Viele Großstädter und Vierradschubser kennen das Problem: die elendige Parkplatzsuche. Die nun vorgestellte Erfindung kann dem zwar keine Abhilfe schaffen – wohl aber die nicht weniger haarsträubende Suche nach Ihrem Fahrzeug erleichtern.
Berlin, 18.23 Uhr in Friedrichshain.
Der Normalzeit-Arbeitnehmer mit Wohnsitz im Szene-Kiez kreiselt seit nunmehr 35 Minuten um den Block. Immer mit dabei: die Hoffnung auf die Lücke. Nach geschätzten weiteren 16 Minuten ist es vollbracht. Vier Blöcke und ein verschwiegener weiter als der eigentliche Wohnsitz – aber man lebt ja schließlich in der Großstadt. Da hat das ja so zu sein, wofür tut man sich denn sonst den BigCity-Mief an?
Ich weiß es nicht.
“Ein Gläschen geht noch, dann ist aber wirklich Schluussss!” – am Abend ab 20 Uhr dürfte dies wohl einer meiner meist gesprochensten Sätze sein. Hachja, der liebe Champagner…
Und wieder geht es um Alkohol (aber wir werden ja keine voreiligen, unwiderlegbaren Rückschlüsse auf die Autorin ziehen, nicht wahr?). Wo wir uns gerade noch mit dem Alltagseinerlei-Gesöff des Bieres auseinandersetzten, geht es heute schon um ein etwas stilvolleres Getränk. Eines aber eint beide: sowohl beim Bier als auch beim Champagner mischten die Frauen mächtig mit – woran das wohl liegt, meine Herrschaften?
Nicht nur Zeit sparen die Menschen mit der hier vorgestellten Erfindung, sondern auch nicht wenig Wasser. Und viel Ekel. Und ganz besonders viele von diesen schrumpeligen Händen.

Geschirrspülmaschine ©flickr.com / lisainajens
Als WG-Bewohnerin mit drei studentischen Personen ohne die sinnvolle Einrichtung eines Geschirrspülers kann ich ein Lied davon singen, ganz besonders klangschön dabei von Ekel und schrumpeligen Händen. Der Geschirrspüler dürfte zu einem der beliebtesten Erfindungen des Haushaltsbereiches gehören und auch diese findet Platz in der Reihe unserer Frauenpower der Erfinderinnen: 1886 reichte die Amerikanerin Josephine Cochrane das Patent für einen mit Wasserdruck arbeitenden Geschirrspüler ein.
Weit zurück in die Zeitgeschichte katapultiert es uns mit diesem Artikel über das liebste Getränk vieler Männer und so manch einer Frau. Blond, kühl und mit Schaumkrone – und wer hat’s erfunden?
Die Frauen!
Wie es heute nachgewiesen werden kann, wurde schon vor über 6000 Jahren Bier gebraut. So habe man zumindest aus dieser Zeit die frühesten Darstellungen über das Brauen gefunden. Damals wurde in Ägypten mit einem stehengelassenem Brotteig gearbeitet: dieser wurde mit Wasser angesetzt und damit zur Gärung gebracht. Damit das Bier verschiedene Geschmacksrichtungen bekommen konnte, wurden Kräuter und Wurzeln als Würzstoffe eingesetzt.
Selten genug sind sie ja, Frauen in der Berufung der Astronomie. Als eine der wenigen Sternenkundlerinnen Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch entwickelte eine US-Astronomin einen Entfernungsmesser, der auf Veränderlichen basiert.

Henrietta Swan Leavitt (1868-1921), eine in Lancaster (Massachusetts) geborene Frau und am Harvard College Observatory gelernte Astronomin, entwickelte Anfang des letzten Jahrhunderts eine Methode, die mit Hilfe bestimmter veränderlicher Sterne kosmische Entfernungen zu berechnen ermöglichte.
Dafür beobachtete und katalogisierte sie jahrelang die sogenannten Cepheiden-Veränderlichen, an welchen sie im Laufe der Zeit Pulsationsveränderungen feststellte. Diese Pulsation der äußeren Schichten veranlasste die Sterne zu ryhthmisch variierender Leuchtkraft.
Ziemlich alt sähen wir aus, so ganz ohne GSM-Mobiltelefone und Notebooks. Denn weder das eine, noch das andere würden heute in der Form existieren, hätten die Wiener Schauspielerin Hedy Lamarr (geborene Hedwig Kiesler) und der amerikanische Avantgardemusiker George Antheil sich damals nicht auf einer Dinnerparty kennengelernt..
Auf Grundlage der technischen Vorschläge von Hedy Lamarr entwickelten die beiden, auf dem Boden liegend und mittels einer silbernen Streichholzschachtel samt Hölzern, ein Gerät zur abhör- und störungssicheren Funkfernsteuerung von Torpedos. Die Idee dahinter war: das Torpedo-lenkende Funksignal sollte nicht nur auf einer einzelnen Funkfrequenz übermittelt werden, sondern auf willkürlichen Folgen unterschiedlicher Frequenzen. Dadurch sei es für Gegner, die diese Abfolge nicht kennen, geradezu unmöglich, das Leitsignal zu belauschen oder zu stören.
Weibliche Erfinder kommen häufiger vor als man es zwischen den großen Innovationskünstlern Smith, Zeppelin und Planck allgemein wahrnimmt. In unserer Reihe “Erfinderinnen” setzen wir einen Fokus auf die Frauen im dominiert männlichen Wirkungsgebiet.
In Zeiten, in denen etwa 60% der deutschen Bevölkerung laut Angaben des Kuratoriums Gutes Sehen Berlin (KGS) eine Brille tragen und ein verhältnismäßig hoher Anteil von diesen sie auch tatsächlich braucht, gehört für viele Ganztags-Träger der morgendliche Griff zur Brille zur ersten Aktion des Tages – gezwungener Maßen, sonst winkt der Tritt gegen die nächste Kante unter Garantie. In der Tat, hier sprechen schmerzliche Erfahrungswerte.
Dass Menschen ab einer Dioptrien von 3+ sich dabei keinen Armbruch holen, haben wir heute der Glaschemikerin Marga Faulstich (1916 – 1998) zu verdanken.
Was man mit einem Löschpapier alles so anstellen kann hat niemand so prächtig unter Beweis gestellt, wie Melitta Bentz. Melitta? Ja, genau! Die, nach der der berühmte Kaffeefilter benannt ist, und die Melitta, die “Kaffee zum Genuss” machte.
Melitta Bentz wurde am 31. Januar 1873 in Dresden geboren. Verheiratet war sie mit Hugo Bentz; sie hatte zwei Söhne, Horst und Willi. Sie war Hausfrau und Mutter, bis sie den Kaffeefilter erfand. Und das ging folgendermaßen ab:
Wie alle ihre Zeitgenoss_innen war auch Melitta Bentz der Kaffeesatz und der bittere Nachgeschmack, der dieser hinterließ, ein Dorn im Auge. Zwar goss man auch damals schon den Kaffeesud durch einen Beutel ab. Da der doch immer wieder verwendet wurde, zerstörte er das Aroma und hinterließ einen unangenehm-muffigen Geschmack. Nicht besonders lecker!
Doch Melitta Bentz hatte eine fantastische Idee. Bei ihrem Sohn Willi lieh sie sich ein Löschpapier. Dann durchlöcherte sie einen alten Metalltopf und legte das Löschblatt hinein. Sie füllte Kaffeepulver in ihre Konstruktion und goss heißes Wasser darüber. Und tatsächlich, es funktionierte: Das Wasser lief durch den Kaffee in das darunter stehende Behältnis. Der Filterkaffee erblickte das Licht der Welt.
Dieser Filterkaffee war weder durch Kaffeesud getrübt, noch hinterließ er das typisch bittere Aroma. Der Kaffee schmeckte wunderbar und war trotzdem kräftig-dunkel gefärbt. Um auch den Rest der Welt an diesen Kaffeefreuden teilhaben zu lassen, gründeten Melitta und Hugo 1908 das Melitta-Unternehmen. Aus ganz Deutschland hagelte es Aufträge, das Unternehmen musste expandieren.
1929 zog das Unternehmen von Dresden nach Minden, da man in Dresden keine geeigneten Produktionsräume gefunden hatte. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Fabrik jedoch vollkommen zerstört. Man musste noch mal von vorn anfangen. Heute beschäftigt das Melitta-Unternehmen jedoch wieder 3 300 Beschäftigte. Es wird von Melittas Enkeln geleitet und hat immer noch seinen Sitz in Minden.
Gestern hat mich meine Freundin Leonie angerufen: “Ich tu’s, ich werd’s jetzt endlich tun!” rief sie kreischend in den Hörer. Ich wusste schon wovon sie sprach. Seit Wochen dreht sich allem nur um das eine: Fallschirmspringen zusammen mit ihrem Freund, als Liebesbeweis. Ich konnte bisher bei sowas immer nur gleichgütlig die Schultern zucken. Das ist nichts für mich. Schon gar nicht als Liebesbeweis. Um Himmels Willen, was wenn das Ding nicht aufgeht und ich…nee, nee.
Käthe Paulus, die Erfinderin des Paketfallschirms durfte diese Ängste möglicherweise verstanden, jedoch nicht gehabt haben. 1868 geboren, war sie die erste deutsche “Berufsluftschifferin”. Die Kunst des Ballonfahrens lernte Käthe Paulus von Hermann Lattemann, mit dem sie auch privat liiert war. Er zeigte ihr, wie man Ballons und Fallschirme nähte: Für Käthe die eine Schneiderausbildung abgeschlossen hatte, ein Kleinigkeit.
Zusammen mit Lattemann unternimmt Käthe Paulus viele Flüge im Ballon. Insgesamt springt sie 147-mal aus dem Ballon mit dem Fallschirm in die Tiefe. 1893 kommt Latteman bei einem Ballonunglück ums Leben. Käthe ist so traumatisiert, dass sie zwei Jahre bettlägerig ist. Doch sie macht weiter.
Als der erste Weltkrieg ausbricht verbessert Käthe Paulus den Fallschirm und erfindet den zusammenlegbaren Fallschirm. Dabei erfindet sie eine spezielle Hülle, in den man den bisher losen Fallschirm einpackt. Während des Falls wird die Hülle durch einen speziellen Mechanismus geöffnet.
1935 starb Käthe Paulus in Berlin-Reinickendorf. Seit 2005 ist die Katharina-Paulus-Str. im Berliner Stadtteil Moabit nach ihr benannt.