Erfindungen im Alltag

Von skurill bis unverzichtbar
 


Die Trompete wird nach dem Prinzip der Polsterfeife angeblasen. Sie ist ein hohes Blechblasinstrument mit einem Kesselmundstück.

Das Rohr der Trompete ist eng und der Schalltrichter entsprechend weit ausladend. Bei den am häufigsten auftretenden B-Trompeten beträgt die Rohrlänge ca. 134 cm.

trompete ©flickr by ro gianesiSchon vor 3500 Jahren spielten die Ägypter trompetenartige Instrumente. Diese waren schon in der Antike aus Metall. Trompeten wie die griechische Salpinx und die römische Tuba hatten keine Windungen und waren langgestreckt. Zum Musizieren wurden vornehmlich Blechblas- instrumente aus Bronze verwendet.

Gestreckt waren die frühmittelalterlichen Trompe- ten. Ab dem 14. Jahrhundert gab es erst gewundene Formen. Ab dem Mittelalter war es dann eine einmal gewundene Langtrompete. Diese wurde dann auch als Barocktrompete bezeichnet und blieb bis zum Ende des 18. Jahrhunderts fast unverändert. Diese Instrumente waren nur in der Naturtonreihe bespielbar. weiterlesen »


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Der Lautsprecher und der Schall

Autor: Holger
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Ein Gerät, das niederfrequente elektrische Signale in Schall umwandelt, ist ein Lautsprecher. Es gibt sie in verschiedenen Größen, Ausführungen und Qualitäten.

Verwendung finden Lautsprecher in der Regel in Lautsprecherboxen, Radios, Fernsehern, Funkempfängern, Messempfängern, Mobiltelefonen und Kopfhörern.

Geschichte:
Die Entwicklung des Schallwandlers oder Lautsprechers ist eng mit der Entwicklung des Telefons verbunden. Namen wie Philipp Reis; Erfinder des Telefons (1861), Thomas Alva Edison; Erfinder des Phonographen (1870 erste Experimente) und Alexander Graham Bell, der das Telefon zur Marktreife führte, stehen für die Entwicklung des Lautsprechers. Erste mechanische Lautsprecher kamen ohne elektrischen Strom aus. Das Patent für die noch heute elektrodynamischen Lautsprecher hat 1878 Werner von Siemens erhalten. Die Konstruktion war damals schon sehr ausgereift. Diese bestand aus einem festen Hufeisenmagneten, einer beweglichen Schwingspule und einer beweglichen NAWI-Membran. Allerdings fehlten damals noch die Verstärker.

Hoch ©flickr by catweazle

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Klavier, Piano oder Flügel

Autor: Holger
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Das Klavier ist ein Tasteninstrument. Über die Tastatur werden über eine spezielle Mechanik Hämmer in Bewegung gesetzt, die die Saiten anschlagen und wieder in ihre Ursprungslage zurück schnellen lassen. Dämpfer lösen sich gleichzeitig von den Saiten so lange, bis die Taste wieder losgelassen wird.

Leblos (Woche 3) ©flickr by seba //Man unterscheidet nach der Bauform zwischen Piano und Flügel. Das Wort Klavier stammt aus dem lateinischen und heißt so viel wie clavis. Und die französische Bezeichnung clavier steht für Klaviatur, zu Deutsch Tastatur. Bis zum 18. Jh. bezeichnet das Wort Clavier allgemein Tasteninstrumente wie Orgeln, Cembalos u. ä. Die heute gebräuchlichen Musik-Instrumente Piano und Flügel bezeichnet man etwa seit dem 19. Jh. als Klavier.

Ein Tasteninstrument mit Hammermechanik wurde bereits im 15. Jh. entworfen. Zu den Vorläufern des Klaviers gehörten das Cembalo und das Clavichord. Anfang des 18. Jh. versuchte man ein Tasteninstrument mit dynamischer Spielweise zu bauen. Es wurde viel experimentiert. Bartolomeo Cristofori gelang dies als ersten. Er war ein italienischer Instrumentenbauer aus Padua. Aus dem Jahre 1700 wird im Inventar ein Musikinstrument geführt, das laut und leise spielen kann. Dieses Cembalo gilt als erstes Klavier.

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Die Konzertgitarre und die Musik

Autor: Holger
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Kritiker streiten sich ab wann und in welcher Bauform eine Gitarre auch eine Gitarre genannt werden darf. Ist vielleicht schon jede Kiste die mit Seiten bespannt ist eine Gitarre?

Selber Musik machen war zu jeder Zeit eine willkommene Abwechselung. Neben dem Gesang spielt die Gitarre oder auch das Klavier eine große Bedeutung. Konzertgitarren gibt es schon für Kinder ab 5 Jahren. Man unterscheidet zwischen Akkorden und dem Melodiespiel. Große Fingerfertigkeit und Schnelligkeit sind bei jedem Instrument gefragt. Dabei ist ein richtiges Rhythmusgefühl wichtig. Es gibt verschiedene Schlag- und Zupftechniken. Die Konzertgitarre ist besonders vielseitig und preiswert. Deshalb eignet sie sich besonders als Einstiegsinstrument.

Uraltgitarren © flickr / Last HeroWie ist eine Konzertgitarre jetzt aufgebaut? Sie besteht aus einem hohlen hölzernen Klangkörper mit Schallloch und einem Hals mit auf ihm angelegtem Griffbrett. Am Ende des Griffbrettes ist der Kopf mit der Stimmtechnik. Konzertgitarren sind mit Nylonseiten bespannt. Die g, h und e Seite sind komplett aus Kunststoff. Die E, A und D Seite haben einen Kunststoffkern und sind mit feinen Metallfäden umsponnen. Dies sind auch die Bassseiten. Konzertgitarren eignen sich für den Fingeranschlag. weiterlesen »


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Mit meinem Walkman liege ich auf dem Bett und höre immer wieder das Intro zu “Final Countdown”. Aus dem Tagebuch meiner Kusine, 1983

Die U-Bahn in Berlin fährt endlich wieder. In gewohnter Manier lasse ich mich in die U 7 am Rathaus Neukölln in einen der Sitze plumpsen. Neben mir hockt ein pickeliger 16-jähriger, der so laut Musik hört, dass die ganze Bahn mithören kann. Macht nichts, denn ich hab’ ja auch so ein Ding in meiner Tasche. Fürsorglich verstöpsele ich meine eigenen Gehörgänge und lasse mich zum Klang der Musik durch den Tunnel zum Mehringdamm fahren.

Als es noch keine MP3-Player gab, hatte man portable CD-Player, eine recht -sagen wir- bescheidene Erfindung, an die man nur noch mit rotem Kopf zurückdenken kann. Doch davor gab’s den Walkman, und das – darin sind sich Wissenschaft., Gesellschaft und Prekariat einig- war ein Hammerteil!

Der Walkman, ein von Sony geschützter Begriff, kam erstmals 1979 als sogenanntes “kassettenbasiertes tragbares Abspielgerät von Musik” auf den Markt. TPS-L2 hieß dieses Hammermodell, ein echter Knochen, ein Riesenquader aus Plastik, gern in blau oder rot. Den Look der dazugehörenden Kopfhörer prägten vor allem die Schaumschützer in Knallorange. Eine absolute Besonderheit war der doppelte Kopfhörereingang, der ermöglichte das zwei Personen gleichzeitig Musik hören konnten.

by uuuyeah flickr

Der Sony-Walkman wurde in den 80er Jahren zu einem Konsumgut, das vor allem die urbanen Jugendkulturen prägte und bis heute eng mit deren Erinnerungen verknüft ist. Ähnlich, wie das Skateboard oder die Jeanshose ist der Walkman in seiner Zeit um 1980 ein Zeichen für Rebellion, Subkultur und Rock’n Roll gewesen. Der britische Kulturanthropologe Stuart Hall hielt den Walkman für kulturell so bedeutsam, das er gleich ein ganzes Buch darüber schrieb.by idogcow flickr

Keiner der Nachfolger vom Kassetten-Walkman, sei es der CD-Walkman, der Mini-Disc-Player oder der Mp3-Player, haben jemals den Kultstatus erreicht, den der klassische Walkman auslöste. Wen wundert’s? Das blaue Ding ist und bleibt einfach rattenscharf. Echte 80er-Fans und Nostalgiker_innen mit großer Kassettensammlung können sicherlich das eine oder andere Originalgerät noch bei Ebay ersteigern und in alten Erinnerungen schwelgen. Ich wünsche wohlwollend: Viel Spaß!


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Emil Berliner wurde 1851 in Hannover geboren. Er stammte aus einer Industriellenfamilie und wanderte als junger Mann in die USA aus. Für die Unterhaltungsbranche hat Emil Berliner mehr als einen Beitrag geleistet. Er erfand nicht nur das Mikrofon, das er 1877 patentieren ließ, sondern auch die Schallplatte und das Grammophon, mit dem man Musik abspielen konnte.

by Duchamp flickr

Von dem Geld, das er für die Patentierung des Mikrofons erhielt, richtete er sich in den USA ein Labor ein. Dort bastelte er an Edisons Phonographen herum und entwicklete diesen weiter. Resultat: Das Grammophon erblickte das Licht der Welt.

Allerdings fand das Grammophon für Berliners eigene Vision “5 Minuten die Gedanken des Mannes und den Rest der schwachen, letzten Äußerungen auf dem Totenbett” aufzeichnen zu können, kaum Verwendung. Stattdessen revolutionierten Schallplatte und Grammophon nicht nur die Unterhaltungsbranche, sondern auch den Alltag der Menschen. Man konnte jetzt jederzeit Musik hören!

Dass Berliner nicht nur ein brillanter Erfinder, sondern dazu noch ein guter Geschäftsmann war, beweist die schnelle Vermarktung seiner Erfindungen. Schon kurze Zeit nach deren Patentierung vergibt er die ersten Lizenzen an zwei Spielwarenfabriken in Thüringen, die in Deutschland die ersten Grammophone produzieren. Mit diesen Gewinnen gründete er 1895 die “Berliner Grammophone Company”. Zusammen mit seinem Bruder gründete er eine weitere Dependance in Hannover: Die “Deutsche Grammophon”, die bis heute existiert. Seine “Schallplatten”, wie er die runden Tonträger selbst nennt, produziert er ab diesem Zeitpunkt serienmäßig.

Was wirklich überrascht: Einige Jahre später beginnt Berliner sich mit Leichtmotoren zu beschäftigen und entwickelt einen Hubschrauber, der 1919 zum ersten Mal fliegt! Was hätte man von diesem außergewöhnlichen Erfinder sonst noch erwarten können, wenn er 1925 nicht gestorben wäre?


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Das große Cover meiner Lieblingsplatte liegt in meinen Händen: “Ten” von Pearl Jam. Langsam hole ich die mit Zellophan perforierte Plattenhülle heraus. Als ich das schwarze Vinyl aus der Hülle schiebe, knistert leise das Papier. Ich halte die Platte nun zwischen meinen Fingerspitzen und blicke über die berillte Oberfläche. Sachte puste ich über die schwarze Fläche, lege das Wahnsinnsding auf den Plattenspieler, hebe die Nadel an und lasse sie sanft auf den Rand der rotierenden Scheibe fallen. Jetzt kommt das schönste Geräusch der Welt: Knack! Die Musik beginnt…

Record by Timothy Lloyd

Als “Schallplatte” bezeichnete schon Emil Berliner, ihr Erfinder sie: Die Schallplatte. Ihren “Schall” erzeugt sie durch eine spiralförmige Rille, die zur Mitte der Platte verläuft, und die während es Abspielens mit der Schallplattennadel -einem speziellen Tonabnehmer- abgetastet wird. Deren Schwingungen werden anschließend über die Lautsprecher abgespielt . So lässt sich (zugegebenermaßen sehr vereinfacht) der Prozess schildern, der die Musik schließlich in unseren Ohren klingen lässt.

Emil Berliner, der sich viele Jahre mit dem Phonografen von Edison befasst hatte, entdeckte eines Tages in seinem Labor das unglaubliche Potenzial des Phonographen für die Unterhaltungsindustrie. Dabei entwickelte er, anstelle der Walze von Edison, eine Glasplatte, in die er mechanische Schwingungen in Form von Rillen einritzte. Diese Platte überzog er mit Ruß und fertigte daraus einen Negativabdruck, der ihm die Vervielfältigung dieser Platte erlaubte. Im Mai 1888 präsentierte Berliner zusammen mit dem von ihm erfundenen Grammophon das geeignete Abspielgerät für seine “Platten”.

Ein Jahr später begann Berliner mit der Serienproduktion von Schallplatten. Ab 1900 verbreitete sich die Schallplatte in ganz Europa und wurde zusammen mit dem Grammophon zu einem großen kommerziellen Erfolg. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das relativ teuere Schelllack, das bei der Herstellung der Platten verwendet wurde, durch Vinyl ersetzt.

In den 60er bis 80er Jahren waren Schallplatten DER Tonträger für Musik und prägte eine ganze Generation von Musikliebhabern. Alben, wie Pink Floyd’s “The Wall” oder die Schallplatten der Beatles und Rolling Stones verbreiteten sich auf der ganzen Welt. Heute sind sie wertvoller denn je, vor allem bei Sammlern. Denn durch die CD ist die Schallplatte erfolgreich vom Markt verdrängt.

Jammerschade. Denn so schön, wie eine Schallplatte kann doch keine CD der Welt knistern!


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Was müssen das für skurrile Zeiten gewesen sein, in denen es noch keine abspielbare Musik gab? Kann man sich als Ghettoblaster-Kind der 80er gar nicht vorstellen! Da lernten junge Mädchen aus gutbürgerlichem Hause nicht nur französisch, sondern auch Klavier spielen und singen. Denn, was für heute gilt, galt auch für damals: Was gibt es schon Unterhaltenderes als Musik? Und da es weder Stereoanlagen noch I-Pods gab, musste man halt selbst Musik machen. Doch dann kam das Grammophon…

gramophone by Taras Kalapun flickr

Der Mensch, der das Grammophon erfand, war Emil Berliner, der um 1800 in Hannover geboren später in die USA auswanderte. Er erfand nicht nur das Grammophon, sondern auch die dazugehörige Schallplatte. Das Grammophon ist als Nachfolger des von Edison erfundenen Phonographen zu verstehen, und ist außerdem der Vorreiter des Plattenspielers. Handelte es sich beim Phonographen um ein Gerät das lediglich zur Sprachaufnahmen diente, spielte das Grammophon Musik ab. Dabei verwendete Emil Berliner eine runde Platte als Tonträger. Diese ersten Musiktonträger, auch bekannt als Schelllackplatten, wurden mechanisch betrieben und hatten den großen Vorteil, das sie austauscht werden konnten. Bei der Entwicklung der Schellackplatten entwickelte Berliner ein recht kompliziertes Verfahren. Das Material aus denen er die Schallplatten produzierte, bestand nicht nur aus Schelllack, sondern auch aus einer Mischung aus Steinmehl, Kohlestaub und Tierhaaren.

Berliner gründete nach der Erfindung des Grammophons die „Deutsche Grammophon“, wo er seine Schallplatten vermarktete. Damit kann man Emil Berliner ohne Umschweife als ersten Schallplattenlabel-Begründer bezeichnen, was soviel bedeutet, wie: Emil Berliner rockt!


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