegnerischen Figur bedroht wird. Alle anderen Figuren dürfen es nicht berühren.
Schachzwo entsteht zur Zeit noch in händischer Eigenarbeit. Ein Investor für die Spielidee wird noch gesucht.



