Das Volk der Brillenglas-Träger hat es schon nicht einfach: kommen sie vom Kalten ins Warme, sehen sie nicht viel, öffnen sie den Geschirrspüler sehen sie nicht viel und pusten sie in ihren heißen Kaffee, ist es mit der Klarsicht auch erstmal vorbei.
Obwohl die Idee, beschlagsfreie Brillengläser zu entwickeln wahrlich nicht neu ist, hat man sich für eine freie Sicht auf der Nase bisher immer nur auf das Brillenglas oder das Antibeschlagsmittel konzentriert. Jetzt entwickelte ein Freiburger Forscherteam spezielle Brillengläser mit einer Aktivatorflüssigkeit.
Eigentlich besitzen wir an unseren Fußsohlen unzählige Nervenzellen – viel davon spüren wir aufgrund der üblichen Schuhbekleidung jedoch nicht. Abhilfe soll nun der sogenannte “Fühlschuh” schaffen.
Auf die Erfindung von Frank Demann aus Leipzig geht die hier vorgestellte Erfindung zurück. Er entwickelte einen Schuh mit einer extrem dünnen und absatzlosen Sohle, um die ursprüngliche Natürlichkeit der Fußsensorik wieder zu aktiveren: die Unterseite der Füße registriert nämlich ständig, wie der Boden beschaffen ist – wie man sich vorstellen kann, droht diese Fähigkeit bei der üblichen Schuhsohlendicke aber zu verkümmern.

Schuhe ©flickr.com / nerys hamutal
Ohne sie hätten wir ein mächtiges Problem in Sachen körpereigenen Informationsaustausch, sind sie doch die essenziellen Mittler unseres Nervensystems.

Neurotransmitter ©flickr.com / 1yandellover1
Mit diesem Artikel begeben wir uns mal wieder in die spannende Welt der Biologie und Medizin. Neurotransmitter sind endogene Botenstoffe, welche die Informationen einer Nervenzelle über ihre Synapse (der Kontaktstelle einer Nervenzelle, siehe Bild) zu einer anderen weitergeben.
Durch Exozytose werden sie zunächst durch in die Synapse einlaufende, elektrische Impulse in ihren Speicherorten, den synaptischen Vesikeln, gebildet. Hiernach gelangen die Botenstoffe durch Membranfusion in den synaptischen Spalt (Synaptic cleft) und können von dort zu den Rezeptoren einer nachgeschalteten Nervenzelle diffundieren.
Wissenschaftler und Ärzte hatten schon recht früh erahnt, dass der Körper über gewisse Botenstoffe verfügt, welche als Informationsvermittler für die Organe fungierten. Bis die Entdeckung aber nachweislich und spruchreif war, verging viel Zeit..

Hormones ©flickr.com / blonde bird Jo
1902 gelang den beiden englischen Physiologen Ernest Henry Starling und William Maddock Bayliss ein großer Schritt im Bereich der Hormonforschung. Damals konnten sie zeigen, dass die Bauchspeicheldrüse, selbst wenn man alle zu ihr führenden Nerven durchtrennte, noch immer funktionierte. Grund dafür ist die Absonderung von Verdauungssubstanzen, sobald der Mageninhalt in den Darm gelangt. Auf diese Weise entdeckten die beiden Wissenschaftler den humoralen Botenstoff Sekretin.
Robert-Koch ging als Begründer der Bakteriologie in die Geschichte ein. Der berühmte Forscher hat aber nicht nur Erfolge zu verzeichnen.
Robert Koch begründete im 19. Jahrhundert die Bakteriologie. Für seine Forschungen erhielt er den Nobelpreis. Er entdeckte als erster die Ursachen für Milzbrand und den Tuberkulose-Erreger. Auf seiner Forschung basieren die Mittel gegen viele Infektionskrankheiten. weiterlesen »
Weibliche Erfinder kommen häufiger vor als man es zwischen den großen Innovationskünstlern Smith, Zeppelin und Planck allgemein wahrnimmt. In unserer Reihe “Erfinderinnen” setzen wir einen Fokus auf die Frauen im dominiert männlichen Wirkungsgebiet.
In Zeiten, in denen etwa 60% der deutschen Bevölkerung laut Angaben des Kuratoriums Gutes Sehen Berlin (KGS) eine Brille tragen und ein verhältnismäßig hoher Anteil von diesen sie auch tatsächlich braucht, gehört für viele Ganztags-Träger der morgendliche Griff zur Brille zur ersten Aktion des Tages – gezwungener Maßen, sonst winkt der Tritt gegen die nächste Kante unter Garantie. In der Tat, hier sprechen schmerzliche Erfahrungswerte.
Dass Menschen ab einer Dioptrien von 3+ sich dabei keinen Armbruch holen, haben wir heute der Glaschemikerin Marga Faulstich (1916 – 1998) zu verdanken.
Rot, gelb, grün, mit und ohne Geschmack, genoppt, geriffelt oder einfach Kingsize: Kondome gibt es in allen Größen und Varianten. Und das ist auch gut so. Schließlich geht es um nichts minderes als die schönste Sache der Welt (damit ist doch Sex gemeint, oder?!).
Dabei gibt es Kondome schon fast so lange, wie die Menschheit selber (soll mal noch einer sagen, Verhütung wäre ein Symbol der Postmoderne!). Die ersten Kondome wurden aus Tierdärmen und anderen tierischen Membranen hergestellt und finden sich bereits in der frühen Neuzeit. Der berühmt-berüchtigte Casanova benutzte solche Kondome. Im Zeitalter der Romantik wurden Kondome dann zur Verhütung von Geschlechtskrankheiten benutzt. Die Syphilis grassierte – das Kondom sollte vor der tödlichen Krankheit schützen.
Den Durchbruch des Kondoms verdanken wir dem Erfinder Charles Goodyear und seiner bahnbrechenden Erfindung: Der Vulkanisierung des Kautschuks. Nicht nur dem Kondom wurde dadurch der Weg geebnet, sondern auch alle anderen Materialien die aus Hartgummi hergestellt werden. Goodyear war es auch, der das erste Kondom herstellte und zwar im Jahre 1870.
1912 wurde das Kondom dann durch den Fabrikanten Julius Fromm (ja, daher das Wort „Fromm’s“!) nochmals weiterentwickelt. Er schuf das nahtlose Kondom. Ab 1930 wurde dann vornehmlich Latex zur Kondomherstellung benutzt. Dies gilt als der Durchbruch des Kondoms, wobei man sagen muss, dass die Benutzung noch lange tabuisiert und sogar verboten war, wenn sie nicht zu medizinischen Zwecken diente. So galt eine solche Regelung im religiösen Irland sogar noch bis zu Beginn der 90er Jahre!
Es gäbe noch viele, viele schöne und schaurige Anekdoten zur Geschichte des Kondoms zu berichten. Wer mehr wissen will: In Österreich gibt es ein Museum zur Verhütung. Einfach mal auf der Webseite vorbeischauen oder gleich im Museum selber;-)
Letzte Woche habe ich es endlich getan, zum allerersten Mal. Seit Jahren schleppe ich das Rezept schon mit mir herum, ohne es einzulösen. Aber plötzlich lief ich an diesem Traumgestell vorbei. Ich rannte in den Laden, kramte in meiner Tasche nach dem Rezept und hielt es der netten Dame mit randloser Brille unter die Nase. “Da, ich brauch eine Brille!”
Über ihren Brillenrand hinweg schaut mich die Optikerin amüsiert an. “Also, ein Rezept, ja, das brauchen sie schon lang nicht mehr. Schließlich übernehmen die Kassen die Kosten für Brillen nicht mehr.” “Ist mir egal, ich will das Gestell da im Schaufenster und kein anderes”, antwortete ich schnell und zeigte wie eine Vierjährige hysterisch auf die Brille, MEINE Brille, die in der Auslage an einer seltsamen Dekoration baumelte.
Und jetzt sitze ich mit meiner neuen Brille vor meinem Laptop und frage mich: Wer ist eigentlich verdammt noch mal auf die Idee gekommen mit Gestellen aus geschliffenen Gläsern schwachen Augen auf die Sprünge zu helfen?
Es waren niccht die Schweizer, aber fast: Die erste Sehilfe wurde in der Toskana/Italien im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts erfunden. Doch sollen bereits, wie so oft, auch die alten Griechen ihre Finger im Spiel gehabt haben: Archimedes trug einen am Kopf befestigten Kristall zur Verbesserung der Sehkraft. Viele Nachahmer fand diese Konstruktion jedoch nicht.
Die ersten Brillenabbildungen finden sich deswegen auch im Italien des 14. Jahrhunderts. Nördlich der Alpen wird die Brille durch den sogenannten Brillenapostel Conrad von Soest aus Bad Wildungen bekannt. In Bad Wildungen findet sich deswegen die Brille auch im Stadtwappen wider. Die ersten Brillen hatten noch keine Bügel und bestanden aus konvex- geschliffenen Linsen, die nur als Lesehilfe dienten und für kurzsichtige Menschen nicht geeignet waren.
Die bis heute bekannte Ohren- oder Schläfenbrille kennt man erst aus dem 19. Jahrhundert. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte man dann durch die Entdeckung des Kunststoffes immer neuere und aktuellere Fassungen. Modedesigner wie Yves-Saint Laurent machten die Brille zum Modeassecoire – heute sind Brillenkollektionen von Modedesignern völlig normal, und zum Glück wird das Brille tragen nicht mehr mit den Stereotypen “hässlich, aber schlau” assoziiert.
Deswegen hab ich ja jetzt auch so ein Ding: Eine Brille. Und wisst Ihr was? Seitdem kann ich alles viel besser erkennen! Aber was viel wichtiger ist: Ich seh einfach verdammt cool aus damit.