Wer kennt sie nicht, langsame Diskettenlaufwerke geringer Kapazität oder schwer zu händelnde CD-RW. Abhilfe schaffte in den letzten Jahren ein kleiner Flash-Speicher, nämlich der USB-Stick.
Vor einigen Jahren war es noch üblich für größere Mengen Daten oder für Programme unter Umständen etliche Disketten, eine hatte ja nur eine Speicherkapazität von 1,44 MB, zu benutzen. Das Speichern der Daten ging sehr langsam und die Disketten waren sehr anfällig gegen mechanische Beschädigungen. Dann kamen CD-Brenner auf und man konnte größere Datenbestände in kürzerer Zeit sichern. Dabei erlaubte die CD-RW ein Wiederbeschreiben der Disc.
Die letzte Entwicklung im Massenspeicherbereich sind die sehr kompakten USB-Sticks. Sie haben eine höhere Speicherkapazität und wesentlich kürzere Zugriffszeiten als die anderen Systeme. Die übliche Computerschnitt- stelle für diese Sticks ist die USB 2.0 Schnittstelle. Theoretisch lassen sich mit ihr Daten mit einer Geschwindigkeit von 60 MByte/s auslesen. In der Praxis erreichen diese Schnittstellen eine Datentransferrate von ca. 30-35 MByte/s. Außerdem ist der USB-2.0-Bus abwärtskompatibel zum USB-1.1-Bus. Dabei reduziert sich allerdings die Datentransferrate erheblich. Eine noch höhere Datentransferrate lässt die neue USB-3.0-Schnittstelle vermuten.
Für USB-Geräte generell existiert keine Verriegelung, so auch bei USB-Sticks. Diese Flash-Speicher unterliegen bei plötzlicher Trennung vom Gerät eventuell dem Datenverlust. Um das zu vermeiden kann man dem Betriebssystem mitteilen, dass der Speicher entfernt werden soll und dann schreibt der Computer alle Daten sofort. Nach einer Systemmeldung kann man den Stick sicher entfernen.
USB-Sticks haben genauso wie CDs oder DVDs eine Lebensdauer von ca. 10 Jahren. Es werden nur 100.000 Schreibzyklen pro Speicherzelle garantiert. Deshalb variieren die Speicherzellen für häufig geschriebene Speicherinhalte. So werden die Speicherzellen geschont. Lesezugriffe auf die Speicherzellen können praktisch unbegrenzt durchgeführt werden.
Im Jahr 2000 kamen die ersten Sticks auf den Markt, sie hatten eine Speicherkapazität von 8 MB. Heute gibt es USB-Sticks bis 128 GB. Lese und Schreibgeschwindigkeiten werden bei dieser Technik immer schneller. Problematisch ist, dass sie wegen ihrer großen Mobilität Viren sehr schnell verbreiten können. Deshalb sind diese Datenträger in Firmen oft verboten.