Seit jeher fasziniert die Hochkultur der alten Ägypter. Pyramiden, Grabstätten, Hieroglyphen und Papyrus sind nur einige Schlagworte, die ehrfurchtsvoll auf das alte Ägypten blicken lässt. In der Tat waren die antiken Ägypter eine Hochkultur im wahrsten Sinne des Wortes. Das zeigt sich auch an ihren zahlreichen Erfindungen, die auch für die heutige Zeit immer noch zeitgemäß sind. Einige will ich hier kurz aufführen.

Im Bereich der Körperpflege und –verschönerung legten die Ägypter für viele Dinge, die uns heute selbstverständlich erscheinen den Grundstein. Die Perücke, der Kragen, die Indigofärberei und der Spiegel sind alles Erfindungen, die aus dem alten Ägypten stammen. Schon die ägyptischen Frauen pflegten sich zu schminken und in den Mumien der Ägypter fand man tiefblau gefärbte Bänder, die durch den Pflanzenfarbstoff Indigo eingefärbt wurden. Indigo galt als besonders edle Farbe und wurde deshalb den Göttern geweiht. Aufgrund von Gräberfunden weiß man auch, dass die Ägypter Perücken flochten und ihr Haar mit Kämmen und mit Haarnadeln zurücksteckten.
Bier kommt aus Deutschland? Falsch gedacht! Denn die Ägypter waren die ersten, die Bier brauten. In Ägypten wurde sowohl von Frauen als auch von Männern viel Bier getrunken. Bier galt geradezu als Grundnahrungsmittel und hatte einen ähnlichen Stellenwert wie der Wein in den Kulturen des Mittelmeers. Dabei vermengte man ungekeimtes Weizenmehl mit Dattelmus und gärte die Masse in einem Bottich – in Grunde ähnlich wie heute.
Dass die Ägypter architektonisch noch bis zur heutigen Zeit ihresgleichen in der Menschheitsgeschichte suchen, ist eindrucksvoll durch Bauten, wie die der Sphinx und der Pyramiden von Gizeh bewiesen. Tatsächlich waren die Ägypter großartige Bauherren und entwickelte viele Formeln, Verfahren und Werkzeuge, die auch heute noch angewandt werden. So stammen die ersten Bewässerungstechniken wie Gräben und Dämme aus Ägypten, ebenso wie die gleicharmige Balkenwaage, das Winkelmaß und die Töpferscheibe.
Papier. Die Welt ist voll davon. Unsere Welt ist so von diesem Medium beherrscht, dass es uns schon gar nicht mehr auffällt. Es ist ein bisschen so, wie mit dem Märchen vom Salzprinzen. Erst wenn alles Papier der Welt verschwinden würde, wüssten wir, wie sehr unsere Kultur davon abhängt. Grund genug einmal genau zu betrachten, was es mit dem Papier auf sich hat und wie es dazu kommt, dass wir heute auf ihm schreiben.
Der Begriff „Papier“ stammt aus dem griechischen Wort papyros; es besteht größtenteils aus pflanzlichen Fasern, soweit auch das ägyptische Ur-Papier, das aus gelegten und gepressten Schilfpflanzenstängeln, die ineinander verflochten sind, besteht. Auch im Römischen Reich wurde Papyrus als Schreibunterlage verwendet.
Die Erfindung des Papiers wird jedoch den Chinesen zugeschrieben, genau genommen einem bestimmten Chinesen namens Tsai-Lun. Er war der erste der die heute (zwar abgewandelte) Methode der Papiergewinnung erfand. Das Revolutionäre an dieser Methode war vor allem die Zubereitung: Die Fasern wurden gekocht und zerstampft. Anschließend wurden sie mit einem Sieb abgeschöpft, getrocknet und gepresst.

Die Pflanzenfasern die in dieser Zeit benutzt wurden, waren wesentlich resistenter als die Holzfasern aus denen heute Papier gewonnen wird. Deswegen wurde Papier nicht nur zum Schreiben, sondern auch zur Dekoration von Wohnräumen gebraucht. Tapeten, Möbel und Skulpturen aus Pappmaché waren sehr verbreitet und sind es auch bis heute noch im asiatischen Raum – vor allem in Japan. Doch muss man sagen, dass die Herstellung von Papier in allen Hochkulturen gleichermaßen betrieben wurden. Aus die Mayas kannten die chinesischen und ägyptischen Methoden.
Über den Kulturkontakt mit dem Orient gelangte das Papier dann über Spanien nach Europa und verdrängte damit auch das Pergament als Schreibunterlage. Pergament galt ab diesem Moment, ungefähr ab dem ausgehenden Mittelalter, nur noch als Luxusschreibmaterial. Bei Pergament handelt es sich nicht um das heute zum Basteln häufig verwendete Pergamentpapier, das ebenfalls aus Holzfasern gewonnen wird, sondern um eine ganz besonders dünne Tierhaut.
Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm jede Menge nette Feste, die wesentlich entspannter zu ertragen sind, als Ostern oder Weihnachten. Herbst, das heißt die Tage werden kürzer, die Blätter verfärben sich, die Ernte wird eingeholt und auf den Feldern im Umland knistert Sommerlaubfeuer.
Feste, die damit in Verbindung gebracht werden sind vor allem Halloween, Erntedank und das St. Martins-Fest, wo ich als Kind schon Wochen vorher in der Grundschule an meiner Martinslaterne herumgebastelt habe. Doch woher stammen diese ganzen Feste oder anders gefragt: Hat sie jemand erfunden und wenn ja wer?
Das Erntedankfest ist ein traditionell westliches Fest bei dem ursprünglich Gott für die herbstlichen Gaben gedankt werden soll. Der Ursprung reicht bis in die vorchristliche Zeit zurück. Auch im Judentum und im Römischen Reich kennt und kannte man das Erntedankfest. Auch wenn es sich um kein klassisch christliches Fest handelt, akzeptiert die katholische Kirche den Erntedankbrauch. Oft findet man im Herbst Opfergaben und Schmuck in einigen kirchlichen Gemeinden, vor allem auf dem Dorf.
Halloween wird traditionell am Abend vor Allerheiligen im November gefeiert. Die Bezeichnung stammt urspürnglich von „All Hallows Even“ und der Brauch wurde von den irischen Einwandern mit in die USA genommen, wo er fester Bestandteil des Festkalenders ist. Nach Europa kam das Fest dann in einer sehr kommerzialisierter Weise. Kinder wandern von Tür zu Tür und bitten um Süßigkeiten.
Hier hat der Halloween-Brauch etwas mit dem St. Martinsbrauch gemein. Ach hier ziehen Kinder im November mit ihren Laternen durch die Straßen, klingen in ihrer Nachbarschaft und bekommen Süßigkeiten. Der 11. November ist der Namenstag des heiligen Martin, der im Mittelalter aufgrund seiner heroischen Taten heilig gesprochen wurde. So teilte er an einem Tag seinen Mantel mit einem Bettler, der seinen Weg kreuzte. Die Martinslieder, die die Kinder in vielen Regionen Deutschland, Österreichs und der Schweiz singen, zeugen von dieser Überlieferung. Oft werden die Kinder deswegen von einen Reiter auf ihren Umzügen begleitet.