Eine Häuserfassade, die zur Dezimierung der Schadstoffbelastung dient? Das klingt nach Zukunft! Ein Erfolg einer solchen Möglichkeit soll jetzt in der Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig erprobt werden.

Karl-Liebknecht-Straße Leipzig ©flickr.com / Mr Edd.
In einem Projekt der Leipziger Wohungsbaugesellschaft und der Material- und Prüfungsanstalt Leipzig soll an einem Beispiel im Leipziger Süden getestet werden, inwieweit man der Schadstoffbelastung durch die anliegenden Gebäudefassaden eindämmen kann. Diese lag an vielen Tagen über den zulässigen Grenzwerten der TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft).
Dafür werden die Fassaden im Frühjahr mit einer speziellen Farbe gestrichen: sie soll die verschmutzte Luft reinigen.
Kaum ein Autofahrer ohne Garagenplatz ist bei den derzeitigen Temperaturen davor gefeit: jeden Tag treffen sich die Arbeitnehmer zum ritualisierten Eiskratzen am Morgen.

Autoscheibe ©flickr.com / Wolfgang Wildner
Doch das muss nicht sein. Ein Forscherteam des Fraunhofer Instituts in Braunschweig machte sich nun daran, eine eisfreie Autoscheibe zu entwickeln – und war erfolgreich. Nichtmal bei extremen Minusgraden bildet sich auf der Fläche Eis, und das ganz ohne integrierte Heizdrähte. Mit einer hauchdünnen Metallbeschichtung gelang es: sie führte dazu, dass die Abstrahlung der Wärme langsamer geschieht und die Scheibe damit langsamer auskühlt als die Umgebung. Dadurch nehmen nur die umliegenden Flächen Feuchtigkeit auf, die Scheibe bleibt also trocken – und ohne Wasser keine Eisbildung.
Die Logarithmentafel – ein Hilfswerk über Jahrhunderte, welches mit dem Aufkommen von Taschenrechnern und Computern praktisch völlig nutzlos wurde.

Logarithmen ©flickr.com / Zombiebrainz
Eine Logarithmentafel stellt eine tabellarische Darstellung dar, welche die Mantissen der Zahlen (in aller Regel von 1,00 bis 9,99) auflistet. Unter einer Mantisse versteht man die Ziffernstellen einer Gleitkommazahl. Besonders in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen waren Logarithmentafeln über Jahrhunderte hinweg ein notwendiges Hilfsmittel zur Berechnung. So konnten schwierige mathematische Rechnungen wie das Ziehen von komplexeren Wurzeln nur mit ihrer Hilfe durchgeführt werden.
Er war der Mann, der die künstliche Sodaherstellung erfand und dem damit eigentlich höchster Reichtum gesichert sein sollte. Und doch endete er in einem Armenhaus: Nicolas Leblanc.
Nicolas Leblanc wurde am 6. Dezember 1742 im französischen Ivoy-le-Pré als Sohn eines Hüttendirektors in einer nicht besonders wohlhabenden Familie geboren. Ab 1759 konnte er als junger Mann an der Chirurgenschule in Paris Medizin und Chemie studieren und wurde 21 Jahre später der Hausarzt der Herzogenfamilie von Orléans. In den Jahren 1786 und 1787 legte Leblanc seine Ausarbeitung zur Kristallisation von Alaun und Kobaltsulfat der Akademie der Wissenschaften in Frankreich vor, welche die Entdeckung beinhaltete, dass Salze ähnlicher Zusammensetzung sich mit einer gleichen Kristallform auszeichnen.
Einer der Väter der wissenschaftlichen Chemie im 17. Jahrhundert war der auf dem Schloss Lismore im Süden Irlands geborene Robert Boyle. Er definierte das nach ihm benannte (Gas-)Gesetz von Boyle.

Robert Boyle ©flickr.com / am2ki222
Der zu Kinderzeiten auf das Eton College geschickte Boyle ging als Zwölfjähriger zunächst nach Genf und später nach Florenz. Obwohl er auch Fächer wie Recht, Philosophie, alte Sprachen und Theologie lernte, lag sein Hauptinteresse auf naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Weil er zeitlebens vermögend war, konnte sich Boyle voll und ganz auf seine Studien konzentrieren und brauchte sich um einen Broterwerb nicht kümmern.
Namensgeber und Vorbild von der heutigen Fraunhofer-Gesellschaft: das ist Jospeh von Fraunhofer. Aber worin genau bestand eigentlich sein Wirken?

Fraunhofer Institut ©flickr.com / thomaslewandovski
Der am 6. März 1787 in Straubing geborene Joseph Fraunhofer war ein deutscher Optiker und Physiker, welcher Anfang des 19. Jahrhunderts den wissenschaftlichen Fernrohrbau begründete. Im Rahmen dieser Arbeiten entstand etwa das Fraunhofer-Objektiv.
Es war die Verbindung zwischen exakter wissenschaftlicher Arbeit und deren praktische Anwendung für neue und innovative Produkte, welche Joseph Fraunhofer zum Namensgeber des heutigen Fraunhofer-Instituts machte.
Der englische Chemiker und Physiker Francis William Aston entdeckte seinerzeit 200 der 287 natürlich vorkommenden Isotope.
Francis William Aston wurde am ersten September 1877 im heutigen Birmingham geboren und nahm nach Abschluss seiner schulischen Laufbahn zunächst ein Studium in Chemie auf. Weil ihn die damaligen Entwicklungen in der Physik reizten, studierte er hiernach über ein Stipendium noch die Wissenschaften der Physik. Nach diesem Abschluss konzentrierte er sich auf die Physik der Gasentladungsröhre und entdeckte während einer Glimmentladung direkt an der Kathode eine hauchfeine, dunkle Schicht, welche als der “Astonsche Dunkelraum” (Aston Dark Space) benannt wurde.
Robert Wilhelm Bunsen kam am 30. März 1811 in Göttingen zur Welt, als wohl noch niemand daran dachte, was dieses Baby einmal erreichen würde. Der so vielseitige Naturforscher wäre in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden.
Robert Bunsen, der nicht nur als einer der erfolgreichsten, sondern auch vielseitigsten Wissenschaftler gilt, entwickelte neben der Spektrenanalyse, die er mit seinem Kollegen Gustav Robert Kirchhoff ausarbeitete, eine Ausfertigung des nach ihm benannten Bunsenbrenners.
Der nach dem Chemiker Robert Wilhelm Bunsen benannte kleine Gasbrenner wurde ursprünglich von Michael Faraday erfunden, jedoch von Bunsen perfektioniert.
Bei dem Bunsenbrenner handelt es sich um ein Gerät, das auf einem Fuß steht und an dem eine Gaszufuhr angebracht ist. Zusätzlich montierte Bunsen eine vertikale Röhre, durch die das Gas an einer regulierbaren Öffnung vorbeiläuft, durch die Luft angesaugt wird. An dem oberen Ende dieser Röhre wird das Gas entzündet und brennt.
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Heinrich Hertz starb im jungen Alter von 36 Jahren und hinterließ der Nachwelt eine der wichtigsten, technischen Errungenschaften des 19. Jahrhunderts. Kaum auszumalen wäre unsere heutige Gesellschaft, müsste man sich den Einfluss von moderner Funktechnik, Radio und Fernsehen wegdenken. Auch in Zeiten des Internets nehmen diese Medien einen wichtigen Platz in unserer modernen Gesellschaft ein und prägen diese enorm.
Dem aus einer angesehenen Hamburger Familie stammenden Heinrich Hertz wird früh klar, dass sein Interesse sowohl in der theoretischen als auch der experimentellen Erarbeitung physikalischer Fragestellungen liegt. Als er das Studium der Ingenieurwissenschaften in Dresden aufnimmt, merkt er, dass er sich viel mehr für die mathematischen und physikalischen Vorlesungen des Studiengangs interessiert. Eine Fortführung scheint sinnlos, und so wechselt er nach seinem einjährigen Militärdienst auf die Technische Hochschule in München, um sich dort vollends den Naturwissenschaften zu widmen.
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Wenn man an berühmte Erfinderinnen denkt, dann fällt einem sicherlich als allererstes Marie Curie ein. Doch zumindest ist es mir so gegangen, dass ich eigentlich gar nicht so genau weiß, was Marie Curie denn genau entdeckt bzw. erfunden hat. Irgendwas mit Radioaktivität, oder? Grund genug, Marie Curies Biographie einmal genauer zu beleuchten und der Sache einmal auf den Grund zu gehen.
Im damaligen Polen waren Frauen noch nicht zum Studium zugelassen; heimlich besuchte Curie sogenannte “fliegende Universitäten”, die im Untergrund stattfanden. 1891 zog sie nach Paris, wo sie begann Physik und anschließend Mathematik zu studieren. Ihren zukünftigen Ehemann Pierre Curie lernte sie kennen, weil sie ihn für einen Auftrag, den sie vom späteren Nobelpreisträger Gabriel Lippmann erhalten hatte, aufsuchte. Sie heirateten kurze Zeit später. Doch das Glück sollte nicht lange währen. Nur 10 Jahre später erlitt Pierre Curie einen tödlichen Unfall.
Um ihre Trauer zu bewältigen stürzte Marie sich in die Arbeit. Berühmt wurde sie vor allem für ihre Forschung im Bereich des Magnetismus und der Radioaktivität. Als Curie-Punkt wird die Temperatur bezeichnet bei der Stahl seine magnetischen Eigenschaften verliert. Sie gilt als Entdeckerin des Poloniums (benannt nach ihrem Heimatland) und Radiums. 1903 wird ihr der Nobelpreis in Physik verliehen, einige Jahre später der Nobelpreis in Chemie. Curie ist damit die erste Frau, die einen Nobelpreis erhält und bis heute die einzige überhaupt, die ihn jemals in zwei Forschungsdiszplinen erhalten hat.
1934 stirbt Marie Curie an Leukämie. Man geht davon aus, dass die Krankheit eine Folgeerscheinung der jahrelangen Strahlenbelastung im Labor ist. Ein Jahr später erhält ihre Tochter Irene Juliot-Curie ebenfalls den Nobelpreis in Chemie.