Erfindungen im Alltag

Von skurill bis unverzichtbar
 


Der LHC oder zu deutsch Großer Hadronen-Speicherring ist ein ringförmiger Teilchenbeschleuniger für Hadronen in Cern bei Genf am Europäischen Kernforschungszentrum.

Die bekanntesten Hadronen sind die Nukleonen, Neutronen und Protonen. Im LHC werden diese gegenläufig in Vakuumröhren auf Kollisionskurs gebracht. Dabei sollen unterschiedliche Elementarteilchen erzeugt werden. Die Forscher erhoffen sich den Nachweis des bislang nur hypothetischen Higgs-Bosons. Das Higgs-Boson ist ein Austauschteilchen, nach dem britischen Physiker Peter Higgs benannt, das im Standartmodell der Elementarteilchenphysik vorhergesagt wird.

LHC ©flickr by delaere

Zur Geschichte:
Im Dezember 1994 gab das Cern Council grünes Licht für den Bau eines Beschleunigers mit einer Schwerpunktsenergie von 10 TeV. Zu späterer Zeit sollte die Technik dann auf 14 TeV aufgerüstet werden. Im Dezember 1996 wurde entschieden auf den Zwischenschritt zu verzichten und gleich die 14 TeV in Angriff zu nehmen. Der Tunnel des Large Electron-Positrion Collider war in Cern schon vorhanden und so konnte dort der Bau günstiger vorangetrieben werden. weiterlesen »


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Wer kennt sie nicht, langsame Diskettenlaufwerke geringer Kapazität oder schwer zu händelnde CD-RW. Abhilfe schaffte in den letzten Jahren ein kleiner Flash-Speicher, nämlich der USB-Stick.

Vor einigen Jahren war es noch üblich für größere Mengen Daten oder für Programme unter Umständen etliche Disketten, eine hatte ja nur eine Speicherkapazität von 1,44 MB, zu benutzen. Das Speichern der Daten ging sehr langsam und die Disketten waren sehr anfällig gegen mechanische Beschädigungen. Dann kamen CD-Brenner auf und man konnte größere Datenbestände in kürzerer Zeit sichern. Dabei erlaubte die CD-RW ein Wiederbeschreiben der Disc.

USB-Speicher-Stick mit Schlaufe und „unverlierbarem“ Schutzbüge © Wikipedia by User:StromBerDie letzte Entwicklung im Massenspeicherbereich sind die sehr kompakten USB-Sticks. Sie haben eine höhere Speicherkapazität und wesentlich kürzere Zugriffszeiten als die anderen Systeme. Die übliche Computerschnitt- stelle für diese Sticks ist die USB 2.0 Schnittstelle. Theoretisch lassen sich mit ihr Daten mit einer Geschwindigkeit von 60 MByte/s auslesen. In der Praxis erreichen diese  Schnittstellen eine Datentransferrate von ca. 30-35 MByte/s. Außerdem ist der USB-2.0-Bus abwärtskompatibel zum USB-1.1-Bus. Dabei reduziert sich allerdings die Datentransferrate erheblich. Eine noch höhere Datentransferrate lässt die neue USB-3.0-Schnittstelle vermuten. weiterlesen »


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Jeder kennt sie, die DVD. Sie ist heute fast überholt und man fragt sich, was kommt danach. Ist es eine DVD mit noch mehr Speicher, oder lädt man die Daten, die Musik, … auf einen Festspeicher. Diese werden ja auch immer handlicher und billiger.

Genauso wie die CD ist die DVD ein digitales Speichermedium, sie ähnelt einer CD, hat aber bedeutend mehr Speicherplatz. Deshalb ist sie neben dem Speichern von Musik besonders zum Sichern von großen Datenbeständen gedacht. Anfangs, da die Unterhaltungsindustrie für die Verbreitung von Filmen ein neues Medium suchte, war die DVD nur für Filme gedacht. Die DVD wurde entwickelt um die Videokassette abzulösen.DVD−R, beschreib- und lesbare Seite ©Wikipedia by User:Wanted, User:Ochro

Es gab zunächst verschiedene DVD Standards. Anfang 1995 einigten sich die verschiedenen Firmen auf einen einheitlichen Standard. 1996 kamen erste Abspielgeräte und auch die entsprechenden DVDs in den Handel. In verschiedenen Regionen der Erde wurden DVDs mit unterschiedlichem Regionalcode eingeführt. Dadurch konnte die Filmindustrie den Markt besser kontrollieren. Das wurde deshalb notwendig, weil in verschiedenen Teilen der Erde Filme zu unterschiedlichen Zeiten eingeführt wurden und werden. 1999 kamen erste DVD-Brenner in den Handel. Diese waren jedoch sehr teuer. weiterlesen »


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Organische Leuchtdioden (OLED) sind dünnfilmige, leuchtende Bauelemente aus organischen halbleitenden Materialien. Sie unterscheiden sich von anorganischen LEDs durch eine geringere Strom- und Leuchtdichte, sowie durch eine geringere Lebensdauer.

Die OLED-Technik ist vor allem für Bildschirme, Fernseher, Monitore, Notebooks und Displays geeignet. Weiterhin sind großflächige Raumbeleuchtungen vorstellbar. Durch besondere Materialeigenschaften sind OLEDs als biegsamer Bildschirm oder elektronisches Papier denkbar. Künftige Anwendungsmöglichkeiten sind hauchdünne, transparente Beschichtungen für Fenster und Wände. An beliebiger Stelle können Bildschirme erscheinen oder einfach nur Beleuchtungseinheiten.

OLED TV ©flickr by Steve Liao

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Konrad Ernst Otto Zuse erfand in den Wirren des Krieges den ersten Computer der Welt. Mit dem Z3 gelang ihm die Konstruktion des ersten programmierbaren Computers. 

Konrad Zuse © Wikipedia.deDer geborene Berliner (1910) war zunächst Bauingenieur und arbeitete als Statiker in Schönefeld bei den Henschel-Flugzeugwerken. Hier kam ihm die Idee die Berechnungen zu automatisieren. Die Idee für einen Computer war geboren.

Er fand eine Möglichkeit, wonach die Berechnung mittels der Gleitkommazahlen vereinfacht werden konnte. Dieses System wird seit dem selbst von heutigen Netbooks genutzt. Die Basis für diese Bahnbrechende Entdeckung lieferte die Mathematik mit Mantisse- und Exponent-Rechnungen. Mit der Standardisierung der Gleitkommazahlen war die IEEE-754-Normierung geschafft.

Zudem legte Zuse den ersten Grundstein für das heutige Programmieren, mit der ersten universellen Programmiersprache.

Von der ersten automatischen Rechenmaschine (Z1) bis zum Z4 vergingen ein paar Jahre. Diese Entwicklung wurde von den Nazis nicht ernstgenommen, was seine Forschungsarbeit zwar minimierte, aber er zumindest nicht zum Gehilfen dieser Unmenschen wurde.

1941 kam es schließlich zum Z3 – der erste programmierbare Computer. Aber eine Bombe zerstörte sein Unternehmen und auch teilweise seine Entwicklung. Aber Zuse arbeitete bereits am Z4. Diese Technik wurde schließlich versteckt. In diesem Zusammenhang traf er auf Wernher von Braun, der später den ersten Mann zum Mond schicken sollte.

Die Weiterentwicklung dieser, die Zukunft bestimmenden Technik, wurde und wird zum Teil in den USA perfektioniert und minimiert. Es war ein langer Weg vom Z1 zum Miniatur-Rechner, wie beispielsweise dem Blackberry. Aber auf dem Weg dort hin gab es noch eine bahnbrechende Erfindung von Zuse: den ersten magnetischen Datenspeicher mit dem Rechner Z11. Und erst in den letzten Jahren wurde von dieser Form der Speicherung abgelassen.

Computer Z11 © Flickr /Steve Parker
Zuse entwickelte nicht nur den ersten Computer, sondern auch die erste universelle Programmiersprache und die Magnetspeicherung.

Der Ingenieur und Erfinder wird mit einem Museum geehrt. Er starb 1995 und bekam die Entwicklung seiner Erfindung noch mit.


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Eine bemerkenswerte Erfindung kommt in diesem Jahr aus den Niederlanden: Polymer Vision hat mit Readius die erste Anwendung für eine interessante Technologie geschaffen. Schon lange sind Bildschirme im Gespräch, die sich ähnlich wie Papier verhalten – also auf- und zurollen lassen und extrem dünn sind.

Der Readius ist eine Mischung aus Handy und eBook – und die erste Anwendung für das dünne TFT-Papier, die funktioniert. Die zugrunde liegende Technologie ist übrigens bereits 2002 entwickelt worden. Bei normalen TFT-Bildschirmen werden die Partikel auf Glassubstrate aufgetragen. Bei dieser Bildschirmvariante wird statt Glas Kunststofffolie verwendet. Dadurch sind die hergestellten Bildschirme viel dünner als normale Flachbildschirme und können auch eingerollt werden, ohne dass sie Schaden nehmen.

Laut Aussagen der Wissenschaftler sind die Bildschirme auch energiesparender, die Einsparungen im gegensatz zu einem Bildschirm der gleichen Größe sollen sich im Faktor 10 bewegen. Dafür können die Roll-Displays des Readius bisher nur Graustufen und keine Farben anzeigen. Polymer Vision hat aber am 15. Mai bereits Farbdisplays präsentiert.

Eine tolle Erfindung in einem wichtigen Technologiebereich! Gerade für eBooks ist die Technologie wunderbar, bisherige Versionen krankten immer an der zu starken Hintergrundstrahlung des Gerätes.


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Natürlich kennt jeder die verwaschenen Bilder von früheren “Computerspielen”. Ziemlich klobige Konsolen vor alten Fernsehern mit Punkten drauf. Pong? Mondlandung? Irgendwo da hat das angefangen. Aber wie genau?

Pong war mitnichten nicht das erste Computerspiel, sondern das erste Spiel, welches als Heimcomputersystem programmiert wurde. Der Erfinder des ersten Videospiels heißt Willy Higinbotham und sein Spiel “Tennis for Two” hat er schon im Jahre 1958 fertiggestellt, 15 Jahre früher als Pong. Das “Spiel” war ein Oszilloskop, an den ein Analogcomputer angeschlossen wurde. Higinbotham arbeitete an dem Spiel, um die Attraktivität einer Ausstellung aufzufrischen, die das Brookhaven National Laboratory (damals ein Forschungsinstitut für Nuklearkraft) veranstaltete, um der Bevölkerung die Angst vor dem Super-GAU zu nehmen.

Tennis for Two - das erste Videospiel © wikimedia

Das Prinzip war für heutige Begriffe simpel: Eine Linie fungierte als Boden, eine senkrecht stehende Linie als Netz. Der Ball konnte mit den Controllern von einer Seite zur anderen geschlagen werden, dabei löste ein Knopfdruck den Schlag aus, dessen Neigungswinkel eingestellt werden konnte.

Landete der Ball im Netz, war das Spiel zu Ende und konnte mit einer Reset-Taste neu gestartet werden. Es gab sogar Wind im Spiel und der Ball sprang zurück, wenn er das Netz getroffen hatte. Damit war das erste Videospiel der Welt komplexer als Pong. Das Spiel kam bei den Besuchern sehr gut an, die Menschen standen an manchen Tagen stundenlang Schlange, nur um spielen zu dürfen. Sehr interessant, vergleicht man “Tennis for Two” mit den Produkten, die heute die Menschen zum Schlangestehen bewegen.

Pong - das Vierte Videospiel

Higinbotham hat seine Erfindung niemals patentiert, er hielt sie für nahe liegend und eines Patentes nicht würdig. Das Spiel “Tennis for Two” verschwand nach der Ausstellung wieder und Higinbotham verstarb 1995 mit ungefähr 20 Elektronik-Patenten, ohne jemals Teil am überwältigenden Erfolg der Videospiele gehabt zu haben.


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19-September-82 11:44 Scott E Fahlmann “:-)”

From: Scott E Fahlmann
I propose the following character sequence for joke markers:

“:-)”
Read it sideways. Actually, it is propably more economical to mark things that are NOT jokes, given current trends. For this use:
“:-(“

Ungefähr so sah die Nachricht aus, die der Informatikstudent Scott Fahlmann am 19. September 1982 auf einem Bulletin-Board der Carnegie Mellon University hinterließ. Damit kam das berühmteste Emoticon “:-)” auf die Welt und ebnete den Weg für die darauf folgende Flut von Buchstaben- und Zeichenkombinationen, die es uns heute möglich machen über die Tastatur unserer Computer menschliche Gefühle auszudrücken.

Smiley © by Violator3 @flickr

Das Wort “Emoticon” setzt sich aus “Emotion”= Gefühl und “Icon”= Bild zusammen und bringt die Bedeutung des Wortes Emoticon damit im wahrsten Sinne des Wortes auf den Punkt. Hatte man vor der Einführung von Emoticons mit den Missverständnissen, die über geschriebene Mitteilungen leicht entstehen können, zu kämpfen, so fügt man heute einer Email oder SMS einfach einen Doppelpunkt, einen Bindestrich und eine Klammer hinzu, um seinem virtuellen Gegenüber zu zeigen, wie die Nachricht gemeint ist.

Die auch als “Online-Emotion” bezeichnete Praxis findet sich in allen Internet-Communities der Welt wieder. Im europäischen und anglo-amerikanischen Kulturraum haben sich vor allem die Seitwärts-Emoticon von Scott Fahlmann etabliert.

In Japan werden Emoticons allerdings nicht seitwärts, sondern gerade geschrieben. Dabei haben japanische Emoticons eine größere Variabilität, da nicht nur die lateinischen Buchstaben, sondern auch japanische Schriftzeichen eingesetzt werden. Man hat festgestellt, dass japanische Emoticons sich eher auf die Augen konzentrieren, während sich amerikanische eher auf den Mund konzentrieren.

Japanische Emoticons

(^^) lächelndes Gesicht

(;_;) traurig sein

:-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)



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