Erfindungen im Alltag

Von skurill bis unverzichtbar
 


Warum “hat man einen Kater”?

Autor: Steffi
abgelegt in: warum bin ich nicht darauf gekommen

Irgendwann, so mit 21 Jahren fing es bei mir an. Sicherlich war es ein Samstag oder Sonntag morgen. Ich öffnete meine Augen, und da war er, dieser stechende Schmerz, der mir durch den Kopf schoss. Mir wurde schlecht, ich schleppte mich aus dem Bett, alles tat irgendwie weh. Auf allen vieren kroch ich ein wenig theatralisch aus meinem Zimmer. Felix, mein Mitbewohner, der frisch und ausgeschlafen an mir vorbeiging, begrüßte mich mit den Worten: “Na, haste ‘nen Kater?” Ja, hatte ich. Damals konnte und wollte ich nur noch zurück ins Bett kriechen, doch heute will ich darüber schreiben, woher dieser Ausdruck eigentlich stammt.

by fazen flickr

Also, erst mal: Mit dem Kater, also der männlichen Katze, hat diese berühmte Redensart wenig gemein. Vielmehr stammt der Ausdruck von “einen Katarrh haben”, eine Entschuldigung, die sich Leipziger Studierende im 19. Jahrhundert für die Konsequenzen der durchzechten Nacht, ausgedacht hatten. Der Katarrh sollte hier eine Erkältung oder Schleimhautentzündung beschreiben, ein Befinden, das – so erhofften sich die Leipziger Studenten sicherlich- nicht ganz so gesellschaftlich sanktioniert wurde, wie zu vielen Biere.

Dass ausgerechnet Katzen für diese Bezeichnung herhalten müssen, ist nicht besonders nett. Gerade Katzen verschmähen, im Gegensatz zu Hamstern, Hunden und Hühner, sogar den winzigsten Tropfen in Milch oder Wasser und gehören damit zu den rigorosen Abstinenzlern im Tierreich. Ähnlich verhält es sich mit dem Specht, der – zum “Schluckspecht” geworden- ungerechterweise mit Alkoholgenuss in Verbindung gebracht wird.

Zum Abschluss vielleicht noch einige Tipps, die den moralischen und körperlichen “Katarrh” lindern können:

Viel schlafen und essen (salzige Sachen, um den Elektrolythaushalt wieder ausgleichen), Aspirin oder Ibuprofen gegen die Kopfschmerzen, viel Mineralwasser trinken und einen Spaziergang an der frischen Luft machen.

Am besten jedoch bleibt man unter 1,0 Promille, dann gibt’s erst gar keinen Kater!


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2 Kommentare to “Warum “hat man einen Kater”?”

  1. Horst schreibt:

    Die Aspirin am Besten noch vorm Schlafengehen nehmen. Das hat mir meine Freundin Jule gesagt, und sie ist immerhin Ärztin…;-)

  2. Hugo schreibt:

    Ich bin neulich auf den Kopf gefallen weil ich ein Schluckspecht bin und hatte schreckliche Kopfschmerzen. Ich esse seitdem nur noch Morphium, das ist noch besser als Aspirin. Den Drink versuche ich trotzdem mal aus. Dein Hugo

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