Die Entwicklung von der Schreibmaschine zum Computer scheint aus heutiger Sicht nur logisch, doch als die ersten Vorläufer der mechanischen Schreibmaschine von findigen Köpfen erdacht wurden, war noch nicht einmal im Ansatz zu erahnen, was einmal daraus werden würde.
Denn die erfinderische Reise von der Schreibmaschine zum Computer dauerte fast drei Jahrhunderte, wenn man die allerersten Hinweise auf ein Schreibmaschinen-artiges Gerät aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts berücksichtigt. Da diese jedoch äußerst vage ausfallen, einigte man sich rückblickend auf das Jahr 1714 als Geburtsstunde der Schreibmaschine, denn in diesem meldete ein Erfinder namens Henry Mill das erste Patent für die Idee einer solchen Entwicklung an – Zumindest soweit es uns heute bekannt ist.
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Meine schöne “Die Drei ???”- Sammlung! Auch wenn ich sie inzwischen als mp3 besitze… es ist doch herrlich ab und an einen Blick ins Regal zu werfen und all Folgen fein nebeneinander stehen zu sehen. Ist aber auch nostalgisch und erinnert mich an die guten alten Zeiten in den man vor “Wetten dass…” noch mit seinem Playmobilpiratenschiff in der Badewanne geplanscht hat. MC, so hieß eine Kassette, genauer gesagt Musikkassette. Heute gibt es nur noch die CD und sogar die wird inzwischen zur Rarität. Aber zurück zur MC: Wer hat das nostalgische Ding, das man auch gern mit dem schönen Wort “Bandsalat” assoziiert eigentlich erfunden?
Alles begann mit einem kleinen braunen Bändchen, eben jenem Bändchen, das sich immer bei den liebsten Kassetten im Rekorder verhedderte. Die ersten Musikkassetten wurden Anfang der 60er Jahre verkauft. Sie waren die Nachläufer des Tonbandgerätes, der Magnetophone. Tonbänder muss man als Weiterentwicklung der aus den 30er Jahren bekannten Drahtton- und Spulengeräte verstehen, die hauptsächlich mit losen Stahldraht arbeiteten. Dieser wurde dann durch ein Acetat-Band ersetzt – unser braunes Bändchen, das als elektromagnetisches Speichermedium dient(e).
Der Durchbruch mit der Kassette gelang jedoch erst mit dem regulären Vertrieb von Kassettenrekordern. Der erste Kassettenrekorder wurde 1963 auf der 23. Grossen Deutschen Funkausstellung vorgestellt. Er war zunächst nur batteriebetrieben und kostete satte 299 DM – ein kleines Vermögen für die damalige Zeit. Für Jugendliche entwickelte sich die Kassette zu dem Speichermedium schlechthin, als Kassettenrekorder mit eingebautem Radio erschienen. Dadurch konnte man seine Lieblingsmusik aus dem Radio aufnehmen und immer wieder abspielen. Der große Vorteil zu Grammophon und Schallplatte war, dass man die Kassetten viel leichter transportieren konnte. Als Konsequenz erschien einige Zeit später der Walkman. Und wer hat den erfunden? Könnt Ihr hier nachlesen!
Mit meinem Walkman liege ich auf dem Bett und höre immer wieder das Intro zu “Final Countdown”. Aus dem Tagebuch meiner Kusine, 1983
Die U-Bahn in Berlin fährt endlich wieder. In gewohnter Manier lasse ich mich in die U 7 am Rathaus Neukölln in einen der Sitze plumpsen. Neben mir hockt ein pickeliger 16-jähriger, der so laut Musik hört, dass die ganze Bahn mithören kann. Macht nichts, denn ich hab’ ja auch so ein Ding in meiner Tasche. Fürsorglich verstöpsele ich meine eigenen Gehörgänge und lasse mich zum Klang der Musik durch den Tunnel zum Mehringdamm fahren.
Als es noch keine MP3-Player gab, hatte man portable CD-Player, eine recht -sagen wir- bescheidene Erfindung, an die man nur noch mit rotem Kopf zurückdenken kann. Doch davor gab’s den Walkman, und das – darin sind sich Wissenschaft., Gesellschaft und Prekariat einig- war ein Hammerteil!
Der Walkman, ein von Sony geschützter Begriff, kam erstmals 1979 als sogenanntes “kassettenbasiertes tragbares Abspielgerät von Musik” auf den Markt. TPS-L2 hieß dieses Hammermodell, ein echter Knochen, ein Riesenquader aus Plastik, gern in blau oder rot. Den Look der dazugehörenden Kopfhörer prägten vor allem die Schaumschützer in Knallorange. Eine absolute Besonderheit war der doppelte Kopfhörereingang, der ermöglichte das zwei Personen gleichzeitig Musik hören konnten.
Der Sony-Walkman wurde in den 80er Jahren zu einem Konsumgut, das vor allem die urbanen Jugendkulturen prägte und bis heute eng mit deren Erinnerungen verknüft ist. Ähnlich, wie das Skateboard oder die Jeanshose ist der Walkman in seiner Zeit um 1980 ein Zeichen für Rebellion, Subkultur und Rock’n Roll gewesen. Der britische Kulturanthropologe Stuart Hall hielt den Walkman für kulturell so bedeutsam, das er gleich ein ganzes Buch darüber schrieb.
Keiner der Nachfolger vom Kassetten-Walkman, sei es der CD-Walkman, der Mini-Disc-Player oder der Mp3-Player, haben jemals den Kultstatus erreicht, den der klassische Walkman auslöste. Wen wundert’s? Das blaue Ding ist und bleibt einfach rattenscharf. Echte 80er-Fans und Nostalgiker_innen mit großer Kassettensammlung können sicherlich das eine oder andere Originalgerät noch bei Ebay ersteigern und in alten Erinnerungen schwelgen. Ich wünsche wohlwollend: Viel Spaß!