Werner v. Siemens: Die Dynamomaschine
Es war 1867, als der der Ingenieur Werner von Siemens auf einer Pariser Weltausstellung seinen elektrischen Generator vorstellte. Dieser ermöglichte die kostengünstige und flexible Erzeugung von Strom, wo er gebraucht wurde.

Werner von Siemens ©flickr.com / elevatorhistory
Werner von Siemens gilt als Vater der Elektrotechnik. Er wurde am 13. Dezember 1816 in Lenthe nahe Hannover geboren und starb am 6. Dezember 1892 in Berlin. Während seiner Lebzeit begründete er die auch heute noch weltweit agierende Siemens AG.
Da er sich aufgrund finanzieller Engpässe kein Studium leisten konnte, bewarb er sich beim Militär und konnte hier seine ersehnte naturwissenschaftliche Ausbildung antreten. Die Zeit einer fünfjährigen Festungshaft – er wurde für die Assistenz bei einem Duell bestraft – nutzte er für die Entwicklung der sogenannten Galvanotechnik.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellte er während der Pariser Weltausstellung schließlich seinen elektrischen Generator (die Dynamomaschine) vor. Dieser entsprach einer Verbesserung bereits entwickelter Maschinen, welche zur Erzeugung von elektrischen Strom genutzt wurden.
Diese bestand aus seinem wichtigsten Teil, einem mehrfach gewickelten Draht (Spule) und einem Magneten. Wird nun der Magnet oder die Spule bewegt, lässt sich an einem angeschlossenen Strommessgerät das Fließen eines elektrischen Stromes nachweisen. Dabei gilt: um so stärker der Magnet ist, um so mehr Wicklungen die Spule hat und um so schneller die Bewegung der beiden Bestandteile ist, desto stärker ist auch der fließende Strom.
Werner von Siemens kam nun auf die schlicht geniale Idee, einen Teil des so erzeugten Stromes wieder zurück zum Elektromagneten zu führen, wodurch sich dessen Magnetismus verstärkte und ebenso zu einem höheren Strom führte. Das ganze ließ sich dergestalt verstärken, bis die maximale Feldstärke des Elektromagneten erreicht wurde.


