Erfindungen im Alltag

Von skurill bis unverzichtbar
 


Montgolfier: Der Heißluftballon

Autor: franfi
abgelegt in: Allgemein

In bunten Farben schweben sie heute nicht selten als Werbebanner über unseren Großstädten, manchmal dienen sie auch einfach nur einer netten Luftfahrt für die luftige Touristenaussicht.

Heißluftballon ©flickr.com / bistvan19
Heißluftballon ©flickr.com / bistvan19

Der Ballon funktioniert letztlich nach dem archimedischen Prinzip “leichter als Luft”. Die Verringerung des Gewichts und damit ein Aufsteigen der Ballonmasse wird dadurch erreicht, dass ein großes Luftvolumen innerhalb des Ballons erwärmt wird. Dadurch reduziert sich das spezifische Gewicht. Dieser Gewichtsverlust des erwärmten Luftvolumens lässt sich als Gesamtgewicht des Ballons verstehen (also alles, was Hülle, Korb, Seile und Nutzlast auf die Waage bringen).

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Ein Luftschiff hat die Form einer Zigarre und ist mit Gas gefüllt. Durch dieses Gas steigt es in die Luft, wo es sich mit Hilfe von motorbetriebenen Propellern fortbewegt. Die überragende Erfindung ist auf keinen anderen als Ferdinand Graf von Zeppelin zurückzuführen.

von Tim Pearce, Los Gatos © Flickr

Die Erfindung des Luftschiffs ist auf Ferdinand Graf von Zeppelin zurückzuführen. Der Sohn einer traditionellen Adelsfamilie wurde am 8. Juli 1838 in Konstanz geboren und hatte bereits in der Schule eine Neigung zu den naturwissenschaftlichen Fächern.

Zeppelins Quelle der Inspiration

John H. Steiner entwickelte den sogenannten Heißluftballon. Einen solchen Ballon erblickte Ferdinand Graf von Zeppelin während einer Reise durch die USA. Von Anfang an war der junge Zeppelin begeistert von dem Fluggerät und trat mit Steiner in Kontakt, um mit dem Ballon einmal in den Himmel aufsteigen zu können. Seit diesem Erlebnis verließ den Grafen von Zeppelin nie die Begeisterung für den Luftraum.

Von der Planung zu Umsetzung

Die Idee ein Luftschiff zu konstruieren entsprang jedoch einer späteren Beobachtung des Grafen von Zeppelin. Während des Deutsch – Französischen Krieges (1870/71) wurden von französischer Seite Heißluftballons als Transportmittel für Evakuierung von Menschen genutzt. Da den Ballons an Stabilität im Luftraum fehlte, schwankten sie enorm und verhinderten somit die Rettung vieler Menschen. Diese Beobachtung inspirierte Graf von Zeppelin ein Luftschiff zu konstruieren, das sich durch Stabilität gegen den Wind behaupten kann.

Das erste Luftschiff LZ 1

Erstmals fertigte Graf Zeppelin Zeichnungen und Entwürfe von seinem Luftschiff an. Doch die Umsetzung der Pläne wurde erst 1890 aufgenommen. In den Jahren bis 1890 arbeitete er erfolgreich im Bereich der Diplomatie sowie dem Militär. Der erste Prototyp wurde 1892, in Zusammenarbeit mit dem Techniker Theodor Korber entwickelt und LZ 1 getauft. Am 2. Juli 1900 stieg das Luftschiff erstmals mit seinem Erfinder 400 m in die Luft hinauf. Graf Zeppelin kann als Meilenstein Luftfahrt – Geschichte bezeichnet werden. Am 08.03.1917 verstarb der so begnadete Erfinder.

Wer selber einmal einen Zeppelinflug wagen will, kann sich hier weiter informieren…


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Fallschirme sind in erster Linie dafür da, Personen oder Gegenstände aus der Luft unversehrt zu Boden zu bringen. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten der Fallschirme: Rundkappen- und Flächen- oder Gleitfallschirme, die sich prinzipiell nur im Aussehen unterscheiden.
Fallschirm-Springer Bloemche©Flickr
Dienen sie einem sportlichen Zweck, werden sie als Luftsportgeräte verwendet und sind daher Sprungfallschirme. Setzt man sie zur Rettung einer Person in Luftnot ein, redet man von Rettungsfallschirmen. Werden Güter wie Hilfspakete mit diesen Schirmen befördert, gelten sie als Lastenfallschirme. weiterlesen »


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Ich gebe zu, der Luftballon ist nicht gerade ein Weihnachtsthema, trotzdem geht es heute um das seltsame Gummigetüm. Egal ob einfach aufgeblasen, mit Wasser gefüllt, aufgepustet und quietschend, sausend, prustend in die Luft gelassen – das Ding macht Freude. Denn was ist friedlicher und niedlicher, als ein verirrter Luftballon in der Fußgängerzone? Von den frisierten mit Helium aufgefüllten und gepimpten Luftballons gar nicht zu sprechen…

Luftballon am Straßenrand by Duchamp flickr

Der Luftballon ist, wie so vieles, ein Laborkind, genauer gesagt ein britisches Laborkind. Im 19. Jahrhundert, genauer gesagt im Jahre 1824, experimentierte der Londoner Professor Michael Faraday am ersten Gummiluftballon. Dafür drückte er zwei runde Flächen Rohgummi aufeinander, bestäubte das Innere mit Mehl und füllte diesen schließlich mit Wasserstoff. Das Ding dehnte sich so stark aus, dass es fast durchsichtig wurde und schwebte anschließend elegant an die Decke. Schon kurze Zeit später wurde der  Luftballon als Set verkauft, in dem man das Rohgummi selbst zusammenpressen musste. Das Gummi war jedoch unvulkanisiert und deswegen nicht lange haltbar.

Heute werden Luftballons aus flüssigem Latex hergestellt. Das Mundstück wird dabei vom Ballonhals her ein wenig aufgerollt; dadurch wird ein Ring erzeugt, der das Aufblasen erleichtert.

Hier noch ein lustiger Weltrekord: Die längste Strecke mit einem Helium gefüllten Luftballon legte der aus den USA stammende Ken Couch zurück. Er schwebte mit seinem Balon, an dem er einen Gartenstuhl befestigte 350 km von seiner Heimatstadt bis nach Idaho!


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Fliegen fasziniert seit jeher. Nicht nur die griechische Mythologie mit ihren Geschichten um Ikarus und Hermes ist voller Sehnsucht danach; auch die moderne Literatur ist seit jeher von diesem Motiv fasziniert, und auch in Filmen, wie Mary Poppins, Harry Potter und E.T. finden sich fliegende Menschen auf Fahrrädern, Autos und Regenschirmen wieder.

Einer der Menschen, die den Traum vom Fliegen wahr machten, war Ferdinand Graf von Zeppelin – der Erfinder des nach ihm benannten Zeppelin-Luftschiffes. Noch heute ist man fasziniert, wenn ein Zeppelin am blauen Sommerhimmel vorbeischwebt. An Flugzeuge hat man sich inzwischen gewöhnt, doch der Zeppelin hat immer noch etwas Exotisches.

by Stig Nygaard fickr

Sein Erfinder, Ferdinand Graf von Zeppelin, wurde 1838 in Konstanz geboren. Als Sohn des damals amtierenden württembergischen Ministers wuchs er in Schloss Girsberg in Emmishofen auf. Er studierte Staatswissenschaft und Maschinenbau und war anschließend lange Zeit als Soldat und als Kriegsbeobachter tätig. Erst ab 1880 begann er sich mit der Luftfahrt zu beschäftigen, da vor allem mit dem lenkbaren Ballon.

1899 baute er den Prototyp für sein lenkbares Luftschiff und ließ dieses einige Jahre später über dem Bodensee starten. Zeppelin erwarb vorher die Patente eines ungarischen Erfinders namens Davis Schwarz, der ebenfalls an der Entwicklung eines Luftschiffes gearbeitet hatte. Zeppelin verfeinerte seine Erfindung, und ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts starteten seine Luftschiffe regelmäßig und transportierten auch Menschen. Vor allem im Krieg fand der Zeppelin als Aufklärungsinstrument Einsatz.

Allerdings wurde der Zeppelin dann von der parallelen Erfindung des Flugzeuges eingeholt. Doch bis heute wird der Zeppelin eingesetzt -jedoch wird er in der heutigen Form nur noch zu Werbezwecken oder ähnlichen Attraktionen eingesetzt. Sieht trotzdem immer wieder toll aus!


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Gestern hat mich meine Freundin Leonie angerufen: “Ich tu’s, ich werd’s jetzt endlich tun!” rief sie kreischend in den Hörer. Ich wusste schon wovon sie sprach. Seit Wochen dreht sich allem nur um das eine: Fallschirmspringen zusammen mit ihrem Freund, als Liebesbeweis. Ich konnte bisher bei sowas immer nur gleichgütlig die Schultern zucken. Das ist nichts für mich. Schon gar nicht als Liebesbeweis. Um Himmels Willen, was wenn das Ding nicht aufgeht und ich…nee, nee.

Käthe Paulus, die Erfinderin des Paketfallschirms durfte diese Ängste möglicherweise verstanden, jedoch nicht gehabt haben. 1868 geboren, war sie die erste deutsche “Berufsluftschifferin”. Die Kunst des Ballonfahrens lernte Käthe Paulus von Hermann Lattemann, mit dem sie auch privat liiert war. Er zeigte ihr, wie man Ballons und Fallschirme nähte: Für Käthe die eine Schneiderausbildung abgeschlossen hatte, ein Kleinigkeit.

Parachutes by Ground Zero flickr

Zusammen mit Lattemann unternimmt Käthe Paulus viele Flüge im Ballon. Insgesamt springt sie 147-mal aus dem Ballon mit dem Fallschirm in die Tiefe. 1893 kommt Latteman bei einem Ballonunglück ums Leben. Käthe ist so traumatisiert, dass sie zwei Jahre bettlägerig ist. Doch sie macht weiter.

Als der erste Weltkrieg ausbricht verbessert Käthe Paulus den Fallschirm und erfindet den zusammenlegbaren Fallschirm. Dabei erfindet sie eine spezielle Hülle, in den man den bisher losen Fallschirm einpackt. Während des Falls wird die Hülle durch einen speziellen Mechanismus geöffnet.

1935 starb Käthe Paulus in Berlin-Reinickendorf. Seit 2005 ist die Katharina-Paulus-Str. im Berliner Stadtteil Moabit nach ihr benannt.


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New York, Dubai, Ulan Bator – die Menschheit reist. Durch das Flugzeug haben wir die Distanz überwunden und die Welt kleiner und übersichtlicher gemacht. Wer heute in Barcelona Tapas essen will, setzt sich in ein Flugzeug und ist schneller und günstiger als mit jedem anderen Verkehrsmittel an der Mittelmeerküste. So selbstverständlich dies ist, manchmal kann man es doch nicht richtig glauben. Man sitzt im Flieger, schaut aus den Fenster und schwebt über den Wolken.

© by vlad259 flickr

Vor 100 Jahren, im Jahre 1908, führten die Gebrüder Wilbur und Orville Wright in Frankreich den ersten öffentlichen, bemannten Motorflug vor und machten den Traum vom Fliegen für die Menschheit wahr. Schon 5 Jahre zuvor war den Brüdern auf ihrem Übungsplatz Kitty Hawk/North Carolina ein erster „Flug“ gelungen. Er dauerte genau 12 Sekunden und erstreckte sich über eine Länge von 35 Metern. Am selben Tag gelang den Brüder jedoch ein weiterer Flug, der sich nun schon über 250 Meter erstreckte.

Dieser Tag im Dezember 1903 wird zwar als die Geburt der bemannten Flugfahrt bezeichnet, doch muss man dazu sagen, dass schon zuvor bemannte Flugfahrten stattgefunden hatten. So hatte der Flugpionier Karl Jatho schon im August 1903 sein Flugzeug in Hannover abheben lassen. Trotzdem werden die Gebrüder Wright als die erfolgreicheren Flugpioniere angesehen, da sie in kürzerer Zeit ihren Prototypen, den FLYER, optimierten und perfektionierten.

Eigentlich aus ärmlichen Verhältnissen stammend, entdeckten die Brüder Wright schon früh ihre Leidenschaft für Technik. Dass Not erfinderisch macht, schien auch den beiden Wright-Brüdern bekannt zu sein. Als 1878 das „Helicoptere“, ein Schraubenflieger-Spielzeug, das der Vater den beiden technikbegeisterten Brüdern geschenkt hatte, zu Bruch ging, bauten Orville und Wilbur es nach. Später betrieben sie gemeinsam ein Fahrradfabrik, in der sie einen sehr erfolgreichen, von ihnen patentierten Fahrrad-Prototyp bauten. Der Tod Otto Lilienthals erschütterte und inspirierte die Brüder gleichsam. Sie beschlossen die Unglücksursache zu erforschen und einen sicheren Flugapparat zu entwerfen.

Der FLYER, mit dem sie 1908 in Le Mans/Frankreich die ersten öffentlichen Flüge vorführten und der gemeinsam mit der US-Army weiterentwickelt wurde, wird heute als FLYER 1 oder KITTY HAWK bezeichnet.


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Pionier der Luftfahrt

Autor: Leonardo
abgelegt in: berühmte Erfinder

© *clairity*Vor 500 Jahren lebte in Italien ein Mann, den man mit Fug und Recht als einen der großen Luftfahrtpioniere bezeichnen kann, auch wenn er zu seiner Zeit keines seiner Fluggeräte realisieren konnte: Leonardo da Vinci.

Leonardos Zeitgenossen zweifelten, als er behauptete, eine Zeltkonstruktion aus Tuch mit etwa sieben Meter Kantenlänge würde ausreichen, um einem Menschen den gefahrlosen Sprung aus jeder beliebiger Höhe zu ermöglichen. Eine riskante Spekulation mit Menschenleben? Fakt ist: Moderne Forscher haben bewiesen, Leonardos Fallschirm hätte funktioniert!

Spektakulärer sind Leonardos Entwürfe von manövrierfähigen Fluggeräten. Dazu gehört die Flugspirale, bei der eine mit Tuch bespannte Holzkonstruktion in Form einer Schraube, die von vier Männern über Kurbeln in Rotation versetzt werden sollte, bis die Drehgeschwindigkeit ausreicht, damit sie in die Luft stiege – ein Vorläufer unseres Hubschraubers. Ebenso wie die Entwürfe mechanischer Vögel, die ebenfalls durch Muskelkraft angetrieben werden sollten, scheiterte dieser Entwurf nur daran, dass die menschliche Kraft bei weitem nicht ausreicht, um die dazu nötige Geschwindigkeit zu erreichen.
War der Forscher Leonardo zu kurzsichtig, um zu erkennen, was den Erfolg seiner Entwürfe behinderte? Im Gegenteil, Leonardo erkannte seinen Fehler selbst.

Angeregt durch die Beobachtung des Flugverhaltens von Vögeln entwarf er in späteren Jahren Fluggeräte, die mit Hilfe beweglicher Flügel die Strömungskräfte des Windes nutzen, um das Gerät in der Luft zu halten. Moderne Wissenschaftler forschen in dieselbe Richtung, um durch ergonomische Flügelgestaltung den Luftwiderstand und damit den Energieverbrauch moderner Flugzeuge zu senken.

Nur eine Idee kam Leonardo nie: Die Verwendung starrer Flügel, die Jahrhunderte später anderen Flugpionieren zum Erfolg verhelfen sollten. Ein Genie war Leonardo trotzdem. Er dachte zu einer Zeit wissenschaftlich über das Fliegen nach, als andere schon den Versuch als Teufelswerk betrachteten.


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